Gott MUTTER Darstellungen vom Neolithikum bis zum Mythologischen Muttermord (1)

Gott MUTTER Darstellungen vom Neolithikum bis zum Mythologischen Muttermord

Die 500 000 jährige Matrifokale Religion von Gott MUTTER  finden wir auch im Neolithikum sogar bis zum Mythologischen Muttermord siehe auch

500 000 Jahre Matrifokale Geschichte

Gott MUTTER Darstellungen im Paläolithikum

Die höchste Form der patriarchalen Diskriminierung ist die Behauptung, dass Gott ein Vater und Religion männlich ist

Teil 1: Galerie Gott MUTTER Darstellungen aus:

Israel, Syrien (Levante), Saudi-Arabien, Türkei, Irak, Pakistan, Iran, Ägypten, Magrebh, denn im anatolisch-syrischen Raum und im Gebiet des Fruchtbaren Halbmonds beginnt das Neolithikum, mit aufgenommen in die Galerie wurde eine Gott MUTTER Darstellung aus Australien

 

Überblick Zeittafel vom Neolithikum (Jungsteinzeit) bis zur Eisenzeit

Abkürzungen v.u.Z.: vor unserer Zeitrechnung

Neolithikum :  

ab 10 500 v.u.Z. in Anatolien und im Vorderen Orient

ab 6500 v.u.Z. in Südosteuropa

ab 5500 v.u.Z. in Mittel- und Westeuropa

Kupfersteinzeit (Chalkolithikum): ab circa 5500 v.u.Z.

Bronzezeit: ab circa 3300 v.u.Z. im Vorderen Orient, ab 2000 v.u.Z. in Mittel- und Nordeuropa

Eisenzeit: ab 1400 v.u.Z. in Kleinasien, ab 1000 v.u.Z. in Euopa

Mythologischer Muttermord: 1100 v.u.Z. im babylonischen Weltschöpfungseps ENUMA ELISH im Kampf zwischen Marduk und Tiamat; 650 v.u.Z. in der Zeit von König Josia Durchsetzung der ersten monotheistischen Theologie im Judentum; 458 v.u.Z. Muttermord in der griechischen Orestie; im Katholizismus und in der orthodoxen Kirche verliert die Mutter ihre Göttlichkeit und überlebt nur als Dienerin des HERRN eines Hirtengottes mit Geißel und Krummstab; im Protestantismus wird die Mutter theologisch völlig entsorgt und im Islam überlebt Gott MUTTER ebenfalls nicht;

Fruchtbarer Halbmond

Im anatolisch-syrischen Raum und im Gebiet des Fruchtbaren Halbmonds beginnt ab 10.500 v.u.Z. (vor unserer Zeitrechnung) das Neolithikum, das mit einer produzierenden Lebensweise und mit Sesshaftigkeit einhergeht; Bild: Wikimedia Commons gemeinfrei

Ausgelöst von einer starken Klimaerwärmung im Übergang vom Pleistozän zum Holozän verändert sich aufgrund einer veränderten Flora und Fauna schrittweise die wildbeuterische Lebensweise der Sammlerinnen und Jäger hin zu einer produzierenden Lebensweise, die mit Sesshaftigkeit einhergeht. Das Neolithikum beginnt ab 10 500 v.u.Z. im anatolisch-syrischen Raum und im Gebiet des „Fruchtbaren Halbmonds“. In anderen Gebieten leben die Menschen weiterhin als WildbeuterInnen, weshalb man hier von Epi-Neolithikum oder Mesolithikum spricht. In Südosteuropa beginnt das Neolithikum erst ab 6500 v.u.Z., in Mittel- und Westeuropa erst ab 5500 v.u.Z. mit der LBK Kultur (Linearbandkeramik), die ihre Wurzeln in der serbischen Starcevo-Köros-Kultur in der Nähe des heutigen Belgrad als Teil der sogenannten Donauzivilisation hat.

Auch wenn im Laufe des Neolithikums erste Patriarchalisierungsschritte im Zuge der Tierzucht vollzogen werden, die im Verlauf des anschließenden  Metallzeitalter schließlich zur Durchsetzung der heterosexuellen Paarordnung mit der Väterherrschaft etablierenden sogenannten Heiligen Hochzeit und einem Gott-Göttinnen- Paarverständnis unter männlicher Leitung führten und damit den Weg bereiteten zum heutigen Patriarchat, in welchem Gott MUTTER durch theologische Indoktrinationen ihre Göttlichkeit völlig abgesprochen wurde und Mütter heute weltweit die am stärksten diskriminierte gesellschaftliche Gruppe darstellen und zwar nicht nur theologisch, sondern auch ökonomisch und rechtlich, (siehe Armbruster, Kirsten: Mütterarmut, 2019), so können wir dennoch bis zum Mythologischen Muttermord, der erstmals 1100 v.u.Z. im babylonischen Weltschöpfungsepos ENUMA ELISH im Kampf zwischen der Göttin Tiamat (Dea Mater) mit dem Gott Marduk und in Europa 458 v.u.Z. in der griechischen Orestie und weiteren antiken Schriften vollzogen wird, viele Gott MUTTER Figurinen, nicht nur in Europa, sondern gerade auch im Nahen Osten und im Vorderen Orient finden, die in der Tradition der paläolithischen Gott MUTTER Darstellungen mit einer starken Würdigung und Heiligung ganzheitlicher Mutterkörperlichkeit stehen, was u.a. in der häufigen Nabelbetonung sichtbar ist. In diesen Figurinen wird deutlich, dass die  Mutterfigurinen nicht als Sexobjekte eines heterosexuell-patriarchalen Männerkults zu verstehen sind, wie nackte Frauen im heutigen Patriarchat, sondern Ausdruck der Matrifokalen Integrativen Ordnung der Mutter sind, da wir alle nabelgebunden von Müttern ins Leben getragen werden, egal ob weiblich. männlich, intersexuell oder transgender.

Ebenfalls deutlich wird , dass diese Gott MUTTER Figurinen sich in ihrer Darstellung deutlich von den namentlich genannten Göttinnen unterscheiden, die ab der Bronzezeit bereits alle für eine missbrauchte Mutterschaft innerhalb eines hierarchischen Männerpantheons stehen, was unter anderem durch Kleidung angezeigt wird, welche ganz bewusst die Nabelabstammung eines jeden Menschen verdeckt.

Eine Auswahl an Gott MUTTER Darstellungen vom Neolithikum bis zum Mythologischen Muttermord in der Tradition der Matrifokalen Religion von Gott MUTTER im Paläolithikum

Ich danke meinem Mann Franz Armbruster, der mich auf all meinen Forschungsreisen begleitet und meine Forschungen zur Patriarchatskritik und Matrifokalität fotografisch und zeichnerisch mit großem Engagement dokumentiert hat

Gott MUTTER Darstellungen aus Israel

 

Bild1: Gott MUTTER Schamanin von Hilazon Tachtit aus Galiläa in Israel; Datierung 10 000 v.u.Z. , Natufien Kultur; Das bisher älteste jemals gefundene Schamanengrab ist das Grab einer Schamanin. Da sich die Menschen im Paläolithikum und im vortierzüchterischen Neolithikum GOTT ausschließlich als MUTTER vorstellten, handelt es sich bei der Schamanin von Hilazon Tachtit um eine Schamanin aus der Matrifokalen Religion von Gott MUTTER, was auch durch den paläolithischen Gott MUTTER Fund von Berekhat Ram, Datierung 280.000 – 250.000 v.u.Z, (Bild 2), der ebenfalls aus den Golanhöhen stammt, religionshistorisch abgesichert ist. Das Alter der Gott MUTTER Schamanin von Hilazon Tachtit wird von der maßgeblichen Archäologin Leore Grosman von der Hebräischen Universität in Jerusalem mit circa 45 Jahre angegeben und ihre Größe auf 1,50 m;  Foto: © P.Groszman/PNAS entnommen von http://www.gerhardbott.de/zu-den-palaeolithischen-homines-sapientes/priesterin-und-schamanin-vor-12000-jahren.html; Bild 2 und 3  Nachzeichnungen Franz Armbruster

Karte Shaár HaGolan

Die Gott MUTTER Figurinen von Munchata mit Vogelkopf, was die Figurinen als Tod- in Lebenwandlerinnender Matrifokalen religion von Gott MUTTER  auszeichnet,  wurden in Sha ´ar HaGolan, südlich vom See Genezareth ebenfalls am Fuße des Golan in Israel gefunden;  Datierung 6400-5800 v.u.Z. , Die Gott MUTTER Darstellungen stammen aus der Jarmuk-Keramik-Kultur

 

Gott MUTTER Darstellung aus Saudi-Arabien

Saudi-Arabien hat eine alte Gott MUTTER Tradition der Baityl, der heiligen Steine (siehe auch Armbruster, Kirsten: Gott die MUTTER, 2013, S. 25/26), die sich auch in Mekka im schwarzen Stein der Kaaba zeigt, der bis heute von einer vulvaförmigen Silbereinfassung umrahmt wird (Bild 2) und sogar noch das religiöse Zentrum der vorislamischen Göttinnen Al-LAT (Bild 1), MA-NAT und AL-UZZA war. Die Göttin AL-LAT ist die milchschenkende weiße Göttin (laban=Milch, arabisch; lac= Milch, französisch, siehe auch Laktation). MA-NAT enthält bereits in ihrem Namen die Muttersilbe MA und ist die Göttin von Frau Mond als Teil des ursprünglichen Kosmischen Mütterlichen Naturverständnisses. Bis heute ist dort die Mondsichel das Kennzeichen von Religion. MA-NAT gilt auch als Göttin des Schicksals. Ihr war ein großer schwarzer Stein geweiht, der sich an der Küste bei Qudayd zwischen Mekka und Medina befand. Al-Uzza bedeutet die Stärkste. Sie ist die altarabische Göttin des Morgensterns. Ihr Sitz wurde in einem roten Stein angenommen. Ihr Hauptheiligtum bestand in Suqam im Wadi Hurad bei Nakhla aus drei Samurra-Bäumen (Schirmakazien) und einem heiligen Stein mit einer Höhle. Im Zentrum von Mekka befindet sich bis heute der Brunnen Zam Zam, welcher der Stammmutter der Araber Hagar geweiht ist. (mehr dazu in Armbruster, Kirsten: Je suis Charlène, 2015). Tatsächlich hat Saudi-Arabien aber eine viel ältere Gott MUTTER Tradition, gut zu erkennen in der Gott MUTTER Darstellung aus Qara (Bild 3),  uneinheitliche Datierung ab ca. 10.000 v.u.Z.: Die Datierung der Gott-MUTTER Darstellung aus Saudi-Arabien ist uneinheitlich, da angenommen wird, dass die circa 3 m hohen Felszeichnungen wohl zu unterschiedlichen Zeiten ergänzt wurden. Deshalb wird ein Entstehungszeitraum zwischen 10.000 und 1.000 v.u.Z. datiert. Qara liegt im Norden Saudi-Arabiens in der Nähe des Al Khanafah Wildlife Sanctuary, unweit der Grenzen zum heutigen Jordanien und Irak. Bild 1: Göttin Al-LAT aus Hauran, Region Basra, Südsyrien, Datierung 2000-1000 v.u.Z., eine nabatäische Inschrift gibt den Namen des Stifters mit Qaram aus Kharaba an; Foto Franz Armbruster, Louvre, Paris, Frankreich; Bild 2: Wikimedia Commons, 2011: User Khaled; Bild 3: Nachzeichnung Franz Armbruster aus Anati, Emanuel: „Aux origines de l ´art“, 2003, S. 234/235

Gott MUTTER Darstellungen aus der Türkei

Gott Mutter Darstellung und matrilineare Abstammung aus Kappadokien, Türkei

Bild 1: Gott MUTTER Darstellung mit Doppelaxt-T-Symbol (Labrys)
aus der Höhle Palanli bei Adiyaman, Kappadokien, Türkei, Datierung: Ende Paläolithikum bzw. Epipaläolithikum; Bild Nachzeichnung Franz Armbruster aus Anati, Emanuel: „Aux origines de l’art“, 2003, S. 229

In der Höhle Palanli finden sich Tierzeichnungen aus dem Aurignacien. Bei der oberen Zeichnung wird die Datierung von Emmanuel Anati in seinem Buch jedoch mit Ende des Paläolithikums angegeben. Auf dieser Zeichnung deutlich sichtbar sind neben der Großen Gott MUTTER Darstellung, mehrere weitere weibliche Darstellungen sowie ein weiblicher Unterleibstorso. Unter den Frauenabbildungen befindet sich – fein punktiert – eine Tierzeichnung. Außerdem finden sich dort die Ritzzeichnungen zweier Sonnen, die eventuell den Tagesverlauf der Sonne von Ost nach West wiedergeben und ein wichtiger Anhaltspunkt waren für das naturzyklusbasierte Wiedergeburtsverständnis in der Matrifokalen Religion von Gott MUTTER. Auffallend an der Zeichnung ist die Doppelaxt, die Labrys, als deutlich sichtbares T-Wiedergeburts-Symbol.

Das T-Symbol als Wiedergeburtssymbol findet sich bereits in vielen paläolithischen Mutterhöhlenheiligtümern, zum Beispiel in der Höhle Altamira und der Höhle Cueva de La Pasiega in Spanien und auch in der Höhle Pech Merle (Lot),  in der Höhle Chauvet (Ardèche) oder in der Höhle Le Placard (Charente) in Frankreich und auch noch später als Labrys in Kreta oder in kupfersteinzeitlichen Gräbern in Warna und aus Jade in Dolmengräbern in der Bretagne in Frankreich. Deutlich ist, dass es sich bei den Labrys-Doppeläxten nicht um Waffen handelt, denn weder Gold noch Jade sind geeignete Werkstoffe als Arbeits- oder gar Kriegsgerät. Tatsächlich hat die Labrys eine enge Wortverwandtschaft mit den Venuslippen der Vulva, die auch als Labien bezeichnet werden und mit dem Labyrinth. Labyrinth heißt nämlich „Haus der Labrys“ und das Labyrinth ist folglich das Symbol der Gebärmutter, der Raum der Geburt und der Wiedergeburt. (Armbruster, Kirsten: Das Muttertabu oder der Beginn von Religion, 2010, S. 102). Das ZDF berichtete 2004 in einer Terra X Sendung über das Labyrinth, dass in Indien bis heute das Labyrinth die Gebärmutter verkörpert und seine Ringe den Weg des Ungeborenen durch die sieben Räume ins Leben wiedergeben. (ZDF Mediathek, 9.8.2004). In enger Analogie steht die Labrys-Doppelaxt zu den Flügeln der Schmetterlinge. Der Schmetterling ist ebenfalls wie die Schlange ein Symbol für die Metamorphose des Lebens. Carola Meier-Seethaler schreibt dazu:

Der Schmetterling … gilt im Alten Kreta als ein Seelentier, das Erdgeburt, Todeswandlung und Neugeburt symbolisiert. Sein jährliches Absterben im Herbst und sein Wiedererscheinen im Frühling unterstützt den Gedanken an die Wiedergeburt“. (Meier-Seethaler, Carola: Von der göttlichen Löwin zum Wahrzeichen männlicher Macht“; Ursprung und Wandel großer Symbole, 1993, S. 41).

Bild 2 stammt ebenfalls aus Kappadokien und zeigt das typische matrilineare Mutter-Tochter-Abstammungsverhältnis im Matrifokalen Verständnis der Steinzeit, Datierung: Ende des 3.Jahrtausends v.u.Z. ; Foto: Franz Armbruster, Louvre, Paris, Frankreich

 

Ältestes, von Menschen gebautes Mutterhöhlenheiligtum der Welt in Göbekli Tepe (=Bauch mit Nabel), Anatolien, Türkei:

Während im Paläolithikum die Höhlen als Mutterhöhlenheiligtümer Naturräume der Religion von Gott MUTTER sind, finden wir im Neolithikum erstmals von Menschen gebaute Mutterhöhlenheiligtümer als Orte des Totenkults und der Wiedergeburt. Natürlich werden diese Sakralbauten dem Körper der Mutter nachgestaltet. So finden wir ab 9600 v.u.Z. in Göbekli Tepe, in Anatolien, in der Türkei, unter von Menschen angehäuften bauchförmigen Erdhügeln, kreisrunde, steinerne Gebärmutterräume mit Vagina als Gebärkanal als frühe Formen eines Labyrinths in Verbindung mit T-Wiedergeburtssäulen und Schalensteinen. Auch die Dolmengräber mit bauchförmigem Tumulus in Westeuropa, die zum Beispiel in Portugal bis heute Mámoas heißen, spiegeln die Matrifokale Wiedergeburtsreligion von Gott MUTTER wider. Erstmals in Malta und Gozo finden wir schließlich die ersten Tempelanlagen und Totenkultstätten als Ganz-Körpertempel von Gott MUTTER, ebenso wie in Sardinien, in Sizilien und in Irland und tatsächlich finden wir beides – allerdings patriarchal besetzt – bis heute in den Kathedralen. Wir mögen heute von mütterlichen Körperlichkeiten entfremdet sein, die Menschen der Steinzeit waren es nicht. Schemazeichnungen des mütterlichen Körpers verdeutlichen die vom Phallus- und Sexualisierungskult des Patriarchats verdrängte matrifokale Sichtweise der Steinzeit.

Der mütterliche Körper als Vorlage für die ältesten Gott MUTTER Tempel

Bild 1: Die anwachsenden Körperräume einer Frau während der Schwangerschaft; Bild 2:  Die Gebärmutter mit der Vagina als Gebärkanal; Zeichnungen: Franz Armbruster

Bild 1: Schemazeichnung der Gebärmuttertempelanlage mit T-Pfeilern im ältesten Teil der Tempelanlage in Göbekli Tepe, Anatolien, Türkei,  Schicht III, Datierung 9000 – 8500 v.u.Z., Nachzeichnung: Franz Armbruster; Tatsächlich heißt Göbekli Tepe übersetzt nichts anderes als „bauchiger Hügel“ oder auch „Hügel mit Nabel“. Mehr zum T-Symbol als Wiedergeburtssymbol findet sich in Armbruster, Kirsten. „Der Jacobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland? Die Wiederentdeckung der Wurzeln Europas, Teil 1, 2013 (S. 155-175); Bild 2: Ritzzeichnung der gebärenden Gott MUTTER in der typischen M-Gebärhaltung auf einer Steinplatte in Göbekli Tepe. Sie wird auf 8800-8000 v.u.Z. datiert, Nachzeichnung: Kirsten Armbruster

Detailansicht der T-Säulen mit Geburtsdarstellungen; Bild 1 aus Göbekli Tepe, Bild 2 aus Kilisik, Fundort Adiyaman-Kilisik, 8000 v.u.Z.;  Nachzeichnungen Franz Armbruster aus „Vor 12 000 Jahren in Anatolien; Die ältesten Monumente der Menschheit, Badisches Landesmuseum Karlsruhe, 2007)

In gleicher Tradition und ebenfalls abgeleitet aus der einst heiligen nackten Mutterkörperlichkeit aus der Matrifokalen Religion von Gott MUTTER ist das Labyrinth als Gebärmutter in der Kathedrale von Chartres, die natürlich bis heute der Madonna von Notre Dame de Chartres geweiht ist (Frankreich) oder auch die Petroglyphen als Nabelsteine von Laxe das Rodas aus Galicien in Nordspanien (Mutterwurzelsilbe Kall wie in Höhle und patriarchal dämonisiert in Hölle) ; Frankreich und Nordspanien mit ihrer langen paläolithischen Höhlentradition als Kathedralen von Gott MUTTER sind bis heute tief verwurzelt in der uralten Matrifokalen Religion von Gott MUTTER, was die vielen Notre Dame Kathedralen und die Fülle an Schwarzen Madonnen zeigen, auch wenn sie heute durch das Christentum patriarchal missbraucht werden

Bild1: Das Gebärmutter-Labyrinth in der Kathedrale der Notre Dame von Chartres, Frankreich; Nachzeichnung Franz Armbruster; Bild 2,3,4: Nabelstein-Petroglyphen  von Laxe das Rodas, Galicien, Nordspanien, welche die mutterkörperliche Nabel-Verbindung zwischen Mutter und Kind deutlich zeigen; Bilder: Fotos Franz Armbruster;  (mehr dazu in Armbruster, Kirsten: Der Muschelweg – Auf den Spuren von Gott MUTTER – Die Wiederentdeckung der matrifokalen Wurzeln Eurpas, 2014, S. 14-42)

Gott MUTTER Darstellungen aus Çatal Höyük, Türkei, circa 6500 v.u.Z.

Çatal Höyük ist eine neolithische Siedlung in Anatolien in der Türkei in der Nähe von Konya, die zwischen 7000 und 5700 v.u.Z. also bereits in der Zeit der Rinderdomestikation datiert wird. In Çatal Höyük gibt es mehrere Gott MUTTER Darstellungen. Die berühmteste ist die Gott MUTTER Darstellung auf dem sogenannten Leopardensessel (großes Bild 4). Wir finden in Çatal Höyük,  wie im Paläolithikum auch, nach wie vor die häufige mütterliche Analogie zwischen Menschenmutter und Tiermutter, hier in der Darstellung der Bärenmutter in der typischen Gebärhaltung der gespreizten Beine (unteres Bild links), sowie die Darstellung der matrilinearen Mutter-Tochter-Abstammung (unteres Bild rechts), was alles für ein nach wie vor tief verankertes Matrifokales Verständnis spricht.  Allerdings finden wir in Chatal Höyük aber auch die den Stier gebärende Gott MUTTER, der Stier, der in dieser Zeit erstmals als Manifestation männlicher Fruchtbarkeit dargestellt wird, als frühe Form eines männlichen Fruchtbarkeitgottes. (unterstes der drei kleinen Bilder) Desweiteren finden wir – anders als in den paläolithischen Höhlen, wo es keine Jagdszenen gibt, erstmals mehrere Darstellungen von Jagdszenen, von denen die Jagd auf einen roten, männlichen Stier (mittleres der drei kleinen Bilder), die bekannteste ist. (mehr dazu in Armbruster, Kirsten: Mütterarmut, 2019, S 38-42). Nehmen wir noch Bild 1 hinzu, welche die menschengeschichtlich erste Darstellung einer bilinearen Abstammung zeigt durch die Kombination eines heterosexuellen Liebesaktes im linken Teil des Bildes und der Darstellung einer Mutter mit Kind im rechten Teil des Bildes, so können wir paralell zur Matrifokalität bereits erste Veränderungen zur Etablierung der späteren heterosexuellen Paarordnung in Verbindung mit individueller Vaterschaft erkennen.  Bild 1: Foto Franz Armbruster, Museum of Anatolinan Civilizations, Ankara; Bild 2: Jagd auf den roten Stier; Creative Commons 3.0, User: Omar Hoftun; Bild 3: Gott MUTTER gebärt den Stier; Creative Commons Attr.-Share 3,0 Unported License, User: Elelicht; Bild 4: Gott MUTTER auf dem Leopardensessel; GNU Free License, User: Nevit Dilnen; Bild 5: Die Bärenmutter in Gebärhaltung, Nachzeichnung Franz Armbruster; Bild 6: Creative Commons Attr.-Share 4.0 International

Gott MUTTER Darstellungen aus Hacilar, Türkei

Hacilar Höyük ist eine Siedlung im Südwesten der Türkei in der Nähe von Burdur, deren Siedlungsspuren zwischen 8000 und 5000 v.u.Z. reichen. Die oben dargestellten Gott MUTTER Figurinen entstammen vermutlich aus der Zeit zwischen 5200 und 5000 v.u.Z., also bereits aus der Kupfersteinzeit;  Bild 1: gemeinfrei, User Andreas Praefcke; Bilder 2-4: GNUR Free License User Sailko

Gott MUTTER Darstellungen aus dem Irak, keramisches Neolithikum

Auch im heutigen Irak, im Zweistromland (Mesopotamien) zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris finden wir mit der Hassuna- und der Samarrakultur ein keramisches Neolithikum und Gott MUTTER Darstellungen in der Tradition der Matrifokalen  Religion von Gott MUTTER. Auf dem Hügel Tell es-Sawwan, circa 90 km entfernt vom heutigen Bagdad fanden sich Reste eines neolithischen Dorfes, dessen älteste Schicht auf 6300 v.u.Z. datiert ist. Die ausgegrabene Keramik wird der Hassuna-Kultur zugeordnet. In 130 dort gefundenen Gräbern, in der die Toten in embryonaler Hockstellung bestattet waren, fanden sich häufig Muttergottheiten als Grabbeilage. Bild 1 zeigt eine dieser Darstellungen von Gott MUTTER. Sie ist, wie viele von ihnen, aus Alabaster gearbeitet. Die Augen der Muttergottheiten sind in der Regel in Bitumen eingelegte Muscheln, schreibt Wikipedia am 10.01.2018 unter dem Begriff Tell-as-Sawwan. Muscheln sind ein urweibliches Symbol der Wiedergeburt und finden sich auch schon in vielen paläolithischen Begräbnisstätten auch in Europa. (mehr dazu in Armbruster, Kirsten: Der Jacobsweg – Kreigspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland? die Wiederentdeckung der Wurzeln Europas, Teil 1; 2013, S. 28-65). Die zweite Gott MUTTER Darstellung wird der anschließenden Samarra-Kultur zugeordnet. Die Datierung ist allerdings uneinheitlich und variiert zwischen 6000 und 5000 v.u.Z.. Wikipedia schreibt über die Samarra Kultur, dass das Produktionszentrum dieser Ware am Tigris in der Nähe des heutigen Mossul vermutet wird und, dass die Keramik die älteste Buntkeramik Nordmesopotamiens ist. Bild 1: Foto aus dem Louvre, Paris, Frankreich, Wikimedia Commons, public domain, User Jastrow, Bild 2: Foto aus dem Louvre; Paris, Frankreich, GNU Free License, User: PHGCOM; Bild 3: Karte Mesopotamien Wikimedia Commons public domain, User: Crates

Auch noch in der Bronzezeit, also bereits zu hierarchisch-herrschaftlich-patriarchalen Zeiten von König Hammurabi, dem König von Akkad und Sumer, finden wir im Gebiet zwischen Euphrat und Tigris, im heutigen Irak, noch Gott MUTTER Figurinen in der Tradition der Matrifokalen Wiedergeburtsreligion von Gott MUTTER. Bild 1: Gott MUTTER mit Vogelkopf aus Mari (Mari liegt heute in Syrien, direkt an der Grenze zum Irak), Gott MUTTER mit Vogelkopf finden wir häufig als Ausdruck der Wandlung von Tod in Leben, da die Körper der Toten oft den Totenvögeln überlassen wurden (mehr dazu in Armbruster, Kirsten: Der Muschelweg – Auf den Spuren von Gott MUTTER, 2014, S. 152-160); Bild 2: Gott MUTTER Darstellungen aus Eshnuma, Datierung 2000 v.u.Z.; beide  Fotos: Franz Armbruster, Louvre, Paris, Frankreich

Gott MUTTER Darstellungen aus Syrien

In Syrien finden wir in der neolithischen Halaf-Kultur eine Gott MUTTER Darstellung, die große Ähnlichkeit besitzt mit der neolithischen Hasssana-Samarra-Kultur im heutigen Irak (siehe oben), Datierung zwischen 5000 und 4000 v.u.Z.; Bild 1: Karte: Foto Franz Armbruster, Louvre, Paris, Frankreich, Bild 2: Wikimedia Commons, Creative Commons, Attr. Share 3.0 Unported License, Attribution: Walters Art Museum

Auch in Syrien finden sich am Ende der Bronzezeit noch viele Gott MUTTER Darstellungen in der Tradition der Matrifokalen Wiedergeburtsreligion von Gott MUTTER mit auffallender Nabelbetonung und teilweise mit Vogelkopf, welche Gott MUTTER in ihem Verständnis der Lebensgebärerin und der Lebenswandlerin von Tod in neues Leben zeigt, Bild 1: keine nähere Angabe des Fundorts; Bild 2: linke Gott MUTTER Figurine Ortsangabe: Mo ´airet Hirmil;  rechte Figurine Ortsangabe: Sélimiyé; Bild 3: Gott MUTTER aus Hana, Datierung der Gott MUTTER Figurinen: 2000-1550 v.u.Z.; alle Bilder: Fotos Franz Armbruster, Louvre, Paris Frankreich

In Ras Shamra, im Nordwesten des heutigen Syrien, circa 11 km nördlich der heutigen Stadt Latakia, am Meer gelegen, wurden weitere Gott MUTTER Figurinen gefunden, welche der bronzezeitlichen Ugarit-Kultur, allerdings noch in der Tradition der Matrifokalen Wiedergeburtsreligion eingeordnet werden können, Die Flügelfigurinen mit Vogelkopf auf Bild 1 und 2 wurden in der Nähe des zur Stadt Ugarit gehörenden Hafens Minet el-Beida gefunden; Bild 3 und 4  zeigen mit ihren Vogelköpfen, der Nabel- und der Vulvadreiecksbetonung ebenfalls noch das Gott MUTTER Verständnis der Matrifokalen Wiedergeburtsreligion; Datierung der Figurinen 1400-1300 v.u.Z.; alle Bilder: Franz Armbruster, Louvre, Frankreich

Gott MUTTER Darstellungen  aus der Induskultur im heutigen Pakistan

 

Karte_Harappa

Karte mit antiken Grabungsstätten im Industal, wobei sowohl die neolithische Siedlung Mehrgarh als auch die bronzezeitlichen Siedlungen Mohenjo Daro und Harappa im heutigen Pakistan liegen, Bild Karte: GNU Free License

Das Neolithikum im Industal, im heutigen Pakistan beginnt circa 8000 v.u.Z. . Die am besten erforschte neolithische Stätte ist Mehrgarh mit einer Besiedlungszeit von 7000 bis 5500 v.u.Z.. Dort finden sich auch mehrere Gott MUTTER Darstellungen in der Tradition der Matrifokalen Religion von Gott MUTTER. Mehrgarh gehört zu der neolithischen Siedlungsgruppe der Indus-Kultur, zu denen auch die bronzezeitliche Harappa-Kultur und die ebenfalls bronzezeitliche Kultur von Mohenjo Daro gehören. Erste Siedlungsspuren von Mehrgarh datieren auf 7000 v.u.Z. . Der Fundort befindet sich in Belutschistan, im heutigen Pakistan auf der Kachi-Ebene in der Nähe des Bolan-Passes zwischen den heutigen Städten Quetta, Kalat und Sibi (Wikipedia. Stichwort Mehrgarh); Bild1: Datierung circa 5500-2400 v.u.Z., heute im Barbier-Mueller-Museum, Genf, Schweiz;     Bild 1: Creative Commons Attr. Share 1.0 Generic, User. Nataraja-commonswiki; Bild 2 und 3: Datierung 3000-2500 v.u.Z.  Fotos Metropolitan Museum of Art an Wikimedia Commons gespendet unter der Lizenz: CCO 1.0 Verzicht auf Copyright

Die bronzezeitliche Induskultur, eine der frühesten städtischen Kulturen in Mohenjo Daro und in Harappa, welche zwischen 2800 und 1800 v.u.Z. datiert werden,  zeigen in bisherigen Ausgrabungen  keine Gott MUTTER Figurinen in der Tradition der Matrifokalen Religion von Gott MUTTER. Die beiden oberen in Mohenjo Daro gefundenen Figuren, links die überschlanke junge Frau aus Bronze und rechts die bereits als Priesterkönig titulierte Steinfigur weisen hingegen bereits sehr eindeutig patriarchale Rollenzuweisungen auf; Bild1: Foto Replik von Joe Ravi aus Chhatrapati Shiraji Maharaj Vastu Sangrahalaya in Mumbai Indien, Creative Commons Attr.-Share 3.0; Bild 2: Creatice Commons Attr.-Share 1.0 Generic License; User: world 66.com

Gott MUTTER Darstellungen aus dem Iran

Neolithikum im Iran

Neolithische Gott Mutter Darstellung aus Tappeh Sarab bei Kermanshah, Iran, Datierung circa 7000-6100 v.u.Z. ; heute im National Museum of Iran; Bild: Creative  Commons Attr.-Share 4.0 International, User: Nationalmuseumofiran

Bronzezeit und Eisenzeit im Iran

Auch wenn die Bronzezeit und die Eisenzeit im Iran – genauso wie in Mespotamien, dem heutigen Irak, schon stark durch hierarchisch- patriarchale Königsherrschaft und viele Kriege geprägt ist, haben sich hier in verschiedenen Gebieten noch jenseits der Königshierarchie und mit ihnen verbundenen, bereits ebenfalls stark patriarchalisch geprägten Gott-Göttinnen-Genealogien, viele Gott MUTTER Darstellungen erhalten, welche in der Tradition der Matrifokalen Religion von Gott MUTTER stehen und die ursprüngliche Heiligung von Mutterkörperlichkeit bewahrt haben.

 

Karte Dschiroft

Die Dschiroft Kultur ist eine bronzezeitliche Kultur im südöstlichen Iran, die zwischen 2800 und 2300 v.u.Z. datiert wird und sich durch außergewöhnliche Chloritgefäße und andere Darstellungen aus Chlorit auszeichnen, das in Steinbrüchen abgebaut wurde. Die Dschiroft Kultur wird als vor-elamisch oder auch als trans-elamisch eingestuft.

Bild 1 zeigt eine auf den ersten Blick ungewöhnliche Gott MUTTER Darstellung als Mischwesen zwischen einer Menschenmutter und einer Skorpionmutter, hier in Form eines Brettspiels. Die Gott MUTTER Darstellungen als Mischwesen zwischen Mensch und Tier kennen wir allerdings auch in den paläolithischen Höhlen in Europa, zum Beispiel in der Höhle Chauvet in der Ardèche in Frankreich, wo es eine zentrale Gott Mutter Darstellung aus einer Pferde-Wisent-Menschenmutter gibt . In Göbekli Tepe in der Türkei finden wir auch bereits eine T-Wiedergeburtsäule auf der  eine Skorpionmutter großflächig abgebildet ist. Skorpionmütter sind rot oder schwarz und sie sind lebendgebärend. Sie tragen ihre Jungen bis zu 12 Monaten in ihrem Körper. Die Jungen sind immer weiß und werden von der Skorpionmutter später längere Zeit auf dem Rücken getragen. Wir finden bei der Skorpionmutter also die typisch Heiligen Mutterfarben Rot wie Blut, Weiß wie Schnee und Schwarz wie Ebenholz (mehr dazu in Armbruster, Kirsten: Der Jacobsweg- Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland, 2013, S. 155-176). Bild 2 zeigt eine rote Skorpionmutter, die fürsorglich ihre weißen Jungen auf dem Rücken trägt; Bild 3  zeigt auf einer Vase eine Gott MUTTER Darstellung mit den typischen Hörnern von Frau Mond, wie wir es auch aus den paläolithischen Höhlen in Europa von den in matrifokalen Herden lebenden Bisons (Wisente) kennen. Bild 1: Creative Commons Attr.-Share alike 4.0 International License, User Near EMPTiness, Bild 2: Wikimedia Commons, User: Fusion 121; Bild 3: Creative Commons Attr. Share Alike 3.0, User Zereshk

Die Gott MUTTER Darstellung aus Tepe Hissar stammt aus dem Nordiran in der Nähe der Stadt Damghan und wird zwischen 2300 und 1900 v.u.Z. datiert. Sie ist aus Alabaster, Bild: Creative Commons Attr.-Share alike 4.0 International License, User Near EMPTiness

Zwischen 2340 und 1000 v.u.Z. haben wir in dem auf der Karte gezeigten Grenzgebiet Elam im heutigen Iran und Mesopotamien im heutigen Irak, häufig wechselnde Herrschaftsgebiete, die aber nicht Thema dieser Zusammenstellung sein sollen. Ihnen allen gemeinsam ist, dass wir dort trotz eines bereits aussgesprochen kriegerischen Patriarchats in der Bronzezeit und der Eisenzeit in diesem Gebiet, eine Reihe von Gott MUTTER Darstellungen finden, welche die ursprüngliche Matrifokale Religion von Gott MUTTER mit der Heiligung von Mutterkörperlichkeit bewahrt haben. Viele der Figurinen zeigen eine ausgesprochene Nabelbetonung oder auch Vogelköpfe, was deutlich zeigt, dass es sich hier nicht um „Sexsymbole“ handelt, sondern um geheiligte Mutterkörperlichkeit als Gott MUTTER in ihrem lebensgebärenden und in ihrem Tod- in Leben wandelnden Aspekt.

Elam_Map-de.svg

Karte Elam: Creative Commons Attr.-Share 3.0 Unported License, User: Wkotwica

 

Gott Mutter Darstellungen aus der Akkadischen Periode im Iran; Datierung: 2340-2150 v.u.Z. ; Bilder Franz Armbruster: Louvre, Paris, Frankreich

 

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Gott Mutter Darstellungen aus der Alt-Elamischen Periode der III.Dynastie von Ur und der Dynastie von Simashki im Iran, Datierung: 2000-1940 v.u.Z.; Bilder Franz Armbruster: Louvre, Paris, Frankreich

 

Gott Mutter Darstellungen aus der Mittel-Elamischen Periode aus Susa im Iran, Datierung 1900-1000 v.u.Z., Bilder Franz Armbruster: Louvre, Paris, Frankreich

Gott MUTTER Darstellungen aus Luristan aus dem Zagrosgebirge nördlich von Elam im Iran; (3000-700 v.u.Z.); Luristan ist bekannt für seine Bronzedarstellungen, aber es gibt auch ältere Darstellungen aus Keramik; Bild 1: Gott MUTTER Darstellung als Augenidol, die auch in Europa vorkommt und erstmals von Marija Gimbutas in ihren wegweisenden Buch „Die Sprache der Göttin“ (1998) als Augengöttin beschrieben wurde , Bild 2: Darstellung der Gebärenden Gott MUTTER; Bilder: Franz Armbruster: Louvre, Paris, Frankreich

Karte Marlik

Marlik ist der Name eines ärchäologischen Fundplatzes im Norden des Iran, an dem Keramik und Bronze gefunden wurde; Datierung 1400-1100 v.u.Z.;

Gott Mutter Darstellungen aus Marlik, Iran, Bild 1 und 2: Gott MUTTER Darstellungen als Menschenmutter,  Datierung: 1400-1100 v.u.Z.; Bild 3: Gott MUTTER Darstellung als Bärenmutter;  die Analogie zwischen Menschenmutter und Bärenmutter finden wir auch in den paläolithischen Höhlen Europas und in Chatal Höyük in der Türkei. Bis heute besteht diese enge Analogie zwischen Menschenmutter und Bärenmutter; to bear heißt „tragen, zur Welt bringen, gebären“ und in dem Wort Ge-Bär-Mutter hat die Muttersprache bis heute die enge matrifokale Verbindung zwischen der Bärenmutter und der Menschenmutter bewahrt, Bild 1 und 2: Franz Armbruster: Louvre, Paris, Frankreich, Bild 3: Creative Commons Attr.-Share 1.0 Universal Public Domain, User: Daderot

Gott MUTTER Darstellungen aus Ägypten

Gott MUTTER Darstllungen aus dem vordynastischen Neolithikum in Ägypten

Es ist auffallend, dass in den Museen der Welt kaum vordynastische Gott MUTTER Darstellungen aus Ägypten zu finden sind, was vor allem daran liegen könnte, dass die Archäologie auf die patriarchale dynastische Zeit der Pharaonen fixiert ist. Niemand weiß, wieviel weitere Gott MUTTER Darstellungen aus der Matrifokalen Religion von Gott MUTTER mit der Heiligung von Mutterkörperlichkeit in den Archiven gelagert werden, ohne dass sie die Öffentlichkeit zu Gesicht bekommt.

Gott Mutter Darstellungen aus der Badari Kultur in Oberägypten, Datierung 4500-4000 v.u.Z.,  heute im Britischen Museum; Bild 1 und 2: Creative Commons Attr.-Share Alike Generic License, User: Own Work; Bild 3: Creative Commons Attr.-Share Generic License 2.0 , User: JM CC1

Bild 1: Gott MUTTER Darstellung mit dem Vogelkopf aus der kupfersteinzeitlichen Naqada IIa Kultur in Ägypten, Datierung 3500-3400 v.u.Z. , heute im Brooklyn Museum of Modern Art, Nachzeichnung Franz Armbruster; Bild 2: Gott MUTTER Dartellung aus der ägyptischen Sammlung im Louvre ebenfalls mit Vogelkopf, leider keine weiteren Orts- oder Zeitangaben nachvollziehbar; Foto: Franz Armbruster, Louvre, Paris, Frankreich

Gott MUTTER Darstellung aus dem Sudan, Neolithikum

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Gott MUTTER Darstellung Beset aus dem Sudan National Museum;  dort wird sie in typischer patriarchaler Abwertung und Verunglimpfung als als weiblicher Dämon tituliert, keine weiteren Angaben; Bild: Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International license, user. Clemens Schmillen

Gott MUTTER Darstellungen  aus den Magrebh-Staaten

 

In den heutigen MA-grebh Staaten MA-rokko, Tunesien und Algerien in Nordafrika finden wir natürlich auch die Matrifokale Religion von Gott MUTTER.

In Tan-Tan in MA-rokko auf der Nordseite des Wadi Draa wurde die älteste Gott MUTTER Darstellung der Welt mit den typischen Spuren von rotem Ocker von dem deutschen Archäologen Lutz Fiedler gefunden, deren Alter zwischen 300 000 und 500 000 Jahre geschätzt wird (Bild 2: Nachzeichnung Franz Armbruster); Bild 1 ist eine neolithische Felsritzzeichnung der gebärenden Gott MUTTER mit dem Titel „Der Ursprung der Welt„. Sie stammt aus Oued Djerat in der Wüste Tassili-n-Ajjer in  Algerien; (Nachzeichnung Franz Armbruster nach Foto von Maximilien Bruggmann); Die Magrebh Staaten haben nicht nur eine paläolithisch-matrifokale Gott MUTTER Tradition, sondern auch in der epipaläolithischen Capsien Kultur (9000-3000 v.u.Z.), deren Siedlungsgebiet sich über die heutigen algerischen und tunesischen Hochebenen erstreckt, finden wir die typischen matrifokalen Bestattungsriten in Embryonalhaltung mit Grabbeigaben und Ocker. Auf die Kultur der Capsien gehen möglicherweise die Berber zurück (Imazighen). Die Berberinnen haben in ihrer Keramik und in ihren Häusern bis heute viele matrifokale Elemente erhalten. (Mehr dazu in Makilam: „Die Magie kabylischer Frauen und die Einheit einer traditionellen Berbergesellschaft“ und „Magische Rituale in der Kunst kabylischer Frauen“, beide Bücher von 2007).

Gott MUTTER Darstellung aus Australien

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Gebärende Gott MUTTER Darstellung als Felszeichnung aus Nourlangie Rock, Darwin, Australien, Datierung 1000 n.u.Z., Foto: Franz Armbruster Museo Evolucion Humana, Burgos, Spanien

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