Rot wie Blut – Weiß wie Schnee – Schwarz wie Ebenholz – Die Religion von Gott MUTTER

Vorwort aus dem Buch:

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Armbruster, Kirsten: Der Muschelweg – Auf den Spuren von Gott der MUTTER – Die Wiederentdeckung der matrifokalen Wurzeln Europas, 2014, S. 7-10

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Frau Storch in den heiligen Mutterfarben, Rot, Weiß und Schwarz bringt bis heute in der Überlieferung die Kinder; Foto: Franz Armbruster

Rot wie Blut – Weiß wie Schnee – Schwarz wie Ebenholz“. Diese, uns aus Märchen bekannten Farben, geben die Farben der göttlichen Kosmischen Mutter wieder, die als aseitätische, parthenogenetische Gott die MUTTER schon in den Höhlen des Paläolithikums (Altsteinzeit) im Zentrum von Religion stand. Bis heute wird dieses Alte Wissen tradiert durch die Überlieferung, der zur Folge der Storch, in seinen typischen Mutterfarben, die Kinder bringt, wobei die Wenigsten die Wurzeln dieser Überlieferung heute noch verstehen.

Das lateinische Verb „Religare“, das die Wurzel von Religion widergibt, wird nicht zufällig übersetzt mit: Anbinden, Losbinden und Zurückbinden. Tatsächlich weist diese Bedeutung deutlich darauf hin, dass es bei Religion ursprünglich um Bindung ging. Die Bindung an die Mutter und die Bindung an die matrilineare Ahninnenreihe durch einen mütterlichen Wiedergeburtsglauben, denn die engste körperliche Bindung, die Menschen im Leben jemals haben, ist die zwischen Mutter und Kind im Mutterleib. Diese Bindung beruht auf der blutpulsierten, roten Nabelschnur. Das Neugeborene kommt an der Nabelschnur angebunden auf die Welt. Um dort ein eigenständiges Leben zu führen, muss es von der Mutter losgebunden werden. Im Zurückbinden innerhalb der mütterlichen Ahninnenreihe schließt sich der Kreis. Der Tod wandelt sich in neues Leben.

Im Patriarchat wird die mütterliche Religion, die auf der matrilinearen Abstammung beruht, durch kopfgeburtliche Theologien ersetzt und im Zuge dieser Theologisierung von ursprünglicher Religion vermännlicht, wozu es vieler unnatürlicher Indoktrinationen bedarf. Gott wird als Ergebnis dieser kopfgeburtlichen Theologisierungen ein Vater. (Armbruster, Kirsten, 2014, S. 14-15). Das Wort Religion wird also von den patriarchalen Theologien missbraucht, denn das Wort Religion macht nur im mütterlich-göttlichen Verständnis einen Sinn.

In dem ersten Band dieser Reihe: Gott die MUTTER – Eine Streitschrift wider den patriarchalen Monotheismus (2013), wurden die Grundlagen der Religion um Gott die MUTTER, deren geschichtliche Einordnung sowie deren Vereinnahmung, Dämonisierung und scheinbare Vernichtung, insbesondere durch die monotheistischen politischen Theologien, wieder freigelegt.

Da der Europarat 1987 den Jacobsweg, der heute große Teile Europas durchzieht, zum ersten europäischen Kulturweg deklarierte, war es interessant, der Frage nachzugehen, ob sich die Religion von Gott der MUTTER auf diesem Wallfahrtsweg wiederfinden lässt. Da der Jacobsweg als Wallfahrtssymbol die Muschel hat, ein seit dem Paläolithikum (Altsteinzeit) bekanntes, zutiefst weibliches Symbol, war das wahrscheinlich. Der interdisziplinäre Ansatz der Patriarchatskritikforschung offenbarte dann auch sehr schnell, dass für den ersten europäischen Kulturweg nicht zufällig die Muschel als Wallfahrtssymbol gewählt wurde, sondern dass die Bezeichnung Jacobsweg für den ursprünglichen Muschelweg tatsächlich nur eine späte, patriarchal-kriegerische Überlagerung darstellt, und der Muschel-Wallfahrtsweg, wie kein anderer, die Religion von Gott der MUTTER bewahrt hat.

Diese, unser heutiges, von patriarchalen Indoktrinationen geprägtes Weltbild erschütternden Forschungsergebnisse wurden in dem ebenfalls 2013 erschienenen Buch: Der Jacobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland – Die Wiederentdec-kung der Wurzeln Europas, veröffentlicht.

Die Forschungsergebnisse im Überblick:

  • Die ältesten Spuren von Menschen in Europa finden wir in Atapuerca in Spanien am Muschelweg
  • Auf dem Muschelweg finden wir schon sehr frühe Spuren der Religion von Gott der MUTTER, denn die Muschel symbolisiert als Grabbeigabe schon im Paläolithikum in Verbindung mit rotem Ocker das Tor zu neuem Leben.
  • Wallfahrtswege sind ein Erbe der WidbeuterInnen aus dem Paläolithikum und in Europa sind sie vergleichbar mit den Traumpfaden der Aborigines in Australien.
  • Das Gebiet in Südfrankreich und Nordspanien, das heute zum Hauptweg des Muschelwegs zählt, ist in Europa das klimatische Rückzugsgebiet der Menschen während der Eiszeiten. Deshalb finden wir hier konzentriert die berühmten Höhlenmalereien des Paläolithikums, die sich als Kathedralen der Steinzeit erweisen, eingebettet in ein soziales Netz der Matrifokalität und in die Religion von Gott der MUTTER.
  • In den besonderen Focus rücken hierbei die Vorfahren der heutigen BaskInnen, deren Lebensgebiet nicht nur in Aquitanien in Südfrankreich zu finden ist, wo heute die vier Hauptrouten des französischen Muschelwegs sich vereinigen, sondern die gesamten Pyrenäen und den östlichen Teil Nordspaniens umfasste.
  • Da inzwischen humangenetisch nachgewiesen ist, dass die genetischen Wurzeln von 60-80% der heutigen EuropäerInnen auf die Vorfahren der BaskInnen zurückgehen, können wir davon ausgehen, dass diese Menschen nach der letzten Eiszeit, entlang der Flusstäler, Europa rückbesiedelten und ihre mütterliche Zivilisation mit den aus der Matrifokalität stammenden, erworbenen Kulturtechniken und der Religion von Gott der MUTTER mitbrachten.
  • Aufgrund dieser Erkenntnisse können wir heute auch den weit verbreiteten katholischen Anna-Maria-Kult als nicht christlich entlarven und ihn auf die matrifokalen Lebensverhältnisse und den damit verbundenen Kult der göttlichen Mutter während der Steinzeit zurückführen. Ins besondere Interesse rückt hierbei die baskische Göttin Mari, die in Europa bis heute am meisten von der vorpatriarchalen Alten Religion von Gott der MUTTER bewahrt hat.
  • Matrifokalität ist nicht nur die Wurzel von Religion, sondern die Wurzel von menschlicher Kultur insgesamt. Da das Wissen über Matrifokalität durch die patriarchalen his-storischen Verdrehungen und Unterschlagungen für die Meisten noch so wenig präsent ist, wurden die heute bereits freigelegten her-storischen Tatsachen in dem 2014 erschienenen Buch „Matrifokalität – Mütter im Zentrum; Ein Plädoyer für die Natur“, zusammengefasst. (Armbruster, Kirsten: Matrifokalität, 2014).

Mehr dazu :

Gott die MUTTER – Eine Streitschrift wider den patriarchalen Monotheismus

Der Jacobsweg als Muschelweg von Gott der MUTTER

Gott MUTTER im Paläolithikum

Die ursprüngliche Bedeutung von Anna-Orten

Am Anfang war Gott MUTTER

500 000 Jahre Matrifokale Geschichte

Gott MUTTER ist kein Spirit

GOTT MUTTER auf Erden

Die höchste Form der patriarchalen Diskriminierung ist die Behauptung, dass Gott ein Vater und Religion männlich ist

Gott MUTTER vom Neolithikum bis zum Mythologischen Muttermord (1)

Muschelsternenweg von Gott MUTTER und wie das Patriarchat daraus den Jacobsweg

An english translation of the text, translated by Deep L:

Preface from the book:

Der Muschelweg - Auf den Spuren von Gott der MUTTER

Armbruster, Kirsten: The Shell Trail – On the Trails of God the MOTHER – The Rediscovery of the Matrifocal Roots of Europe, 2014, pp. 7-10, german

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Mrs. Storch in the holy mother colors, red, white and black brings in the tradition up to this day  the children; Photo: Franz Armbruster

Red as blood, white as snow, black as ebony.“ These colours, known to us from fairy tales, represent the colours of the divine Cosmic Mother, who as an asexic, parthenogenetic God was already the MOTHERS in the caves of the Palaeolithic (Paleolithic Age) at the centre of religion. To this day, this ancient knowledge is passed down through the tradition that the stork, in its typical mother colours, brings forth the children as a result of which very few people still understand the roots of this tradition today.

The Latin verb „Religare“, which reflects the root of religion, is not translated by chance as „religion“: Tie, untie and tie back. In fact, this meaning clearly indicates that religion was originally about attachment. The bond to the mother and the bond to the matrilineal ancestral line through a maternal belief in rebirth, because the closest physical bond humans ever have in life is that between mother and child in the womb. This connection is based on the blood pulsed, red umbilical cord. The newborn is born tethered to the umbilical cord. In order to lead an independent life there, it must be untied by the mother. In the back-binding within the maternal ancestral line, the circle closes. Death turns into new life.

In patriarchy the maternal religion, which is based on matrilineal descent, is replaced by head-birth theologies and in the course of this theologization of original religion is masculinized, which requires many unnatural indoctrinations. God becomes a father as a result of these head-birth theologizations. (Armbruster, Kirsten, 2014, p. 14-15). The word religion is thus abused by patriarchal theologies, for the word religion makes sense only in the maternal-divine understanding.

In the first volume of this series: God the MOTHERS – A Dispute Paper Against Patriarchal Monotheism (2013), the foundations of the religion around God the MOTHERS, their historical classification as well as their appropriation, demonization and apparent annihilation, in particular by the monotheistic political theologies, were uncovered again.

Since in 1987 the Council of Europe declared the Jacob’s Way, which today crosses large parts of Europe, to be the first European cultural path, it was interesting to investigate the question of whether the religion of God the MOTHER could be found on this pilgrimage path. Since the Jacob’s Way has the shell as a pilgrimage symbol, a deeply feminine symbol known since the Palaeolithic (Paleolithic), this was probably the case. The interdisciplinary approach of patriarchal critique research then also revealed very quickly that for the first European cultural path the shell was not chosen by chance as a pilgrimage symbol, but that the name Jacob’s path for the original shell path actually only represents a late, patriarchal warlike superimposition, and that the shell pilgrimage path, like no other, has preserved the religion of God the MOTHER.

These research results, which shake our current view of the world, which is marked by patriarchal indoctrination, were published in the book, also published in 2013: Der Jacobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland – Die Wiederentdec-kung der Wurzeln Europas (The Jacob’s Way – Warpath of a Moorish Slayer or Mussel Way through Motherland – The Rediscovery of Europe’s Roots).

The research results at a glance:

  • The oldest traces of people in Europe can be found in Atapuerca in Spain on the Muschelweg.
  • On the mussel path we already find very early traces of the religion of God the MOTHER, because the mussel symbolizes already in the Palaeolithic in connection with red ochre the gate to new life as a grave addition.
  • Pilgrimage trails are a legacy of the Paleolithic raiders and in Europe they are comparable to the dream trails of the Aborigines in Australia.
  • The area in southern France and northern Spain, which today is part of the main route of the Muschelweg, is the climatic retreat of the people in Europe during the ice ages. Therefore we find here concentrated the famous cave paintings of the Palaeolithic, which prove to be cathedrals of the Stone Age, embedded in a social network of matrifocality and in the religion of God the MOTHER.
  • The ancestors of today’s Basques, whose area of life is not only to be found in Aquitaine in southern France, where today the four main routes of the French Mussel Trail unite, move into the special focus here, but the entire Pyrenees and the eastern part of northern Spain comprised.
  • Since it is now proven by human genetics that the genetic roots of 60-80% of today’s Europeans go back to the ancestors of the Basques, we can assume that these people resettled Europe after the last Ice Age, along the river valleys, and brought along their maternal civilization with the matrifocal cultural techniques and religion acquired from God the MOTHER.
  • On the basis of these findings we can today also unmask the widespread Catholic Anna Maria cult as non-Christian and trace it back to the matrifocal living conditions and the associated cult of the divine mother during the Stone Age. Of particular interest here is the Basque goddess Mari, who in Europe to this day has preserved the most of the pre-patriarchal Old Religion of God the MOTHER.
  • Matrifocality is not only the root of religion, but the root of human culture as a whole. Since the knowledge of matrifocality through patriarchal His-storic twists and embezzlements is still so little present for most people, the her-storic facts already uncovered today were summarized in the book „Matrifokalität – Mütter im Zentrum; Ein Plädoyer für die Natur“, published in 2014. (Armbruster, Kirsten: Matrifocality, 2014)

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500 000 Jahre Matrifokale Geschichte

Gott MUTTER im Paläolithikum