Wie nehmen wir Gott wahr? Eine naturnotwendige patriarchatskritische Korrektur

Text: Dr. Kirsten Armbruster

You´ll find an english version of this text above, translated by Deep L

20190721_085255

Die Latefossen in Norwegen (lat, latte, lac, Laktation – die Milch). Die zwei Milch-Fluss-Wasserfälle, die aus den Brüsten von Mutter Erde fließen und nicht nur den Ursprung von Naturanbindung, sondern auch die bis heute in der Landschaft verwurzelte ursprüngliche Naturreligion der Menschenart der göttlichen Mutter zeigen, welche durch den Mythologischen Muttermord des Patriarchats aus dem menschlichen Bewusstsein mit strukturell-patriarchaler Gewalt ausgemerzt werden sollte. Die Natur ist aber stärker als das Patriarchat und die Lebenskraft von Gott MUTTER drängt sich heute  – trotz Inquisition – wieder in das menschliche Bewusstsein, unter anderem durch die Macht des Wassers; Foto: Franz Armbruster

Wasserfall-Video des Vøringfossen, Norwegen: Franz Armbruster

Wenn wir heute über Gott reden, denken wir an etwas vom Mann Dominiertes und wir sollen glauben, das sei Religion: Gott Vater, Jesus, sein Sohn, der Heilige Geist, Allah, Mohammed, JHWE, Buddha, Brahma, Vishnu, Shiva, der Papst, der Dalai Lama und deren Priester und Mönche. Sie alle prägen unser Gottesbild und zwar ausschließlich männlich.

Tatsächlich gibt es nichts in der heutigen Welt, das stärker männlich besetzt und umkämpft ist, als der Gottesbegriff.

War das aber immer schon so?

Tatsächlich verfügt der Mann doch körperlich gar nicht über die Möglichkeit der Anbindung an das Leben, denn die längste körperliche Anbindung des Menschen ist die Nabelanbindung und die erfolgt  – genderintegrativ –  immer im Körper der Mutter, und nie im Körper des Vaters. Das ist Natur.

Ist also Religion im Ursprung gar nicht männlich besetzt? Steht der männliche Gott gar nicht am Anfang des menschlichen Bewusstseins, gar am Beginn der Welt? Ist er überhaupt der Schöpfer der Welt? Oder ist er nur der Schöpfer des Patriarchats, jenes zerstörerischen Gesellschaftssystems, das uns  zunehmend Angst macht, in Form einer Naturzerstörung, von der die Klimaerwärmung nur die Spitze der heute noch vorhandenen Eisberge ist?

FAKTENCHECK:

Die wahrscheinlich älteste Darstellung eines männlichen Gottes ist nach den aktuellsten Erkenntnissen der Interdisziplinären Patriarchatskritikforschung die überlebensgroße Statue eines Mannes, der seinen Penis umfasst. Sie stammt aus Ȿanliurfa (Urfa), aus der Nähe von Göbekli Tepe in Anatolien, in der Türkei, wo die bisher älteste von Menschen erbaute Tempelanlage gefunden wurde.  Mehr zu Göbekli Tepe – dem Nabelberg –  unter Türkei in: Gott MUTTER Darstellungen vom Neolithikum bis zum Mythologischen Muttermord (1)

Dieser wahrscheinlich älteste, männliche Gott der Welt wird auf circa 8500 v.u.Z. (vor unserer Zeitrechnung) datiert. Das ist circa 300 Jahre nach der ersten Domestizierung von Ziegen und Schafen, läuft also menschengeschichtlich zeiträumlich betrachtet parallel zum Prozessbeginn des tierzüchterischen Neolithikums, der mit der Domestikation der Caprivoren seinen Anfang nahm und seit der Rinderdomestikation (Bovidendomestikation), 6500 v.u.Z., den Urtyp der privatwirtschaftlich-patriarchalen  Raubbau-Ausbeutung der auch heute noch vom Kapitalismus propagierten  Capites-Wachstumsökonomie bildet, denn die capites sind nicht nur ursprünglich die Häupter einer Herde, sondern privare heißt auch heute noch rauben. Siehe hierzu auch: Die Lüge, dass Mütter nicht arbeiten

1

Älteste, überlebensgroße, männliche Statue aus Ȿanliurfa (Urfa), in der Nähe von Göbekli Tepe, Anatolien, Türkei; Datierung circa 8500 v.u.Z.; die Figur ist wahrscheinlich die erste Darstellung eines männlichen Gottes; Foto: Creative Commons 4.0 International, User: Cobija

Ist es ein menschengeschichtlicher Zufall, dass in einem kurzen Zeitraum von 300 Jahren, erste tierdomestikatorische Spuren, älteste Nachweise von Gewaltausschreitungen in Siedlungen mit Steinhäusern in Ba´ja,  in der Nähe von Petra in  Jordanien um 8200 v.u.Z., wie sie der  Archäologe Hans Georg Geben beschreibt (Video: Geschichte der Aggression – Wann wurde der Mensch gewalttätig? www.spiegel.de; 1.3.2018),  und die erste Darstellung des wahrscheinlich ältesten, noch dazu überlebensgroß dargestellten, männlichen Gottes fallen? Im anatolisch-syrischen Raum und im Gebiet des Fruchtbaren Halbmonds begann ja, ausgelöst von einer starken  Klimaerwärmung im Übergang vom Pleistozän zum Holozän, die produzierende Lebensweise der Menschenart, die mit Sesshaftigkeit einherging und als Neolithikum bezeichnet wird. Mehr dazu in der Einführung von Gott MUTTER Darstellungen vom Neolithikum bis zum Mythologischen Muttermord (1)  und in meinem Buch „Das Muttertabu oder der Beginn von Religion“ (2010)

Bild 1: Wikimedia Commons gemeinfrei

Tierdomestikation, ein erstes männliches Gottesbild und erste Gruppengewalt entstehen nicht zufällig in diesem menschengeschichtlich kurzen Zeitraum von 300 Jahren, sondern sie hängen kausal zusammen und sie tragen bereits den Keim des Krieges, auch wenn erst im Laufe  der Bronzezeit mit der Domestikation von Pferden in Kombination mit der Herstellung von Waffen aus Bronze das patriarchale Kriegszeitalter mit überbordender Gewalt durchgesetzt wird. Siehe hierzu Zeittafel der menschlichen Geschichte auf der Basis der Patriarchatskritikforschung

Mit der Tierdomestikation beginnt der Mann allerdings anscheinend erstmals seine männliche Fruchtbarkeit bewusst wahrzunehmen und ordnet sie nicht etwa, biologisch realistisch als kleinen Beitrag zur Lebensentstehung ein, sondern er startet damit, sie göttlich, und nicht zufällig überlebensgroß zu erhöhen. Sein männlicher, vermeintlich über dem Leben stehender Geist, erfindet über die Zwischenstufen des patriarchalen Kults der sogenannten „Heiligen Hochzeit“, in der es  – wie Gerhard Bott in seinem Buch  „Die Erfindung der Götter“ bestechend logisch freigelegt hat, erst um die Heiligung der Fruchtbarkeit des Mannes, dann um die Legitimation des Königs und schließlich um die Heiligung des in der Hochzeit gezeugten und empfangenen potentiellen Thronfolgers geht (Bott, Gerhard, 2009; S. 163), am Ende der männlichen Vergöttlichungsstufen den ersten männlich-monotheistischen Schöpfergott gibt und zwar wohl gemerkt – nicht am Beginn der Welt –  sondern erst 650 v.u.Z., zur Zeit von König Josia.

Dieser erste männlich-monotheistische Schöpfergott kann angeblich Leben schaffen, und zwar über das Wort, das  – mangels  männlich-väterlicher Gebärorgane dem männlichen Logos entsprungen ist und folglich auch nicht mehr auf der Erde angesiedelt sein kann, sondern im Himmel, weit entfernt von der Körperrealität menschlichen Lebens. Tatsächlich konnte dieser monotheistische Schöpfergott nur entstehen auf der Basis einer weiteren patriarchalen Eskalationsstufe, nämlich dem Mythologischen Muttermords, wie er erstmals 1100 v.u.Z. im babylonischen Weltschöpfungsepos ENUMA ELISH im Kampf zwischen Marduk und Tiamat beschrieben wird.

Hier stehen wir auch heute noch: auf der Ebene des Mythologischen Muttermords und aufbauend auf dem Mythologischen Muttermord sprechen wir auch heute noch nicht nur allenthalben von Schöpfung und niemals von Geburt und wir können in dieser Muttermordlogik Gott und Religion nur männlich besetzt denken. Er, der tierzüchterische Mann, hat sich auf der Grundlage der Hybris von Vaterschaft zum Schöpfer und zwar nicht nur zum Schöpfer des Lebens, sondern zum Schöpfer des gesamten Kosmos, zum Schöpfer der Welt, erklärt. Er ist theologisch bis heute der HERR unserer patriarchalen Welt.

Tatsächlich war das aber nicht schon immer so, sondern wie wir in dem geschichtlichen Kurzabriss sehen konnten, entstand die Manngott-Väterhybris menschengeschichtlich erst in jüngster Zeit. Noch in der Apostelgeschichte im Neuen Testament wird beschrieben, wie die Menschen in Ephesos nach ihrer großen Göttin schrien, die bei den Griechen Artemis und bei den Römern Diana hieß. In der Apostelgeschichte 19 in dem Kapitel „Der Aufstand des Demetrius“ wird der Aufschrei in der Bevölkerung beeindruckend beschrieben. Dort steht:

„Nicht allein aber ist für uns Gefahr, dass der Tempel der großen Göttin Artemis für nichts geachtet und auch ihre herrliche Größe, die ganz Asien und der Erdkreis verehrt, vernichtet wird. Als sie aber das hörten, wurden sie voll Wut, schrien und sagten: Groß ist die Artemis der Epheser!“ (Apg. 19, 27-30).

Jacobsweg-Teil1

Mehr dazu in meinem Buch: „Der Jacobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland? Die Wiederentdeckung der Wurzeln Europas, 2013, S. 41-57

Mit der Internalisierung eines männlichen Gottesbegriffs, dem Theos als Initialzündung der heutigen Theologien, der menschengeschichtlich überhaupt erstmals im tierzüchterischen Neolithikum nachweisbar ist,  beginnt also erst, über die oben beschriebenen Zwischenstufen, die langsame Ablösung von Gott MUTTER aus der erdgebundenen Naturreligion des Paläolithikums,  welche 500 000 Jahre lang das religiöse Verständnis der Menschenart geprägt hatte, die Anbindung, Losbindung und Rückbindung an den Körper der Mutter, den Ursprung von Religion, denn Religion bedeutet nicht zufällig bis heute „Anbinden, Losbinden, Zurückbinden“, was aber auch verdeutlicht, dass anders als heute durch die manipulativ-dogmatische Gehirnwäsche des Patriarchats suggeriert, Religion nie männlich-väterlich sein kann, sondern immer nur göttlich-mütterlich. Mehr dazu in:

500 000 Jahre Matrifokale Geschichte

Gott MUTTER Darstellungen im Paläolithikum

und in folgenden Büchern

Bücher von Kirsten Armbruster

TRANSFORMATION:

Latefossen-Mutter Erde-Milch-Wasserfallvideo, Norwegen: Franz Armbruster

Theologie, die Erfindung des Mannes als Schöpfergott markiert in der Tat,  den Beginn der Vernichtung der in der Natur  verwurzelten erdverbundenen und erdverbindenden Religion von Gott MUTTER, denn Theologie ist nichts anderes als der Versuch, die natürlichen mutterkörperangebundenen Gegebenheiten des Lebens  an die Menschenmütter, die Tiermütter und Mutter Erde vergessen zu machen. Und es ist weder Zufall, dass alle drei monotheistischen Theologien aus der Gegend stammen, wo das tierzüchterische Neolithikum entstand, noch ist es ein Zufall, dass der monotheistische Mann-Gott ein Hirtengott ist, der seine göttliche Legitimation mit den männlichen Machtinsignien Geißel und Krummstab,  auf die Fruchtbarkeit seines  Penisses gründet und damit abiologisch die Mutter als eigentliche Trägerin der Lebensentstehung zum passiven Gefäß degradiert, was erklärt, weshalb Theologie bis heute überwiegend Penisträgern vorbehalten ist und Bischöfe ihre Macht bis heute mit Krummstäben stützen, denn der HERR ist ein Hirte und der Hirte ist der HERR des Patriarchats.  Daraus folgt aber auch, dass das theologische Hirtenpenispatriarchat sicher nicht im modernen feministischen Gleichheitsverständnis verschwindet, wenn Frauen – wie zum Beispiel im Protestantismus – das machen dürfen, was patriarchale Männer machen, in dem Fall die Predigten der Mann-Gott-Theologien ebenfalls missionarisch verbreiten. Nein, in einem solchen Gleichmachungsverständnis liegt nicht die Lösung der patriarchalen Naturzerstörungsproblematik, denn die Mann-Gott-Schöpfungsideologie entstammt  – wie wir gesehen haben- dem Logos des Muttermords, der gleichgesetzt werden kann mit dem Mord an der Natur.

Biologie statt Biologismus

Von mutterbiologischen Tatsachen und männlichem „Samen“ – Wie das Patriarchat Mütter zu passiven Gefäßen degradiert

Tatsächlich ist Theologie das Patriarchatsmanifest wider die Natur.  Darüber kann weder Feministische Theologie noch das heutige „moderne“ theologisch-politische Lamentieren über die „Bewahrung der Schöpfung“ hinwegtäuschen, denn des Mann-Gottes-Wort, das Schöpfungswerkzeug des Patriarchats mangels väterlicher Gebärfähigkeit, von dem wir per theologischer Doktrin kein Yota hinwegnehmen dürfen, besagt zusammengefasst nichts anderes als:

Machet euch die Erde, die Frauen und alles Getier untertan und herrschet über diese Untertanen.

Die Folge einer solchen Natur-Muttermord-Patriarchatsindoktrination ist die heutige  Abtrennung des Menschen von der Natur und den körperlichen Realitäten insgesamt. Sie ist die Wurzel und gleichzeitig das Hauptübel des Patriarchats.

Die heute medial forcierte isolierte Betrachtung des Klimawandels als Ausdruck der vom Patriarchat angerichteten Naturzerstörung ist also nur ein Tropfen auf den von den patriarchalen Dogmen überhitzten Steinen unseres Lebensraums, der Erde. Die jetzigen Klimabemühungen werden also nicht genügen, um das Überleben auf der Erde zu retten, solange wir nicht die Wurzeln des Patriarchats verstehen, die Wurzeln, die in einer lebenszerstörenden Theorievermengung von capites-tierzucht-getriebener Wachstumsökonomie, den dazu gehörenden Religion- ist-männlich-Lügen und einer Negierung der Natürlichen Integrativen Ordnung der Mutter liegen. Denn, wie wir erkennen können, gibt es eine enge Korrelation zwischen der heutigen Naturzerstörung, der Entstehung der Landwirtschaft, insbesondere auch der tierzüchterischen Landwirtschaft, dem Kapitalismus, dem exponentiellen Bevölkerungswachstum, dem Krieg und den Theologien, die alle zusammen auf der Basis des Missbrauchs von Müttern stehen, also auf struktureller Gewalt gegen Menschenmütter, Tiermütter und Mutter Erde durch die Verwandlung des ursprünglichen Mutterlands in Vaterländer durch Krieg.

Die Ursachenforschung der Interdisziplinären Patriarchatskritik ist also der Schlüssel zur Lösung unserer Probleme. Wenn wir das in seiner Gesamtumfänglichkeit verstehen, dann können wir daraus ein Maßnahmenpaket der Lebensrettung auf der Erde vor der vollständigen Patriarchatszerstörung entwickeln. Mit Symptomdokterei auf der Basis von Klimapanik allein, wird uns das nicht gelingen. Der patriarchatskritische Blick auf die Theologien, die vom naturzerstörenden Patriarchat unter besonderen Schutz gestellt wurden, ist dabei systemrelevant in beide Richtungen, einmal in Richtung der Auflösung falscher Lebensdogmen, die sich in Wahrheit als Todesdogmen erwiesen haben und dann in Richtung der wieder notwendigen Heiligung und der damit einhergehenden Heilung von Natur, der Basis unseres Lebens. Die gute Nachricht: Gott MUTTER lebt und sie ist stärker als das Patriarchat, denn Sie ist Natur.

Die höchste Form der patriarchalen Diskriminierung ist die Behauptung, dass Gott ein Vater und Religion männlich ist

Am Anfang war Gott MUTTER

Warum der Begriff Venusfigurinen Teil des patriarchalen Missbrauchs nackter Frauenkörperlichkeit ist

Die Evolution frisst keine Kinder – eine anthropologische Revision

Von mutterbiologischen Tatsachen und männlichem „Samen“ – Wie das Patriarchat Mütter zu passiven Gefäßen degradiert

Patriarchatskritik

Matrifokalität ist kein Matriarchat

Männer wollen nicht daran erinnert werden, dass sie von Müttern geboren werden – und Frauen – lächeln das weg

#GodMother -Lassen wir die Gott-Mann- Theologien hinter uns

Matrifokale Männer und Väter

Gott MUTTER Darstellungen im Paläolithikum

Gott die MUTTER – Eine Streitschrift wider den patriarchalen Monotheismus

Die Lüge vom Urvater

Am Anfang war Gott MUTTER

Zeittafel der menschlichen Geschichte auf der Basis der Patriarchatskritikforschung

 

English version of the text by Dr. Kirsten Armbruster, translated by Deep L:

How do we perceive God? A nature-necessary patriarchal critical correction

20190721_085255

Latefossen in Norway (lat, latte, lac, lactation – milk). The two milk flow waterfalls that flow from Mother Earth’s breasts and show not only the origin of nature connection, but also the original natural religion of the human species of the divine Mother, which is still rooted in the landscape today and which was to be wiped out of human consciousness with structural-patriarchal violence by the mythological matricide by the patriarchy. But nature is stronger than patriarchy and the life force of God MOTHER is today – despite inquisition – pushing itself back into human consciousness, among other things through the power of water; Photo: Franz Armbruster

Waterfall video of Vøringfossen, Norway: Franz Armbruster

When we talk about God today, we think of something dominated by man and we should believe it is religion: God the Father, Jesus, his Son, the Holy Spirit, Allah, Mohammed, JHWE, Buddha, Brahma, Vishnu, Shiva, the Pope, the Dalai Lama and their priests and monks. They all shape our image of God and exclusively male.

In fact, there is nothing in today’s world that is more male-dominated and male-competitive than the concept of God.

Has it always been like this?

In fact, the man does not physically have the possibility of connection to life, because the longest physical connection of the human being is the umbilical connection, which always takes place in the mother’s body, and never in the father’s body. It’s nature.

So is religion not at all male in its origin? Is the male God not at the beginning of human consciousness, even at the beginning of the world? Is he even the creator of the world? Or is he just the creator of patriarchy, the destructive social system that is increasingly frightening us, in the form of a destruction of nature, of which global warming is only the tip of the icebergs that still exist today?

CHECK THE FACTS:

According to the latest findings of interdisciplinary patriarchal criticism research, the probably oldest depiction of a male god is the larger-than-life statue of a man enclosing his penis. It originates from Ȿanliurfa (Urfa), near Göbekli Tepe in Anatolia, Turkey, where the oldest man-made temple complex was found.  More about Göbekli Tepe – the Nabelberg – under Turkey in: God MOTHER Representations from the Neolithic to the Mythological Matricide (1)

This probably oldest, male God of the world is dated on circa 8500 b.o.c. (before our calculation of time). This is about 300 years after the first domestication of goats and sheep, i.e. it runs parallel to the beginning of the  zootechnical neolithic period in terms of human history, which began with the domestication of the caprivors and which, since the domestication of cattle (bovide domestication), which took place 6500 b.o.c. , is the archetype of the private patriarchal exploitation of the capites growth economy, which is still propagated today by capitalism, because the capites are not only originally the heads of a herd, but privare means to rob even today. See also: The lie that mothers do not work

1

 

 

 

Oldest, larger-than-life male statue from Ȿanliurfa (Urfa), near Göbekli Tepe, Anatolia, Turkey; dated about 8500 BC; the figure is probably the first depiction of a male god; Photo: Creative Commons 4.0 International, User: Cobija

 

Is it a coincidence in human history that in a short period of 300 years, the first animal domestication traces, the oldest evidence of violence in settlements with stone houses in Ba´ja, near Petra in Jordan around 8200 BC, as described by the archaeologist Hans Georg Geben (Video: History of Aggression – When did man become violent? http://www.spiegel.de; 1.3.2018), and the first depiction of the probably oldest, even larger-than-life male God fall? In the Anatolian-Syrian region and in the area of the Fertile Crescent, triggered by a strong global warming in the transition from the Pleistocene to the Holocene, the productive way of life of the human species began, which was accompanied by sedentariness and is known as the Neolithic. More about this in the introduction of God MOTHER Representations from the Neolithic to the Mythological Matricide (1) and in my book „Das Muttertabu oder der Beginn von Religion“ (2010)

Image 1: Wikimedia Commons in the public domain

Domestication of animals, a first male image of God and first group violence do not emerge by chance in this short period of 300 years in human history, but they are causally connected and already bear the seed of war, even if it is only in the course of the Bronze Age with the domestication of horses in combination with the production of bronze weapons that the patriarchal war era is enforced with exuberant violence. See the chronological table of human history on the basis of patriarchal critique research.

With the domestication of animals, however, the man apparently begins to consciously perceive his male fertility for the first time and does not classify it, biologically realistically, as a small contribution to the development of life, but starts to increase it divinely and not by chance larger than life. His male spirit, supposedly above life, invents through the intermediate stages of the patriarchal cult of the so-called „holy wedding“, in which – as Gerhard Bott has convincingly and logically exposed in his book „Die Erfindung der Götter“ (The Invention of the Gods) – first the sanctification of man’s fertility, then the legitimation of the king and finally the sanctification of the potential heir to the throne who was conceived and received in the marriage (Bott, Gerhard, 2009; p. 163), at the end of the male deification stages the first male monotheistic creator god and indeed well noticed – not at the beginning of the world – but only 650 b.o.c. , at the time of King Josia.

This first male monotheistic Creator God can supposedly create life through the word which – due to the lack of male fatherly birthing organs – originated from the male Logos and consequently can no longer be located on earth but in heaven, far away from the bodily reality of human life. In fact, this monotheistic creator god could only arise on the basis of a further patriarchal escalation stage, namely the mythological matricide, as described for the first time in 1100 BC in the Babylonian world creation epic ENUMA ELISH in the battle between Marduk and Tiamat.

Here we still stand today: on the level of the mythological matricide and building on the mythological matricide we still speak today not only everywhere of creation and never of birth and in this logic of matricide we can only think of God and religion as occupied by men. On the basis of the hubris of fatherhood, he, the zootechnical man, has declared himself to be the Creator, not only the Creator of life, but the Creator of the whole cosmos, the Creator of the world. He is theologically the Lord of our patriarchal world to this day.

In fact, this was not always the case, but as we could see in the brief historical outline, the male-father-hubris originated in human history only recently. The Acts of the Apostles in the New Testament still describe how the people in Ephesus cried out for their great goddess, who was called Artemis by the Greeks and Diana by the Romans. In Acts 19 in the chapter „The Revolt of Demetrius“ the outcry of the population is described impressively. It says:

„But there is not only danger for us that the temple of the great goddess Artemis will be ignored and that her glorious greatness, which worships all Asia and the world, will also be destroyed. But when they heard this, they were filled with rage and cried out, saying, „Great is Artemis the Ephesian! (Acts 19, 27-30).

Jacobsweg Teil 1

 

 

 

 

More about this in my book: „Der Jacobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland? The rediscovery of Europe’s roots, 2013, pp. 41-57

 

With the internalization of a male concept of God, the Theos, as the initial spark of today’s theologies, which in human history is for the first time verifiable in the zootechnical Neolithic, the slow detachment of God MOTHER from the earthbound natural religion of the Palaeolithic, which had shaped the religious understanding of the human species for 500,000 years, begins through the intermediate stages described above, the connection, detachment and reconnection to the mother’s body, the origin of religion, because religion does not coincidentally mean „tying up, untying up, tying back“ until today, which, however, also makes clear that unlike today through the manipulative-dogmatic brainwashing of the patriarchate suggests, religion can never be male-fatherly, but always only divine-maternal. Read more in:

500 000 years of matrifocal history

God MOTHER Paleolithic depictions

and in the following books

Books by Kirsten Armbruster

TRANSFORMATION:

Latefossen Mother Earth Milk Waterfall Video, Norway: Franz Armbruster

Theology, the invention of man as creator god, marks in fact the beginning of the destruction of the earth-bound religion of God MOTHER, rooted in nature and earth-connecting, because theology is nothing else than the attempt to make forget the natural mother-body-bound conditions of life to the human mothers, the animal mothers and mother earth. And it is no coincidence that all three monotheistic theologies originate from the area where the zootechnical Neolithic originated, nor is it a coincidence that the monotheistic man-god is a shepherd god, who gives his divine legitimation with the male insignia of power scourge and crook staff,  This explains why theology to this day is mainly reserved for penis bearers and why bishops still support their power with crooks today, because the Lord is a shepherd and the shepherd is the Lord of patriarchy.  But it also follows from this that the theological pastoral penispatriarchy certainly does not disappear in the modern feminist understanding of equality when women – as for example in Protestantism – are allowed to do what patriarchal men do, in which case the sermons of the man-God theologies spreading too. No, in such an understanding of equalization lies not the solution of the patriarchal problem of nature destruction, because the ideology of man-God creation originates – as we have seen – from the Logos of matricide, which can be equated with the murder of nature.

Biology instead of biologism

From mother biological facts and male „seed“ – How patriarchy degrades mothers to passive vessels

In fact, theology is the patriarchal manifesto against nature.  Neither feminist theology nor today’s „modern“ theological-political lamenting about the „preservation of creation“ can deceive about it, because the man-God-word, the creation tool of patriarchy for lack of fatherly fertility, from which we may not take away any yota by theological doctrine, says in summary nothing else than:

Subdue the earth, the women and all beasts and rule over these subjects.

The consequence of such nature-mother murder patriarchal indoctrination is the present separation of man from nature and the physical realities as a whole. It is the root and at the same time the main evil of patriarchy.

The isolated consideration of climate change as an expression of the destruction of nature caused by patriarchy, which is forced by the media today, is thus only a drop on the stones of our habitat, the earth, overheated by patriarchal dogmas. So the current climate efforts will not be enough to save survival on Earth unless we understand the roots of patriarchy, the roots that lie in a life-destroying theory blending of capites-animal-bred growth economics, the associated religion-is-male lies, and a negation of the Mother’s Natural Integrative Order. For, as we can see, there is a close correlation between today’s destruction of nature, the emergence of agriculture, especially zootechnical agriculture, capitalism, exponential population growth, war, and the theologies, all of which are based on the abuse of mothers, that is, structural violence against human mothers, animal mothers, and Mother Earth through the transformation of the original motherland into fatherlands through war.

The causal research of the Interdisciplinary Patriarchal Critique is thus the key to solving our problems. If we understand this in its entirety, then we can develop a package of measures to save life on earth from the complete destruction of patriarchy. With symptom doctoring on the basis of climate warming  alone, we will not succeed. The patriarchal critical view of the theologies, which were placed under special protection by the nature-destroying patriarchy, is thereby systemically relevant in both directions, once in the direction of the dissolution of false life dogmas, which in truth have proved to be death dogmas, and then in the direction of the necessary sanctification again and the accompanying healing of nature, the basis of our life. The good news: God MOTHERS lives and she is stronger than patriarchy

 

Der Jacobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland? Die Wiederentdeckung der Wurzeln Europas; Teil 1

Das Buch

Inhaltsverzeichnis:

Der Jacobsweg ein Kriegspfad?
Jacob der Maurentöter und der Sternenwegmythos zum Ende der Welt 7

Die Muschel
Die Muschel als Grabbeigabe – Die Muschel als Symbol für das Tor zur Welt – Das Geheimnis der Schlupfsteine – Die Muschel als Bauchmutter des Meeres

Der Ursprung von Wallfahrten
Wallfahrtswege als Erbe der Altsteinzeit – Die ursprüngliche Bedeutung von Anna-Orten – Die Mutterwurzelsilbe KALL – Die Wurzeln der Worte Galgen und Mann

Die Wurzeln Europas
Atapuerca oder 1,3 Millionen alte Menschenspuren am Muschelweg – Die frankokantabrischen Höhlen als UNESCO-Weltkulturerbe – Die Basken und warum drei Viertel unserer Gene von ihnen abstammen

Höhlen als Kathedralen der Steinzeit
Sakralkunst – Die kopflosen Frauen als kulturelle Ikonen Europas – Die Mutter der Tiere – Die Vulva als Tor zu neuem Leben – Der Ursprung von Sprache und Religion in der Evolution des Menschen – Kannibalismus als AhnInnenkult – Von Pech-Marie und Gold-Marie – Das TAU – ursprüngliches Symbol von Gott der MUTTER – Die Brunnen-zeichnung in der Grotte de Lascaux und Parallelen zur ägyptischen Mythologie

siehe auch:

Die BaskInnen und warum drei Viertel unserer Gene von ihnen abstammen

Atapuerca oder 1,3 Millionen alte Menschenspuren am Muschelweg