Von den Nikoläusen und Weihnachtsmännern dieser Welt – Hokus Pokus Fidibus

20180520_221144

Text: Dr. Kirsten Armbruster: Naturwissenschaftlerin – Patriarchatskritikerin – Autorin – Bloggerin – Mutter; Foto: Franz Armbruster

Wir sind im Patriarchat darauf konditioniert unsere Wünsche an Männer zu richten. Schon als Kind schreiben wir Wunschzettel an den Nikolaus, den Weihnachtsmann, das Christkind – was auch immer letzteres sein soll. Wir lernen, dass in der Regel der Vater mehr Kapital erwirtschaften kann als die Mutter. Das heißt, die Erfüllung unserer Geldwünsche richten wir an ihn, den Vater, wenn abhanden gekommen – wie auch immer – an den Staat, der auch ein Vater ist, denn der steht für das Vaterland. Im Beruf sind wir wieder überproportional abhängig von einem Mann – als Chef. Wir wenden uns besonders vertrauensvoll an einen Chefarzt, der auch meistens ein Mann ist, an einen Politiker, der in dem emanzipierten Deutschland auch zu zwei Dritteln ein Mann ist. Und natürlich wenden wir uns an Gott, der in jedem Fall ein Mann ist, denn der Mutter wurde ja mit dem Mythologischen Muttermord die Göttlichkeit entzogen. Und natürlich wenden wir uns mit unseren Wunschzetteln an die Priester, Pfaffen und Gurus dieser Welt des MA- chbaren Scheins. Der Reflex funktioniert, weil gut konditioniert.

Aber wer ist der Nikolaus – der Weihnachtsmann, dem wir vertrauensvoll unsere Wünsche übereignen, auf dass Er MAcht mit Hokus Pokus Fidibus, was wir nicht schaffen, wir die Mütter, denen im Patriarchat die Macht weg-gezüchtigt wurde? Steckt hinter dem Nikolaus in seinen Mutterfarben – Rot wie Blut – Weiß wie Schnee – Schwarz wie Ebenholz – wirklich Coca Cola?

Nein – der Nikolaus und der Weihnachtsmann stehen, wie kaum ein anderer, für die widernätürliche Aneignung der Lebens-MAchungskräfte der Mütter durch das Patriarchat. Die heiligen Mutterfarben finden wir nämlich schon in den Höhlenmalereien der Steinzeit, wo es um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens geht, um den Kreislauf des Lebens, um das Werden und Vergehen, die Geburt und den Tod.

Mehr dazu in Rot wie Blut – Weiß wie Schnee – Schwarz wie Ebenholz – Die Religion von Gott der MUTTER

und in Warum der Storch bis heute die Kinder bringt

Wer sich nicht an die Steinzeit zurückbindet, der versteht den Ursprung von Religion nicht, was nichts anderes ist als Anbinden, Losbinden und Rückbinden an die LebensMAchungskräfte der Natur, welche den Müttern anvertraut ist.

Mehr dazu in: 500 000 Jahre Matrifokale Kultur- und Religionsgeschichte

und unter: Die höchste Form der patriarchalen Diskriminierung ist die Behauptung, dass Gott ein Vater und Religion männlich ist

und unter der Gott MUTTER Galerie des Paläolithikums: Gott MUTTER Darstellungen Paläolithikum

Wer die Botschaft der Höhlen der Steinzeit nicht versteht, geht dem Hokus Pokus der Nikoläuse und Weihnachtsmänner dieser patriarchalen Welt auf den Leim.

Rot wie Blut – Weiß wie Schnee – Schwarz wie Ebenholz sind die einst heiligen Mutterfarben und das ist kein Hokus-Pokus-Märchen dieser Welt, sondern die Realität des Lebens, in die alle von uns hineingeboren werden.

Geht den Nikoläusen dieser Welt nicht weiter auf den Leim!

Weiterführende Literatur:

Armbruster, Kirsten – Gott die MUTTER – Eine Streitschrift wider den patriarchalen Monotheismus, 2013

Armbruster, Kirsten: Das Muttertabu oder der Beginn von Religion, 2010

Armbruster, Kirsten: Der Jacobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland – die Wiederentdeckung der Wurzeln Europas, Teil 1, 2013

Armbruster, Kirsten: Der Muschelweg – Auf den Spuren von Gott der MUTTER – Die Wiederentdeckung der matrifokalen Wurzeln Europas, 2014

 

 

 

Werbeanzeigen