Die Baskinnen und warum drei Viertel unserer Gene von ihnen abstammen

Das einzige Volk in Europa, das bis heute vorindoeuropäische matrifokale Wurzeln erhalten hat, ist das Volk der Baskinnen in Südfrankreich und Nordspanien, wo nicht zufällig der Caminos Francés, der Hauptweg des Muschelwegs beginnt, den das Patriarchat Jacobsweg nennt. Die Baskinnen sind nicht nur religionssoziologisch von besonderem Interesse, weil , wie der baskische Archäologe José Miguel de Barandiarán schreibt, die meisten Götter der baskischen Mythologie weiblich sind. (Siehe hierzu: Armbruster, Kirsten: Der Muschelweg – Auf den Spuren von Gott der MUTTER – Die Wiederentdeckung der matrifokalen Wurzeln Europas, 2014, S. 57-73) . Sie sind auch linguistisch und genetisch von besonderem wissenschaftlichen Interesse. In meinem Buch „Armbruster, Kirsten: Der Jacobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland – Die Wiederentdeckung der Wurzeln Europas, Teil 1, 2013, S. 103-11“, habe ich mich auf die lingusitischen und genetischen Spuren der Baskinnen begeben.  Hier das pdf Dokument dazu:

Die Basken und warum drei Viertel unserer Gene von ihnen abstammen

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Rot wie Blut – Weiß wie Schnee – Schwarz wie Ebenholz – Die Religion von Gott der MUTTER

Vorwort aus dem Buch:

 Armbruster, Kirsten: Der Muschelweg – Auf den Spuren von Gott der MUTTER – Die Wiederentdeckung der matrifokalen Wurzeln Europas, 2014

„Rot wie Blut – Weiß wie Schnee – Schwarz wie Ebenholz. Diese, uns aus Märchen bekannten Farben, geben die Farben der göttlichen Kosmischen Mutter wieder, die als aseitätische, parthenogenetische Gott die MUTTER schon in den Höhlen des Paläolithikums (Altsteinzeit) im Zentrum von Religion stand. Bis heute wird dieses Alte Wissen tradiert durch die Überlieferung, der zur Folge der Storch, in seinen typischen Mutterfarben, die Kinder bringt, wobei die Wenigsten die Wurzeln dieser Überlieferung heute noch verstehen.

Das lateinische Verb „Religare“, das die Wurzel von Religion widergibt, wird nicht zufällig übersetzt mit: Anbinden, Losbinden und Zurückbinden. Tatsächlich weist diese Bedeutung deutlich darauf hin, dass es bei Religion ursprünglich um Bindung ging. Die Bindung an die Mutter und die Bindung an die matrilineare Ahninnenreihe durch einen mütterlichen Wiedergeburtsglauben, denn die engste körperliche Bindung, die Menschen im Leben jemals haben, ist die zwischen Mutter und Kind im Mutterleib. Diese Bindung beruht auf der blutpulsierten, roten Nabelschnur. Das Neugeborene kommt an der Nabelschnur angebunden auf die Welt. Um dort ein eigenständiges Leben zu führen, muss es von der Mutter losgebunden werden. Im Zurückbinden innerhalb der mütterlichen Ahninnenreihe schließt sich der Kreis. Der Tod wandelt sich in neues Leben.

Im Patriarchat wird die mütterliche Religion, die auf der matrilinearen Abstammung beruht, durch kopfgeburtliche Theologien ersetzt und im Zuge dieser Theologisierung von ursprünglicher Religion vermännlicht, wozu es vieler unnatürlicher Indoktrinationen bedarf. Gott wird als Ergebnis dieser kopfgeburtlichen Theologisierungen ein Vater. (Armbruster, Kirsten, 2014, S. 14-15). Das Wort Religion wird also von den patriarchalen Theologien missbraucht, denn das Wort Religion macht nur im mütterlich-göttlichen Verständnis einen Sinn.

In dem ersten Band dieser Reihe: Gott die MUTTER – Eine Streitschrift wider den patriarchalen Monotheismus (2013), wurden die Grundlagen der Religion um Gott die MUTTER, deren geschichtliche Einordnung sowie deren Vereinnahmung, Dämonisierung und scheinbare Vernichtung, insbesondere durch die monotheistischen politischen Theologien, wieder freigelegt.

Da der Europarat 1987 den Jacobsweg, der heute große Teile Europas durchzieht, zum ersten europäischen Kulturweg deklarierte, war es interessant, der Frage nachzugehen, ob sich die Religion von Gott der MUTTER auf diesem Wallfahrtsweg wiederfinden lässt. Da der Jacobsweg als Wallfahrtssymbol die Muschel hat, ein seit dem Paläolithikum (Altsteinzeit) bekanntes, zutiefst weibliches Symbol, war das wahrscheinlich. Der interdisziplinäre Ansatz der Patriarchatskritikforschung offenbarte dann auch sehr schnell, dass für den ersten europäischen Kulturweg nicht zufällig die Muschel als Wallfahrtssymbol gewählt wurde, sondern dass die Bezeichnung Jacobsweg für den ursprünglichen Muschelweg tatsächlich nur eine späte, patriarchal-kriegerische Überlagerung darstellt, und der Muschel-Wallfahrtsweg, wie kein anderer, die Religion von Gott der MUTTER bewahrt hat.

Diese, unser heutiges, von patriarchalen Indoktrinationen geprägtes Weltbild erschütternden Forschungsergebnisse wurden in dem ebenfalls 2013 erschienenen Buch: Der Jacobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland – Die Wiederentdec-kung der Wurzeln Europas, veröffentlicht.

Die Forschungsergebnisse im Überblick

Die ältesten Spuren von Menschen in Europa finden wir in Atapuerca in Spanien am Muschelweg

Auf dem Muschelweg finden wir schon sehr frühe Spuren der Religion von Gott der MUTTER, denn die Muschel symbolisiert als Grabbeigabe schon im Paläolithikum in Verbindung mit rotem Ocker das Tor zu neuem Leben.

Wallfahrtswege sind ein Erbe der WidbeuterInnen aus dem Paläolithikum und in Europa sind sie vergleichbar mit den Traumpfaden der Aborigines in Australien.

Das Gebiet in Südfrankreich und Nordspanien, das heute zum Hauptweg des Muschelwegs zählt, ist in Europa das klimatische Rückzugsgebiet der Menschen während der Eiszeiten. Deshalb finden wir hier konzentriert die berühmten Höhlenmalereien des Paläolithikums, die sich als Kathedralen der Steinzeit erweisen, eingebettet in ein soziales Netz der Matrifokalität und in die Religion von Gott der MUTTER.

In den besonderen Focus rücken hierbei die Vorfahren der heutigen BaskInnen, deren Lebensgebiet nicht nur in Aquitanien in Südfrankreich zu finden ist, wo heute die vier Hauptrouten des französischen Muschelwegs sich vereinigen, sondern die gesamten Pyrenäen und den östlichen Teil Nordspaniens umfasste.

Da inzwischen humangenetisch nachgewiesen ist, dass die genetischen Wurzeln von 60-80% der heutigen EuropäerInnen auf die Vorfahren der BaskInnen zurückgehen, können wir davon ausgehen, dass diese Menschen nach der letzten Eiszeit, entlang der Flusstäler, Europa rückbesiedelten und ihre mütterliche Zivilisation mit den aus der Matrifokalität stammenden, erworbenen Kulturtechniken und der Religion von Gott der MUTTER mitbrachten.

Aufgrund dieser Erkenntnisse können wir heute auch den weit verbreiteten katholischen Anna-Maria-Kult als nicht christlich entlarven und ihn auf die matrifokalen Lebensverhältnisse und den damit verbundenen Kult der göttlichen Mutter während der Steinzeit zurückführen. Ins besondere Interesse rückt hierbei die baskische Göttin Mari, die in Europa bis heute am meisten von der vorpatriarchalen Alten Religion von Gott der MUTTER bewahrt hat.

Matrifokalität ist nicht nur die Wurzel von Religion, sondern die Wurzel von menschlicher Kultur insgesamt. Da das Wissen über Matrifokalität durch die patriarchalen his-storischen Verdrehungen und Unterschlagungen für die Meisten noch so wenig präsent ist, wurden die heute bereits freigelegten her-storischen Tatsachen in dem 2014 erschienenen Buch „Matrifokalität – Mütter im Zentrum; Ein Plädoyer für die Natur“, zusammengefasst. (Armbruster, Kirsten: Matrifokalität, 2014).

Walpurgisnacht und der wilde Tanz der Hexen in den Mai – Plädoyer für eine Entpatriarchalisierung der Jahreskreisfeste

Hühner1Heute Nacht ist Walpurgisnacht, Traditionell ein Hexenfest, das den allenthalben zu beobachtenden explodierenden wilden, nicht gezähmten Liebeskräften der Natur entspricht. Wal – ist eine der steinzeitlichen Kall-Mutterwurzelsilben, die wir durch die Patriarchatskritikforschung inzwischen schon umfassend frei gelegt haben. Es ist eine Muttersilbe durch und durch und diese Muttersilbe wird auch im Monatsnamen Mai mit der Mutterwurzelsilbe Ma widergespiegelt.

Der Mai, ein Monat von Mutter Natur.

Das Patriarchat, das in Europa mit der Indoeuropäisierung seinen Anfang nahm, hat dieses Fest männlich überlagert. Viele Neuheiden benutzen für dieses Fest den Namen Beltane, genannt nach dem keltischen Gott Belenus. Bel ist auch ein Zweitname für den keltisch-vermännlichten Sonnengott  Lug, den die Neuheiden im August an Lugnasad oder Lammas feiern. Die Vermännlichung des Sonnenkults ist  – wie Maria Gimbutas sehr gut freigelegt hat – eines der Hauptkennzeichen des Patriarchats. Tatsächlich bringt das Patriarchat mit der Überbetonung des Elements Feuer,  z.B. durch industrialisierte Verbrennungsprozesse in denen zuviel Kohlendioxid entsteht, die Natur und die anderen drei Elemente Erde, Wasser und Luft in Bedrängnis, denn die patriarchale Feuerkraft ist eine entfesselte Feuerkraft. Heutzutage werden deshalb zum 1. Mai auch überall Maibäume aufgestellt. Sie sollen ein Symbol sein für die „Heilige Hochzeit“ zwischen der Erde als passiv  Empfangende und dem Maibaum, der für den aktiven männlichen Phallus steht, um den herum getanzt wird. Tatsächlich haben wir hier die typische Phalluszentriertheit des Patriarchats, denn Mutter Erde spielt hierbei kaum eine Rolle. Wir werden durch solche Rituale darauf konditioniert, den Mann als Mittelpunkt des Lebens zu sehen – uns um ihn zu drehen.  Und  unsere Märchen, die wir unseren Kindern vorlesen, vollenden dann die Patriarchatskonditionierung, dass der Traum jeder „Prinzessin“ darin besteht von einem „heroischen Prinzenhelden“ gerettet zu werden und dass diese Rettung dann, als Höhepunkt des Lebens, in einer durch „Sakramente“  geheiligten  Hochzeit“ endet.

Nicht nur „Beltane“ ist ein patriarchal überlagertes Jahreskreisfest. Tatsächlich sind praktisch alle Jahreskreisfeste – egal ob Imbolc, Ostern, die Sommersonnenwende, Lammas oder Lugnasad, das Erntedankfest zur Herbst-Tagundnachtgleiche, Halloween oder das Fest der Wintersonnenwende mit Weihnachten patriarchal überlagert und zwar nicht nur christlich-patriarchal, sondern auch heidnisch-patriarchal. Tatsächlich orientieren sich die Neuheiden nämlich hauptsächlich an den patriarchal-keltisch indoeuropäischen Festen

Mir ist es ein großes Anliegen die Jahreskreisfeste zu entpatriarchalisieren.

Deshalb habe ich mein neues Buch „Mit Hagazussa durch das Jahr“ als Magische Hexengeschichte für Groß und Klein“ geschrieben. Da wird Imbolc bei seinem wahren Namen genannt, denn es bedeutet „im Bauch von Mutter Erde“ – was ja der vegetativen Realität in dieser Jahreszeit entspricht. Deshalb wird das vermännlichte Johanneskraut mit den Johannisfeuern wieder in Annakraut umbenannt, deshalb wird im August das Drachenfest – als Symbol für die Aufhebung des Mythologischen Muttermords und der Befreiung der Muttermacht gefeiert, deshalb reihen wir uns an Erntedank in die seit dem Paläolithikum – der Altsteinzeit, der Zeit der Heiligen Steine  – bekannte Tradition der Sammlerinnen ein und deshalb wird zur Wintersonnenwende, zur Mutternacht nicht nur eine weibliche Sonne wiedergeboren, sondern statt eines Sohns eine Tochter. Das Ganze habe ich in eine Hexengeschichte integriert, wo auch das Kleine Volk vorkommt. Meine Theorie dazu ist, nämlich, dass das Kleine Volk, das Volk unsere baskischen AhnInnen war, die nach der letzten Eiszeit Europa zurückbesiedelten und wahrscheinlich kleiner waren als die Indoeuropäer. Wer über die Bedeutung der Baskinnen und die Mutterwurzelsilben mehr erfahren will, findet das in meinen zwei Muschelwegbüchern, der Jacobsweg und der Muschelweg, welche die matrifokalen Wurzeln Europas wieder frei legen.

Und hier noch einmal das Inhaltsverzeichnis von dem Buch „Mit Hagazussa durch das Jahr“:

hagazussa-titel

Inhaltsverzeichnis:

Leben im Rosenheckenapfelgarten

Frühlingserwachen
Imbolc
Im Bauch von Mutter Erde

O-stern
Fest der Sternengöttin Ostara
Der Hoppel-Poppeline-Clan braucht ein zauberhaftes Osterhasenhaus

Walpurgisnacht
Liebesfest der Natur
Das Geheimnis des Waldmutterkrauts oder: Wie Wünsche in Erfüllung gehen

Sommersonnenwende
Hollerbusch und Annakraut
Auf die Dauer Frauenpower

Drachenfest
Fest des mütterlichen Kosmos
Der böse Zauberer Belial und die Befreiung der Mutterkraft

Sammlerinnenfest
Erntedank
Das Magische Duett von Herdfeuer und Pflanzenkraft

Halloween
Totenfest
Besuch der AhnInnen

Wintersonnenwende
Mutternacht
Eine Tochter wird geboren

Anhang
Erläuterungen
Zur Autorin

Weiterführende Literatur

Informationen zum Buch:

Mit Hagazussa durch das Jahr
Eine Magische Hexengeschichte für Groß und Klein
Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: Books on Demand (April 2015)
ISBN-10: 3734772206
ISBN-13: 978-3734772207
Größe: 12,7 x 1,0 x 20,3 cm
Taschenbuch überall im Buchhandel erhältlich:
EUR 9,99
Ab Mai 2015 auch als E-Book erhältlich

Ich wünsche uns allen ein schönes Hexenfest, dass das Wilde der wunderbaren Natur ehrt!

 

Was sie schon immer über Religion wissen wollten – Eine Humoreske

Casa Naranja 20 Europa und der Nahe Osten waren einst ein matrifokaler Kulturraum mit der Leben gebärenden und Leben bewahrenden Gott der MUTTER als Basis von Religion im Zentrum. Auch heute ist es ein Kulturraum, allerdings steht dieser Kulturraum nun unter der Herrschaft der drei gewaltbasierten patriarchalen monotheistischen Theologien – Judentum, Christentum und Islam – , die den Mann und Vater absurderweise  an den Anfang von Schöpfung stellen, was mit Krieg gegen die Natur gleichzusetzen ist. In dem folgenden humoristischen Beitrag aus dem Buch „Je suis Charlène“ (2015) wird dies für alle verständlich in Worte gefasst. Der Text basiert auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Patriarchatskritikforschung, die in den Büchern der Autorin als eine der führenden Patriarchatskritikerinnen,  bereits veröffentlicht wurden.

Was Sie schon immer über Religion wissen wollten – Eine Humoreske

NEUERSCHEINUNG: Der Muschelweg – Auf den Spuren von Gott der MUTTER

Der Muschelweg - CoverDer Muschelweg – Auf den Spuren von Gott der MUTTER

Die Wiederentdeckung der matrifokalen Wurzeln Europas

Von den matrifokalen Wurzeln der baskischen Mythologie bis zu den Nabelstein-Petroglyphen in Galicien, von der Vulvastadt Paris bis zur Mutterstadt Madrid, von der Pudendalandschaft der Camargue bis zu den heiligen Vulkanen in Le Puy-en-Velay, bei den Schwarzen Madonnen, hinter dem Maria Magdalenenkult und schließlich auch im Heiligen Land Israel, überall lässt sich die Religion von Gott der MUTTER wieder freilegen. Folgen wir dem Muschelweg, so entdecken wir die matrifokalen Wurzeln Europas und des Nahen Ostens und wir entdecken auch eine Lösung für den immer währenden Krieg des patriarchalen Monotheismus.

Inhalt

 Vorwort

Von Dolmen die Mámoas heißen und Petroglyphen als Nabel der Welt
Magisches Nordspanien 14
Von Dolmen und Hexen 23
Die Kelten in Galicien 27
Petroglyphen als Nabelsteine 30

Equidenkrieger als Träger der patriarchalen
Gewaltkultur
Kennzeichen des patriarchalen Umbruchs 43
Die Vermännlichung des Sonnenkults 50

Die baskische Göttin Mari und die matrifokalen Wurzeln der baskischen Mythologie
Das Baskenland als kulturelle Insel 57
Die baskische Mythologie ist weiblich 61

Madrid und die Bärenmutter
Madrid kommt von Madre 74
Ursa Mayor – das Sternenbild der Großen Bärin 80
Der Bärenkult – eine Zeitreise 84

Stella Maris – der Mutterstern und die Tempelritter
Das Oktagon der Tempelritter 97
Der Felsendom und die Höhle Maghara im Heiligen Land Israel 102
Die Bedeutung des achtzackigen Muttersterns 113

Die Camargue – Heilige Deltalandschaft von Gott der MUTTER
Die Pudenda in der Landschaft 125
Saintes-Maries-de-la-Mer und die Sara-la-Kali 132

La Bonne Mort – die Gute Frau Tod
Die Schwarze Madonna vom Bauchmutterberg Puy de Dôme 141
Heilige Totenvögel von Gott der MUTTER 152

Le Puy-en-Velay -Heilige Vulkane von Gott der MUTTER

Schiffsbäuche und Kirchenschiffe als Imitation der Erdbauch-Höhlen von
Gott der MUTTER
Der Kult der Maria Magdalena 168
Die Schwarze Madonna von Rocamadour 175

Paris – Stadt der Heiligen Vulva
Das Pariser Becken und die paläolithischen Kulthöhlen der Île-de-France 181
Paris und das alte Lutetia 183

Bauchdenkenfazit

Anhang
Anmerkungen 194
Literaturverzeichnis 195
Ortsregister 201
Zur Autorin 203

Der Jacobsweg als Muschelweg von Gott der MUTTER

Die Muschel als Grabbeigabe oft in Verbindung mit rotem Ocker gehört seit dem Paläolithikum zum Wiedergeburtsglauben von Gott der MUTTER. Hier eine Muschelbeigabe von Mulier-Homo neanderthalensis, 50 000 v.u.Z. aus Murcia, Spanien

Die Muschel als Grabbeigabe oft in Verbindung mit rotem Ocker gehört seit dem Paläolithikum zum Wiedergeburtsglauben von Gott der MUTTER. Hier eine Muschelbeigabe von Mulier-Homo neanderthalensis, 50 000 v.u.Z. aus Murcia, Spanien

Der Jacobsweg hat als Symbol die Muschel, ein urweibliches Symbol, und damit ist schon alles klar: Die Muschel gehört ebenso wie Ocker und Rötel seit dem Paläolithikum, der Altsteinzeit, zum Wiedergeburtsglauben der Göttlichen Mutter, die ich Gott die MUTTER genannt habe, weil sie am Anfang jeglicher Religion steht, lange bevor die Menschen Vaterschaft eine Bedeutung beimaßen. Hier am Muschelweg finden wir die lange verschütteten indigenen Wurzeln Europas, denn in Atapuerca bei Burgos, wo heute die größte Marienkathedrale am Muschelweg steht, finden wir 1,3 Millionen Jahre alte Menschenspuren, die ältesten Europas überhaupt, aber nicht nur die.

Ebenso finden wir am Muschelweg Siedlungsspuren von Mulier-Homo neanderthalensis und die ältesten Höhlenmalereien von Mulier-Homo sapiens, die heute alle zum frankokantabrischen UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Kultur ist ein paläolinguistisches KALL-Wort, ebenso wie Wall-fahrt und steht ursprünglich immer im mütterlichen Kontext. Auf dem Muschelweg finden wir aber nicht nur die sprachlichen Wurzeln von Kultur, sondern mit dem TAU-Symbol für Gott die MUTTER auch die ersten Buchstaben in den Höhlen von Altamira und Pech-Merle. Die Höhle Pech-Merle wird nicht zufällig auch Pech-Marie genannt und so treffen wir hier nicht nur auf die ursprüngliche Bedeutung der Pech-Marie, sondern wir finden auch die Sprachwurzelanalogie zur südamerikanischen Pacha-Mama.

Die vier französischen Muschelwegrouten treffen alle in Aquitanien, vor den Pyrenäen aufeinander. Aquitanien ist das ursprüngliche Siedlungsgebiet der Basken, die die baskische Göttin Mari verehrten. Da die Vorfahren der heutigen Basken nach der letzten Eiszeit aus ihrem klimatischen Refugium sich in ganz Europa ausbreiteten, brachten sie ihre Göttin Mari, die in den Höhlen verehrt wurde, nach ganz Europa mit, so dass wir heute religionsmythologisch rückschließen können, dass die christliche Maria, die ihre Göttlichkeit verloren hat und zur Magd des Herrn degradiert wurde, die ursprüngliche Gott die MUTTER überlagert hat und ihr Kult eigentlich auf die baskische Göttin Mari zurückgeht. Ganz besonders ist das bei der aus den Pyrenäen stammenden Madonna von Lourdes, die meistens in einer Grotte dargestellt wird, mit ihrer typischen heiligen Vulva-Klitoris-Symbolik nachvollziehbar, aber auch bei den auffallend vielen Schwarzen Madonnen am Muschelweg. Am Muschelweg finden wir in diesem Zusammenhang auch den in Europa weit verbreiteten Schlupfritus- und matrilinearen Ahninnenkult, der heute ebenfalls patriarchal-christlich mit dem Anna-Kult überlagert ist. Anna, die Mutter Marias kommt in der Bibel nämlich gar nicht vor. Tatsächlich ist Anna ein uraltes Wasser-Ahninnen-Wort, denn ursprünglich glaubten die Menschen, dass an den Anna-Wasser-Orten die Seelen warteten, um von den Müttern wiedergeboren zu werden.

Und warum weiß das heute kaum eine(r) mehr?

Der Jacob, der den Beinamen Matamoros, Maurentöter trägt, steht für das militante Christentum, das seit dem frühen Mittelalter versuchte mit aller Gewalt das Christentum in Europa durchzusetzen und mit der Inquisition seinen Höhepunkt fand. In Europa wurde also in einem 1000-jährigen Religionskrieg versucht alles auszumerzen, zu dämonisieren, zu verteufeln oder patriarchal zu überlagern, was einem monotheistisch-christlichen Vater-Gott im Wege stand. Zerstört wurde dabei eine alteuropäische Zivilisation der Mütter. Heute hat die Patriarchatskritikforschung diese Zivilisation der Mütter wieder anthropologisch, soziohistorisch, archäologisch und religionsmythologisch rekonstruiert und freigelegt. Wandeln wir also wieder auf dem Muschelweg durch Mutterland, denn überall ist Muschel-Land, aber Muschel-Land ist nicht Jacobs Land.

Mehr dazu in den Büchern: „Der Jacobsweg  – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland? Die Wiederentdeckung der Wurzeln Europas, Teil 1 (November 2013) und in „Gott die MUTTER – Streitschrift wider den patriarchalen Monotheismus (April, 2013)

Der Jacobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland? Die Wiederentdeckung der Wurzeln Europas – Teil 1

Der Jacobsweg - Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland? Die Wiederentdeckung der Wurzeln Europas - Teil 1

Inhaltsverzeichnis:

Der Jacobsweg ein Kriegspfad?
Jacob der Maurentöter und der Sternenwegmythos zum Ende der Welt 7

Die Muschel
Die Muschel als Grabbeigabe – Die Muschel als Symbol für das Tor zur Welt – Das Geheimnis der Schlupfsteine – Die Muschel als Bauchmutter des Meeres

Der Ursprung von Wallfahrten
Wallfahrtswege als Erbe der Altsteinzeit – Die ursprüngliche Bedeutung von Anna-Orten – Die Mutterwurzelsilbe KALL – Die Wurzeln der Worte Galgen und Mann

Die Wurzeln Europas
Atapuerca oder 1,3 Millionen alte Menschenspuren am Muschelweg – Die frankokantabrischen Höhlen als UNESCO-Weltkulturerbe – Die Basken und warum drei Viertel unserer Gene von ihnen abstammen

Höhlen als Kathedralen der Steinzeit
Sakralkunst – Die kopflosen Frauen als kulturelle Ikonen Europas – Die Mutter der Tiere – Die Vulva als Tor zu neuem Leben – Der Ursprung von Sprache und Religion in der Evolution des Menschen – Kannibalismus als AhnInnenkult – Von Pech-Marie und Gold-Marie – Das TAU – ursprüngliches Symbol von Gott der MUTTER – Die Brunnen-zeichnung in der Grotte de Lascaux und Parallelen zur ägyptischen Mythologie