Freitag der 13. – Freilegung der Gründe der patriarchalen Dämonisierung

Text: Dr. Kirsten Armbruster

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Freitag_der_13._im_KalenderFreitag der 13.  – ein Unglückstag?  Foto: gemeinfrei

Die 13 als Unglückszahl

Freitag der 13. te steht vor der Tür und so kocht in unserem patriarchal-europäischen Kulturkreis wieder die Angst hoch vor der 13 als Unglückszahl, die in Verbindung mit einem Freitag gleich doppeltes Risiko für Unglück bringen soll. Diese Angst, die sich bei einigen bis zur Phobie steigern kann, hat daher auch einen eigenen Namen und wird Triskaidekaphobie genannt. Wikipedia schreibt dazu:

“ Diese weit verbreitete Phobie geht so weit, dass in Gebäuden manchmal der 13. Stock „fehlt“, also übersprungen wird, in vielen Passagierflugzeugen wird die 1. Sitzreihe in der Nummerierung ausgelassen. Auch in manchen Krankenhäusern und Hotels wird auf ein Zimmer Nr. 13 verzichtet, in vielen Motorsportserien auf die Startnummer 13″. (Wikipedia, Stichwort 13; 10.12.2019)

„Der Dreizehnte“  –  ein Synonym für den Teufel

Wikipedia schreibt weiter:

„Der Dreizehnte“ ist ein Synonym für den Teufel.“ (ebenda)

Nicht zufällig heißt der Teufel auch Lucifer, der Lichtbringer, er trägt immer Hörner, lebt in der Hölle, wird mit dem Tod assoziiert, weshalb im Tarot die 13. Karte, die Karte des Todes ist, und, er wird oft in den einst heiligen Mutterfarben „Rot wie Blut, Weiß wie Schnee und Schwarz wie Ebenholz“ dargestellt.

Der Teufel mit seinen Hörnern lebt in der Hölle, wird mit dem Tod assoziiert und häufig in den einst heiligen Mutterfarben dargestellt. Bild 1: Creative Commons, Unported License 3.0, User: Full 02; Bild 2: Belgian Red Devil als Marionette, Creative Commons, 2.0 Generic license; User: Thomas Quine; Bild 3: Die dreizehnte Tarotkarte „Der Tod“, gemeinfrei

Das Fest der Lucia

In diesem Jahr haben wir die Konstellation, dass Freitag der 13. te mit dem Tag der Lucia, der Lichtbringerin zusammenfällt, der Tag, an dem insbesondere in Skandinavien, aber auch in anderen Ländern das Lichterfest der Lucia gefeiert wird. Sicherlich ist die Namensähnlichkeit zwischen Lucia und Lucifer kein Zufall. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in Schweden der Gedenktag an die Lucia vor der Einführung des gregorianischen Sonnenkalenders im Jahr 1752 gut ein Jahrhundert lang der kürzeste Tag des Jahres war und somit auf die Wintersonnenwende fiel, so dass deutlich wird, dass das Luciafest seinen Ursprung in den Sonnwendfeierlichkeiten hatte, die lange vor der Patriarchatschristianisierung gefeiert wurden.

Wikipedia schreibt über die kaum kirchlich geprägte Tradition des Luciafestes in Schweden:

„Die Feierlichkeiten beginnen meist am Morgen in der Familie und setzen sich in Kindergärten, Schulen und am Arbeitsplatz fort. Ein Mädchen, in der Familie traditionell die älteste Tochter, spielt die Lucia. Sie trägt ein weißes Gewand, ein rotes Band um die Taille und einen Kranz mit Kerzen auf dem Kopf. Ihr folgen oft weitere Mädchen, die Kerzen in den Händen halten, sowie manchmal auch Sternenknaben,  Pfefferkuchenmännchen und Wichtel in einer regelrechten Prozession“. (Wikipedia, Stichwort: Lucia).

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Schwedische Mädchen am Luciatag in einem Kindergarten; Bild: gemeinfrei

Heilige, frauenzentrierte Bräuche zum Tag der Lucia sind aber auch aus vielen anderen Regionen bekannt,  unter anderem auch auch in Deutschland, wo zum Beispiel im Frankenjura in der Nacht zum 13. Dezember weder gebacken, gesponnen noch genäht wurde, die Hausarbeit also ruhte, was auf einen Feiertag hindeutet. In der nördlichen Oberpfalz, im Landkreis Wunsiedel in Oberfranken, aber auch in der Gegend von Eichstätt und Ingolstadt wurde der Name Lucia mit der Percht verbunden, die Percht, die im Namen noch das pechschwarz versteckt hat, das Pechschwarze der Nacht und das Pechschwarze der Höhle, wo die Wandlung im Lebenskreislauf vom Tod ins neue Leben stattfindet. Die paläolithische Höhle Pech-Merle in Lot in Frankreich, die auch Pech-Marie genannt wird, hat dieses alte Wissen bis heute in ihrem Namen bewahrt. (Mehr dazu in: Armbruster, Kirsten: Der Jacobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland – Die Wiederentdeckung der Wurzeln Europas, Teil 1, 2013)

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Perchtenmaske mit Hörnern in den einst heiligen Mutterfarben von einer unbekannten KünstlerIn aus Östrreich von 1920, heute im Besitz der Alemannischen Larvenfreunde in Endingen bei Speyer, Bild gemeinfrei

Verbreitet ist auch der Brauch am Luciatag bei beginnender Dunkelheit  kleine Papierschiffchen mit Lichtern ins fließende Wasser zu setzen. Diese Papierschiffchen erinnern an das Sichelschiffchen von Frau Mond, das am Nachthimmel zu sehen ist und auf den bereits in den Höhlen des Paläolithikums tief verwurzelten Wiedergeburtsglauben zurückgeht, dass nämlich nach einer Reise durch die Dunkelheit der Erdbauchhöhlenmutter oder der Nachthimmelmutter im Osten wieder die rote Sonne aufgeht und damit der Kreis des Lebens neu beginnen kann, weshalb die Toten im Paläolithikum mit rotem Ocker bestreut wurden: Schwarz als Tod in Leben-Wandelfarbe, was noch in den bis heute hoch verehrten Schwarzen Madonnen bewahrt ist und  Rot als Hoffnungsträgerfarbe, das einst heilige Menstruationsblut der Frauen symbolisierend, das Voraussetzung ist, dass eine Frau Mutter werden kann und spiegelbildlich das Rot der Morgenröte, das hoffnungsvoll jeden Morgen nach der dunklen Nacht einen neuen Lebenstag beginnen lässt.

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Die schwarze Madonna von Rocamadour in der Mondschiffbarke, Lot, Frankreich, Foto: Franz Armbruster; mehr zu dem Thema: „Schiffbäuche und Kirchenschiffe als Imitation der Erdbauch-Höhlen von Gott der Mutter“ und über „Die Schwarze Madonna von Rocamadour“ in dem Buch: Armbruster, Kirsten: „Der Muschelweg – Auf den Spuren von Gott der MUTTER – Die Wiederentdeckung der matrifokalen Wurzeln Europas, 2014, S. 161-180)

Der Ursprung der 13

Da, wo die Mutterfarben, Hörner, der Teufel, die Hölle, der Tod, Mondsichelschiffchen und das wiederkehrende Licht aufeinander treffen, lohnt es sich immer mit dem frei gelegten Wissen der Interdisziplinären Patriarchatskritikforschung genauer hinzuschauen und zwar zu den Wurzeln. Und tatsächlich finden wir die weltweit älteste Darstellung der Zahl 13 in der Menschheitsgeschichte im Paläolithikum, in der Altsteinzeit und zwar in den Höhlen Europas. Die Gott MUTTER Figurine von Laussel, die das Patriarchat fälschlicherweise Venusfigurine nennt, hat das alte Wissen um die Zahl 13 bewahrt, denn nicht zufällig hält die göttliche Mutter ein Horn mit 13 Kerben in der rechten Hand und verweist gleichzeitig mit der rechten Hand auf den Nabel, an den angebunden an die Nabelschnur alles menschliche Leben im Mutterleib heranwachsen kann, um von der Nabelschnur nach der Geburt entbunden zu werden, was die Grundlage von Religion im Gegensatz zu Theologie ist.  Und nicht zufällig heißt im Englischen das Wort Nabel  „navel“ und weist damit auf eine enge sprachliche Verbindung zur Schiffahrt, die wir auch im Deutschen zum Beispiel in dem Wort Navigation finden.

Gott MUTTER von Laussel mit dem 13 kerbigen Mondhorn, Gravettien, Frankreich; Musée d ´Aquitaine Bordeaux, Foto: Franz Armbruster

Ganz eng verbunden ist die Zahl 13 mit dem Leben der Frauen, denn der weibliche Menstruationszyklus beträgt, wie der monatliche Zyklus von Frau Mond 28 Tage, was der Grund ist, warum die 13 von den Frauen auf einem Mondhorn eingekerbt wurden, die Zahl 13 für die 13 Mondmonate des Jahres. Und nicht zufällig findet der Eisprung der Frau in der Mitte des Zyklus – also ab dem 13. Tag –  ebenfalls in einem Horn, nämlich  im Eileiterhorn in ihrem Körper statt. Wir mögen von der Anatomie und insbesondere von der weiblichen Anatomie weit entfremdet sein, die JägerInnen, SammlerInnen und KöchInnen am heiligen Herdfeuer der Altsteinzeit waren es nicht. Tatsächlich können wir davon ausgehen, dass es sich bei dem 13-kerbigen Mondhorn der Gott MUTTER Figurine von Laussel um die erste Darstellung eines Mondkalenders handelt, ein Mondkalender, der das Jahr mit jeweils 28 Tagen in 13 Mondmonate einteilt, was eine Jahrestageszahl von 364 Tagen im Jahr ergibt, die sich nur wenig von der heutigen gregorianisch-solaren Jahrestagsrechnung von 365, 2425 Tagen unterscheidet, aber viel besser mit den weiblichen Körperzyklen übereinstimmt. 28 Monatstage geteilt durch 4 ergibt im Monat genau 4 Wochen mit genau 7 Tagen pro Woche, viel einfacher als die heute alternierenden jeweils 30 oder 31 Tage des Solarkalenders. Hinzu kommt eine ebenso passende Berechnung der Dauer der Schwangerschaft. Rechnet frau nämlich ihre Schwangerschaft vom ersten Tag der letzten Menstruation an, dauert die Schwangerschaft durchschnittlich 280 Tage, also genau 10 Mondzyklenmonate lang oder 40 Wochen mit jeweils 7 Tagen.

Tatsächlich ist die Darstellung der Gott MUTTER Figurine mit dem 13 kerbigen Horn also nicht nur die weltweit erste Darstellung eines Kalenders, sondern es ist die älteste Darstellung eines lunaren Menstruationskalenders, welcher der paläolithischen matrifokalen Lebensweise folgend  am zyklisch ausgerichteten Körper der Frau orientiert war und einerseits von Frau Mond als Mondsichelschiffchen am Himmelszelt gepiegelt wurde, andererseits aber auch von den matrifokalen Mondhörnertieren des Paläolithikums, wie den Bisons und den Mammuts. Wie wir heute erkannt haben, leben diese Mammaliatierarten in freier Wildbahn immer in Mutterherden zusammen und wurden deshalb in den Höhlen des Paläolithikums, den Kathedralen der Steinzeit von Gott MUTTER, so zahlreich von den KünstlerInnen an die Höhlenwände gemalt, als Ausdruck der Heiligung einer mütterlich geprägten Natur, von der alles Leben kommt.

Bild 1: Mondsichelschiffchen am schwarzen Nachthimmel; Foto: Creative Commons Attr.-Share alike 2.0 Generic license, User: Charles Lam; Bild 2: Matrifokale Bisons mit Mondhörnern, Grotte de Lascaux, Dordogne, Frankreich, Datierung: Gravettien 25 000 – 20 000 v.u.Zeitrechnung, Foto gemeinfrei

Da das Patriarchat, von uneingestandenem Gebärneid getrieben, alles versuchte, um die Aufmerksamkeit  von der Natur und von der Mutter weg, hin auf den Vater zu lenken, obwohl die Natur dem Vater kein sicheres Erkenungszeichen von Vaterschaft gegeben hat, können wir heute durch die Interdisziplinäre Patriarchatskritikforschung die assoziative Dämonisierungskette der patriarchalen Denk- und Handlungsweise erkennen:

Die assoziative Dämonisierungskette des Patriarchats:

Aus der einst heiligen Höhle wurde die Hölle, aus den einst heiligen matrifokalen Mondtierhörnertieren wurde der Teufel mit den Hörnern,der jetzt nicht mehr in der Höhle lebt, sondern in der Hölle. Aus der naturzyklischen Wiedergeburtsreligion von Gott MUTTER wurde die Angst vor dem Fegefeuer. Aus der naturzyklischen Integration des Todes in den Kreislauf des  Lebens wurde die Angst vor dem Tod und die damit einhergehende Verdrängung des Todes als natürlichem Bestandteil des Lebens.Aus der Heiligung der Geburt, der Menstruation und des Todes wurde die Unreinheit von allen dreie. Aus dem 13 monatigen, am Zyklus von den Frauen und Frau Mond orientiertem Lunarkalender, wurde der Solarkalender,  der mit einer gesellschaftlichen Fixierung auf die Zahl 12 bei gleichzeitiger Dämonisierung der Zahl 13 einherging, die wir in dem Märchen Dornröschen mit der verunglimpften 13. Fee auch heute noch gut nachvollziehen können. Und aus den einst heiligen Mutterfarben wurde der Weihnachtsmann von Coca Cola, der sich heute als großer Gabenbringer einer wachstumsökonomiefixierten Konsumgesellschaft der Leere geriert und Mutter Natur als Gabenbringerin einer Schenkökonomie ins Abseits gestellt hat.

Jutta Voss hat bereits 2006 in ihrem wunderbaren Buch „Das Schwarzmondtabu“ auf die Verdrehung ursprünglicher weiblicher Heiligkeit insbesondere der Geburt, der Menstruation und des Todes in den 5 Büchern Mose, dem patriarchalen Manifest der drei monotheistischen Theologien, hingewiesen. Sie schreibt:

„Unrein wird die Frau durch die Geburt. Wird ein Sohn geboren, ist sie 7 Tage unrein und muss 33 Tage isoliert werden; wird eine Tochter geboren, ist sie 14 Tage unrein und muss 66 Tage isoliert werden, das heißt, sie muss „im Blut ihrer Reinigung (!) bleiben“. Anschließend muss sie – wie auch beim Aussatz – ein Sündopfer bringen, dazu noch ein Brandopfer. Unrein macht der Blutfluss der Frau. Während der Menstruation ist die Frau 7 Tage unrein. Jeder, der sie anrührt, und alles, was sie berührt, wird unrein…während der Zeit der Unreinheit darf sie den Tempel nicht betreten, denn sie würde den Tempel verunreinigen und daran selbst sterben. Unrein macht das Berühren von Toten. Die Unreinheit dauert ebenfalls 7 Tage und erfordert zur Sühne eine zweimalige Besprengung mit dem besonders vorbereiteten Sprengwasser aus der schwarzen (!) Asche einer roten(!) Kuh. Da aber nur die Frauen die Toten salbten, waren wiederum nur sie von dieser „Unreinheit“ betroffen“. (Voss, Jutta, Das Schwarzmondtanu, 2006, S.150, mehr dazu auch in Armbruster, Kirsten: Gott die MUTTER – Streitschrift wider den patriarchalen Monotheismus, 2013).

Schauen wir nun noch einmal genauer auf den Freitag, um die patriarchale Dämonisierungskombination Freitags des 13.ten zu verstehen Im Islam, der auch heute noch mit einem Mondkalender, allerdings mit einem 12 monatigen Mondkalender rechnet, ist der Freitag ein heiliger Tag, an dem die Arbeit ruht und die Menschen in die mondverzierten Moscheen gehen, um heute einem patriarchalisierten Gott Allah zu huldigen, von dem wir aber wissen, dass in der Kaaba in Mekka vor der Inbesitznahme durch Mohammed der schwarze Vulvastein der Göttinnentrilogie Al-Lat (der weißen Milchgeberin), Al Uzza und Menat das Zentrum der Verehrung war. (mehr dazu in Armbruster, Kirsten: Je suis Charlène, 2015). Auch in Europa können wir sehen, dass vor der Einführung des ersten Solarkalenders in Europa, dem sogenannten julianischen Kalender durch Julius Cäsar im Jahr 45 v.u.Zeitrechnung der Freitag noch den Göttinnen gewidmet war. In Nordeuropa geht der Freitag auf die germanische Göttin Freya zurück, aber auch in Frankreich und in Italien finden wir am Freitag noch den Namen der Göttin Venus, denn die FranzösInnen nennen den Freitag auch heute noch Vendredi und die ItalienerInnen nennen ihn Venerdi. Das lässt den Schluss zu, dass in den Zeiten der lunaren Zeitrechnung die 7-tägige Woche mit dem Freitag als heiligem Tag der göttlichen Mutter/ Großen Göttin begann und so erkennen wir den missing Link, warum ausgerechnet Freitag der 13. zu einer patriarchalen Hysterie führt.

Dahinter steckt die Angst, dass trotz schwerster Gewaltanwendung und patriarchal-sadomasochistischen Vernichtungsorgien während der Inquisition heute immer mehr Menschen die absurden Vater-Gott-Gehirnwäschegeschichten durchschauen und das Alte Wissen um die göttliche Mutter wiedererkennen und damit das Patriarchat zu Staub verfällt.

Welch ein Segen für alle wäre damit verbunden, denn die eigentliche Gabenbringerin ist die Natur, die Natur die mit einem Füllhorn großzügig die Gaben der Welt über uns ausschüttet, Gaben der Fülle, Gaben der Schönheit. Und auch dieses Füllhorn der Natur ist festgehalten in den archaischen Bildern der göttlichen Mutter, der dreifachen Göttin. Wir müssen uns nur den Staub des Patriarchats aus den Augen wischen und hinschauen:

Das menschengeschichtlich kontinuierliche Füllhorn des Lebens ist die Natur. Die Natur heißt auch heute noch Mutter Natur und sie schenkt ihre Gaben in großer Fülle. Wir finden das 13-kerbige matrifokale Füllhorn erstmals dargestellt in Händen der paläolithischen Gott MUTTER Figurine von Laussel. Wir finden es aber auch noch bei den drei Matronen aus der Zeit der RömerInnen und wir finden es auch noch heute. Bild 1 und 2: 13-kerbiges Mondhorn der Gott MUTTER Figurine aus Laussel, Musée d ´Aquitaine, Bordeaux, Foto Franz Armbruster; Bild 3: Die 3 Matronen-Muttergottheiten mit Füllhorn, Musée gallo-romain de Fourvière, Creative Commons 1.0 Verzicht auf das Copyright, User: Ruthven; Bild 4: Füllhorn Bruno Weber Skulpturenpark in Dietikon, Spreitenback, Schweiz, Wikimedia Commons Share Alike 3.0 Unported License, User: Roland Fischer

Die gute Nachricht ist also: Freitag der 13. verbindet uns mit dem uralten matrifokalen Wissen der Natur. Freitag der 13. ist also ein Glückstag!

Weitere Informationen:

Nikolaus und Weihnachtsmann in Mutterfarben – eine patriarchatskritische Freilegung

Mutternacht – Der Ursprung von Weihnachten

Die Schwarze Madonna von Alt-öttinG spricht:

Gott MUTTER im Paläolithikum

Gott MUTTER vom Neolithikum bis zum Muttermord (1)

Befreiung der Mütter – Matrifokalität und das vom Patriarchat völlig verschiedene Mutterrollenbild

Warum der Begriff Venusfigurinen Teil des patriarchalen Missbrauchs nackter Frauenkörperlichkeit ist

500 000 Jahre Matrifokale Geschichte

Die höchste Form der patriarchalen Diskriminierung ist die Behauptung, dass Gott ein Vater und Religion männlich ist

Zeittafel der menschlichen Geschichte auf der Basis der Patriarchatskritikforschung

Matrifokalität – Die Revolution im Kopf

Patriarchaler Umbruch: Die Vermännlichung des Sonnenkults

Kennzeichen des patriarchalen Umbruchs

Der Ursprung von Wallfahrten

Was sie schon immer über Religion wissen wollten – Eine Humoreske

Am Anfang war Gott MUTTER

English translation, translated by Deep L

Friday the 13th – Exposure of the causes of patriarchal demonization

Text: Dr. Kirsten Armbruster

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Friday the 13th – an unlucky day? Photo: in the public domain

The 13 as unlucky number

Friday the 13th is just around the corner and so in our patriarchal European cultural circle the fear of the 13th as an unlucky number, which in connection with a Friday is supposed to bring double the risk of misfortune, is boiling again. This fear, which can increase to phobia in some people, has its own name and is called triskaidekaphobia. Wikipedia writes about it:

„This widespread phobia goes so far that in buildings sometimes the 13th floor is „missing“, i.e. skipped, in many passenger aircraft the 13st row of seats is omitted in the numbering. Also in some hospitals and hotels a room no. 13 is renounced, in many motor sport series on the starting number „13“. (Wikipedia, keyword 13; 10.12.2019)

„The Thirteenth“ – a synonym for the devil

Wikipedia continues writing:

„The Thirteenth“ is a synonym for the devil.“ (ibid.)

It is no coincidence that the devil is also called Lucifer, the bringer of light; he always wears horns, lives in hell, is associated with death, which is why in the Tarot the 13th card is the card of death, and, he is often depicted in the once sacred mother colours „red, white and black.

The devil with his horns lives in hell, is associated with death and often depicted in the once sacred mother colours. Image 1: Creative Commons, Unported License 3.0, User: Full 02; Image 2: Belgian Red Devil as Marionette, Creative Commons, 2.0 Generic license; User: Thomas Quine; Image 3: The thirteenth tarot card „Death“, in the public domain

The Feast of Lucia

This year we have the constellation that Friday the 13th coincides with the day of Lucia, the Bringer of Light, the day on which the Festival of Lights of Lucia is celebrated, especially in Scandinavia, but increasingly also in other countries. The similarity in name between Lucia and Lucifer is certainly no coincidence. It is interesting in this context that in Sweden the day commemorating Lucia before the introduction of the Gregorian solar calendar in 1752 was the shortest day of the year for more than a century and thus fell on the winter solstice, so that it becomes clear that Lucia’s feast had its origin in the solstice celebrations, which were celebrated long before the Patriarchal Christianization.

Wikipedia writes about the hardly ecclesiastically influenced tradition of the Luciafest in Sweden:

„The celebrations usually begin in the morning in the family and continue in kindergartens, schools and at work. A girl, traditionally the eldest daughter in the family, plays the Lucia. She wears a white robe, a red ribbon around her waist and a wreath with candles on her head. She is often followed by other girls holding candles in their hands, as well as sometimes star boys, gingerbread men and gnomes in a real „procession“. (Wikipedia, keyword: Lucia).

800px-Schwedische_Kinder_beim_LuciafestSwedish girls in a kindergarten on Lucia Day; Picture: in the public domain

Sacred, woman-centered customs for the day of Lucia are also known from many other regions, including Germany, where, for example, in the Franconian Jurassic in the night of 13 December neither baked, spun nor sewn was done, so the housework rested, which indicates a holiday. In the district of Wunsiedel in Upper Franconia, but also in the area of Eichstätt and Ingolstadt, the name Lucia was associated with the Percht, the Percht, which in its name still hid the pitch black, the pitch black of the night and the pitch black of the cave, where the transformation in the life cycle from death to new life takes place. The Paleolithic cave Pech-Merle in Lot in France, also known as Pech-Marie, has preserved this ancient knowledge in its name to this day. (Read more in: Armbruster, Kirsten: The Jacob Path – Warpath of a Moorish Slayer or Mussel Path through Motherland – The Rediscovery of the Roots of Europe, Part 1, 2013 german)

800px-Perchtenmaske_1920Perchten mask with horns in the once sacred mother colours by an unknown artist from Austria from 1920, today owned by the Alemannic Larvae Friends in Endingen near Speyer, picture in the public domain

The custom of placing small paper boats with lights in the flowing water on Lucia Day at the beginning of darkness is also widespread. These paper boats are reminiscent of Mrs. Moon’s sickle-ship, which can be seen in the night sky and which goes back to the belief of rebirth, already deeply rooted in the caves of the Palaeolithic, that after a journey through the darkness of the earth-bellied cave mother or the night sky mother in the east, the red sun rises again and thus the circle of life can begin anew, which is why the dead in the Palaeolithic were sprinkled with red ochre: Black as death in the colour of the life wall, which is still preserved in the highly revered Black Madonnas and red as the colour of hope, symbolizing the once sacred menstrual blood of women, the prerequisite is that a woman can become a mother and, in mirror image, the red of dawn, which hopefully lets a new day of life begin every morning after the dark night.

DSC_0136The Black Madonna of Rocamadour in the Lunar Barque, Lot, France, Photo: Franz Armbruster; more on the topic: „Ship’s bellies and church naves as imitations of the earth-belly caves of God the Mother“ and on „The Black Madonna of Rocamadour“ in the book: Armbruster, Kirsten: „The Mussel Trail – On the Trails of God the MOTHER – The Rediscovery of the Matrifocal Roots of Europe, 2014, pp. 161-180)

The origin of the 13

Where the mother colours, horns, the devil, hell, death, crescent moon shuttle and the returning light meet, it is always worth taking a closer look at the roots with the exposed knowledge of interdisciplinary patriarchal critique research. And indeed we find the world’s oldest representation of the number 13 in human history in the Palaeolithic, in the Palaeolithic, in the caves of Europe. The God MOTHER Figurine of Laussel, who the Patriarchate wrongly calls Venus Figurine, has preserved the ancient knowledge of the number 13, for it is not by chance that the divine Mother holds a horn with 13 notches in her right hand and at the same time points with her right hand to the navel, to which all human life in the womb can grow attached to the umbilical cord in order to be released from the umbilical cord after birth, which is the basis of religion as opposed to theology.  And it is no coincidence that in English the word Nabel means „navel“ and thus points to a close linguistic connection to shipping, which we also find in German, for example, in the word navigation.

God Mother from Laussel with her 13-notched moon horn, Gravettien, France; Musée d ´Aquitaine Bordeaux, Photo: Franz Armbruster

The number 13 is closely related to the life of women, because the female menstrual cycle, like the monthly cycle of the woman’s moon, is 28 days, which is why the 13 were notched by the women on a moon horn as the first calendar with 13 months in the year. And it is no coincidence that the woman’s ovulation in the middle of the cycle – i.e. from the 13th day – also takes place in a horn, namely the fallopian horn in her body. We may be far removed from anatomy and especially from female anatomy, but the female hunters, gatherers and cooks at the sacred hearth fire of the Paleolithic Age were not. In fact, we can assume that the 13-notched moon horn of the God MOTHER Figurine of Laussel is the first representation of a lunar calendar, a lunar calendar that divides the year with 28 days each into 13 lunar months, resulting in an anniversary number of 364 days a year, which differs little from today’s Gregorian solar anniversary calculation of 365, 2425 days, but corresponds much better with the female body cycles. 28 days of the month divided by 4 results in exactly 4 weeks with exactly 7 days per week. In addition, there is an equally appropriate calculation of the duration of pregnancy. If a woman counts her pregnancy from the first day of her last menstruation, the pregnancy lasts an average of 280 days, i.e. exactly 10 lunar cycle months or 40 weeks with 7 days each.

In fact, the representation of the God MOTHER Figurine with the 13 notched horn is thus not only the first representation of a calendar worldwide, but it is the oldest representation of a lunar menstrual calendar, which, following the Palaeolithic matrifocal way of life, was oriented on the cyclically functional body of the woman and was mirrored on the one hand by the female moon as a crescent moon ship in the celestial tent, but on the other hand also by the matrifocal moon horns anaimals of the Palaeolithic, such as the bisons and the mammoths. As we have realized today, these mammalian species always live together in herds of mothers in the wild and were therefore painted  in the caves of the Palaeolithic, the cathedrals of the Stone Age, so numerously by the artists on the cave walls, as an expression of the sanctification of a motherly world.

Picture 1: Moon crescent shuttle in the black night sky; Photo: Creative Commons Attr.-Share alike 2.0 Generic license, User: Charles Lam; Picture 2: Matrifokale bisons with moon horns, Grotte de Lascaux, Dordogne, France, Dating: Gravettien 25 000 – 20 000 BC, Photo: public domain

Since the patriarchy, driven by childbearing envy, tried everything to draw attention away from nature to the father, although nature did not give the father a sure sign of paternity, we can now see through the Interdisciplinary Patriarchal Critique Research the associative demonization chain of patriarchal thought and action:

The associative demonization chain of patriarchy:

The once sacred cave became hell. The once sacred matrifocal lunar horns became the devil with horns. The nature-cyclical rebirth religion of God MOTHER became the fear of purgatory. The nature-cyclical integration of death into the cycle of life became the fear of death and the associated suppression of death as a natural component of life, from the sanctification of birth, menstruation and death became the impurity of all three. The 13-month lunar calendar, oriented on the cycle of the women and the woman moon, became the solar calendar, which was accompanied by a social fixation on the number 12 with simultaneous demonization of the number 13, which we see in the fairy tale Sleeping Beauty with the denigrated 13th Lunar Calendar. The once sacred mother colors became Santa Claus of Coca Cola, who today is seen as the great gift-giver of a growth-economy-fixed consumer society of emptiness, instead of Mother Nature.

Jutta Voss already pointed out in her wonderful book „Das Schwarzmondtabu“ in 2006 the twisting of original holiness especially from mentriation, birth and death in the 5 books of Moses, the patriarchal manifesto of the three monotheistic theologies. She writes:

„The woman becomes unclean by birth. If a son is born, she is unclean for 7 days and must be isolated for 33 days; if a daughter is born, she is unclean for 14 days and must be isolated for 66 days, that is, she must „remain in the blood of her purification“. Then she must – as with leprosy – make a sin offering and a burnt offering. The woman’s blood flow makes her unclean. During menstruation the woman is unclean for 7 days. Anyone who touches her and anything that touches her will be unclean…during the time of uncleanness she will not be allowed to enter the temple, because she would defile the temple and die from it herself. Impurity is caused by touching the dead. The impurity also lasts 7 days and requires a double sprinkling with the specially prepared sprinkling water from the black (!) ashes of a red (!) cow for atonement. But since only the women anointed the dead, again only they were affected by this „impurity“. (Voss, Jutta, Das Schwarzmondtanu, 2006, p.150, more in Armbruster, Kirsten: Gott die MUTTER – Streitschrift gegen den patriarchalen Monotheismus, 2013).

Let’s now take a closer look at Friday to understand the patriarchal demonization combination of Friday 13th.  In Islam, which still reckons with a lunar calendar today, but with a 12-month lunar calendar, Friday is a holy day, on which work rests and people go to the moon-decorated mosques, to pay homage today to a patriarchalized god Allah, of whom we know, however, that in the Kaaba in Mecca before the occupation by Mohammed the black vulva stone of the goddess trilogy Al-Lat (the white milk giver), Al Uzza and Menat was the center of worship. (more in Armbruster, Kirsten: Je suis Charlène, 2015, german). Also in Europe we can see that before the introduction of the first solar calendar in Europe, the so-called Julian calendar by Julius Caesar in the year 45 B.C., Friday was still dedicated to the goddesses. In Northern Europe Friday goes back to the Germanic goddess Freya, but also in France and Italy we find the name of the goddess Venus on Friday, because the French still call Friday Vendredi and the Italians call it Venerdi. This allows the conclusion that in the times of the lunar calendar the 7-day week began with Friday as the holy day of the divine mother/great goddess and so we recognize the missing link, why of all days Friday the 13th leads to a patriarchal hysteria.

Behind this lies the fear that despite the most severe use of force and patriarchal-sadomasochistic orgies of annihilation during the Inquisition, more and more people today see through the absurd father-god-brain-washing stories and recognize the old knowledge about the divine mother and thus the patriarchy decays to dust.

What a blessing for all would this be, because the real bringer of gifts is nature, nature which generously pours out the gifts of the world over us with a cornucopia, gifts of abundance, gifts of beauty. And this cornucopia of nature is also captured in the archaic images of the divine mother, the threefold goddess. All we have to do is wipe the dust of patriarchy out of our eyes and look:

Nature is the continuous cornucopia of life in human history. Nature is still called Mother Nature today and she gives her gifts in great abundance. We find the 13-narrow matrifocal cornucopia for the first time depicted in the hands of the Palaeolithic God MOTHER Figurine of Laussel. But we still find it in the three matrons from the Roman era and we still find it today. Picture 1and 2: 13-notched moon horn of the god MOTHER Figurine from Laussell, Musée d ‚Aquitaine, Bordeaux, photo Franz Armbruster; picture 3: The 3 matron mother deities with cornucopia, Musée gallo-romain de Fourvière, Creative Commons 1.0 Copyright waiver, User: Ruthven; Image 4: Füllhorn Bruno Weber Sculpture Park in Dietikon, Spreitenback, Switzerland, Wikimedia Commons Share Alike 3.0 Unported License, User: Roland Fischer

So, there are good news. Friday the 13 th connects us with our old matrifocal knowlegde of nature. Friday the 13th is a day for luck.