Profil

Dr. Kirsten Armbruster

Naturwissenschaftlerin     Patriarchatskritikerin     Autorin   Bloggerin   Mutter

Interdisziplinäre Patriarchatskritikforschung & Politisches Mütterbewusstsein (POM)

Kirsten Armbruster 2016

Gerne können Sie mit mir Kontakt aufnehmen unter der folgenden email Adresse:

courageconsult@t-online.de

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Weitere Informationen zur Person:

Dr. Kirsten Armbruster  ist mit zahlreichen Veröffentlichungen die Vordenkerin der Interdisziplinären Patriarchatskritikforschung und eines neuen Politischen Mütterbewusstseins (POM).

Sie wurde 1956 in Dortmund geboren, wuchs in Kairo auf, machte ihr Abitur in Fürstenfeldbruck, studierte Agrarwissenschaften an der Universität Göttingen und promovierte in Physiologischer Chemie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Sie ist verheiratet, hat gemeinsam mit ihrem Mann vier, inzwischen erwachsene Kinder und lebt in Bayern.

Durch ihre tiefen Einblicke in die berufliche, und als ehemalige Bürgermeisterinnenkandidatin und Stadträtin in Riedenburg im Altmühltal politische Männerwelt, ihre Erfahrungen der Missachtung der mütterlichen Leistung, ihre intensive Auseinandersetzung mit Religion, Ökologie und  Landwirtschaft und ihre langjährigen interkulturellen Erfahrungen, hat sie sich zu einer der schärfsten Kritikerinnen des zerstörerischen patriarchalen Gesellschaftssystems entwickelt, deren Kritik weit über den Feminismus hinausgeht.

Die Interdisziplinäre Patriarchatskritikforschung steht in Verbindung mit einem neuen Politischen Mütterbewusstsein (POM) für ein modernes, patriarchatsbefreites Mutterbild. Ein Mutterbild,  das sich nicht einzwängen lässt innerhalb des patriarchalen Definitionsrahmens zwischen einer christlichen Magd des HERRN, der jede Göttlichkeit abgesprochen wurde, um Vaterschaft theologisch zu internalisieren, einer Reduktion der Mutter als Hausfrau auf die Arbeit im Haus, oder einer von den Nazis mit Mutterkreuzen dekorierten Reduktion der Mutter als Gebärmaschine möglichst blonder Kinder, zwecks genügenden Kanonenfutters für das Patriarchat.

Die Patriarchatskritik decodiert die Gehirnwäsche des Patriarchats, der wir alle ausgesetzt sind, mithilfe eines wissenschaftlichen, interdisziplinären Forschungsansatzes, in der Erkenntnisse der Archäologie, der Anthropologie, der Religionswissenschaften, der Linguistik, der Soziologie, der Biologie, der Genetik, der Ökonomie, der Politik, der Kulturwissenschaften und der Landschaftsmythologie einfließen. Schwerpunktmäßig betrifft die Patriarchatskritik folgende Themenbereiche:

  • Die Geschichtsschreibung, welche die soziologische Lebensform der Matrifokalität und die damit einhergehende Kulturleistung der Mütter während des größten Teils der Menschheitsgeschichte negiert und unterschlägt
  • Die Theologien, welche die ursprüngliche, in der Natur verankerte, mütterliche Religion versucht haben zu zerstören, um männliche Herrschaft durch erfundene, dogmatisch niedergeschriebene, theologische Ideologien zu legitimieren
  • Die Kontrolle der Sexualität und der Gebärfähigkeit der Frauen durch patriarchale Familienkonstellationen, Jungfrauenkult und männlichen Fruchtbarkeitswahn, die einerseits zu erheblichen Beschneidungen weiblicher Lebensfreiheit, einer Trennung der menschenartwichtigen Großmutter-Mutter-Tochter-Beziehung und andererseits weltweit zu exponentiellem Bevölkerungswachstum geführt haben
  • Die kriegsbasierte Installation von Vaterstaaten auf der Basis der patriarchalen Verquickung von Politik, Rechtssprechung, Theologie, Wissenschaft und Militär
  • Die kapitalistische Form der Wirtschaft, die auf der Ausbeutung der Natur und der Frau fußt und ihren Anfang hat mit dem Beginn der Rinderdomestikation (circa 6500 v.u.Z.) und der damit verbundenen, menschengeschichtlich ersten Privateigentumsbildung auf der Grundlage der capites, den Häuptern einer Herde und sich hierarchisch zementiert mit dem Beginn des Metallzeitalters
  • Die Definition des Arbeitsbegriffs, welche die Carearbeit als nicht geldwert belegt und deshalb Mütter erheblich finanziell diskreditiert

Der folgende Text stammt aus dem Vorwort meines Buches:

Gott die MUTTER – Eine Streitschrift wider den patriarchalen Monotheismus ; (2013, S. 7-9):

Gott die MUTTER

„Das Christentum wurzelt, wie alle drei monotheistischen Religionen in einer Hirtennomadenideologie. Da das Hirtentum die Domestikation von Tieren voraussetzt, die Menschen aber den größten Teil der Menschheitsgeschichte als Wildbeuter lebten, können diese Hirtenreligionen nicht am Anfang von Religion stehen.

Die monotheistische Hirtenideologie geht einher mit dem Verständnis des Vaters als Gott dem HERRN. Der Vater wird also theologisch verknüpft mit Herrschaft, und Herrschaft ist historisch verknüpft mit Krieg. Krieg ist gebunden an Waffen, die erst langsam mit der Metallgewinnung in der Bronzezeit entwickelt wurden und sich endgültig erst in der Eisenzeit durchsetzten. Auch hier zeigt sich, dass Gott der HERR nicht am Anfang von Schöpfung stehen kann, sondern eine späte Erfindung in der Menschheitsgeschichte ist.

Europa wird gerade auch von Politikern gerne unterstellt christliche Wurzeln zu haben. Auch das entspricht nicht den historischen Tatsachen, denn das Christentum erreichte große Teile Europas erst zwischen dem 6. und dem 8. Jahrhundert n.u.Z.. Das Christentum ist keine organisch gewachsene Religion in der fruchtbaren Landschaft Europas, denn es wurzelt in den trockenen Steppenlandschaften der Hirtennomaden, welche die rohfaserverwertenden Wiederkäuer domestizierten, um in einer solchen Vegetation überleben zu können. Allerdings ging von Europa die imperialistische christliche Missionierung der Welt aus und das ist kein rühmliches Kapitel für Europa, sondern ein beschämendes.

Die Idee von Gott dem HERRN war und ist in Wahrheit eine bis heute nützliche Theologie zur Indoktrinierung und Zementierung patriarchaler Herrschaftsmacht, also eine politische Theologie. Eines der Hauptanliegen dieser politischen Theologie war es, Gott die MUTTER abzuschaffen, sie durch Gott den HERRN zu ersetzen und die Mutter gleichzeitig zur Magd des HERRN zu degradieren. Dass es einst Gott die MUTTER auch in unserem Kulturkreis gegeben hat, steht herstorisch außer Frage. Gott die MUTTER war allerdings nie die HERRIN. Das bedeutet aber auch, dass ihr ein völlig anderes Verständnis von Göttlichkeit zugrunde liegt. Tatsächlich können wir Gott die MUTTER schon in den Höhlen und in den roten Ockerbestattungen in embryonaler Hockstellung des Paläolithikums finden, und hier liegen die eigentlichen Wurzeln von Religion und auch die Wurzeln Europas. In diesem Zusammenhang bedeutsam ist auch eine weitere Tatsache: Genauso wenig, wie es das Bild von Gott der MUTTER als HERRIN jemals gegeben hat, genauso wenig hat es jemals ein Matriarchat gegeben, eine Herrschaft von Müttern in Umkehrung des Patriarchats. Und auch darin sind sich alle HistorikerInnen inzwischen einig.

Dass diese Zusammenhänge in der Öffentlichkeit kaum bekannt sind und auch nicht in den Schulen gelehrt werden, zeigt, dass unsere Gesellschaft, die scheinbar so gut informiert ist, einer patriarchalen Gehirnwäsche unterzogen wurde, die erst langsam zu bröckeln beginnt. Dieses Buch soll dazu beitragen, die patriarchalen Zementierungen ins Wanken zu bringen, um wieder einer friedlicheren Gesellschaft den Boden zu ebnen. Einer friedlicheren Gesellschaft zwischen den Geschlechtern, einer friedlicheren Gesellschaft zwischen den Menschen, die heute, getuned durch aggressive Mono-Ideologien der Intoleranz, sich gegenseitig bekriegen. Die Idee eines Monotheismus, der die Frau mit Unreinheit belegt, sie der Herrschaft des Mannes unterstellt hat und außerdem die Grundlage ist für die Doktrin: Nur mein Gott ist der einzig wahre Gott, dieser Monotheismus ist, völlig gleich, ob jüdischer, christlicher oder islamischer Ausprägung, eine wesentliche Ursache des patriarchalen Kriegszeitalters. Monotheismus und Krieg sind nicht zwingend menschlicher Natur, sondern sie sind die Folge einer falschen Entwicklung von Weiblichkeit und Männlichkeit, von Vaterschaft und Mutterschaft und einem damit verbundenen Gottesbild. Jutta Voss bemerkt dazu: „Solange das Blut der Frau und mit ihm die Frau verteufelt und parallel das Blut des Mannes, sei es am Kreuz oder in unzähligen Kriegen verherrlicht wird, solange wird es keine Heilung geben“ (Voss, Jutta, 2006, S. 124). Hören wir also auf, die Frau zu verteufeln und den Mann zu verherrlichen. Ein Schritt hierzu ist es, hinter die potemkinschen Fassaden des Patriarchats zu schauen, unsere Geschichte zu vervollständigen, zu schauen, wie es zu dieser, in seinen gesellschaftlichen Auswirkungen desaströsen Verteufelung der Frau, bei gleichzeitiger Verherrlichung des Mannes kam. Nur so können wir den Raum schaffen, ein zukunftsfähiges, differenziertes und diversifiziertes Menschenbild zu entwickeln und auf dieser Basis auch die religiöse Zukunftsfrage stellen: Was sollte den Menschen heilig sein? Der Kosmos, der heute unter dem Diktat des Patriarchats steht, könnte dadurch aufatmen.“

English Translation with the Google translator:
Further information about the person:

With numerous publications, Dr. Kirsten Armbruster is the mastermind of interdisciplinary patriarchal criticism research and a new Political Mother Consciousness (POM).

She was born in Dortmund in 1956, grew up in Cairo, graduated from high school in Fürstenfeldbruck, studied agricultural sciences at the University of Göttingen and holds a doctorate in physiological chemistry from the University of Veterinary Medicine Hannover. She is married, has four children, now grown-up, with her husband and lives in Bavaria.

Through her deep insight into the professional, and as a former mayor candidate in Riedenburg in Altmühltal political male world, her experiences of disregard for maternal performance, her intensive study of religion, ecology and agriculture and her many years of intercultural experience, she has become one of developed the sharpest critics of the destructive patriarchal social system, whose criticism goes far beyond feminism.

Interdisciplinary patriarchy criticism is linked to a new Political Mother Consciousness (POM) for a modern patriarchy-free mother image. A mother image that can not be contained within the patriarchal frame of definition between a Christian maidservant of the LORD who has been denied any divinity to theologically internalize fatherhood, a reduction of the mother as a housewife to work in the house, or one of the Nazis with crosses decorated reduction of the mother as a birthing machine blond as possible children, for the purpose of sufficient cannon fodder for the patriarchy.
Patriarchal Criticism decodes the brainwashing of the patriarchy we are all exposed to with the help of a scientific, interdisciplinary approach to research, including archeology, anthropology, religious studies, linguistics, sociology, biology, genetics, economics, politics , which incorporate cultural sciences and landscape mythology. The main focus of patriarchy criticism is on the following topics:

    The historiography that negates and suppresses the sociological life form of matrifocality and the accompanying cultural achievement of mothers throughout most of human history
    The theologies that have sought to destroy the original, nature-based, maternal religion in order to legitimize male rule through invented, dogmatically written, theological ideologies
    The control of women's sexuality and fertility through patriarchal family constellations, virgin cult, and male fertility mania, which have led to significant cuts in female liberty, separation of the grandparent-mother-daughter relationship, and exponential population growth worldwide
    The war-based installation of Fatherland states on the basis of the patriarchal amalgamation of politics, jurisprudence, theology, science and the military
    The capitalist form of the economy, which is based on the exploitation of nature and the woman and has its beginning with the beginning of cattle domestication (circa 6500 BCE) and the associated, human historically first private property formation on the basis of capites, the heads of a herd and himself hierarchically cemented with the beginning of the metal age
    The definition of the concept of work, which proves that carework is not worth money and therefore significantly discredits mothers financially

The following text is from the preface of my book:

God the MOTHER - A polemic against patriarchal monotheism; (2013, pp. 7-9):

"Like all three monotheistic religions, Christianity is rooted in a pastoral nomad ideology. Since shepherdry presupposes the domestication of animals, but humans lived as the largest of human history as poachers, these pastoral religions can not stand at the beginning of religion.

The monotheistic pastoral ideology goes hand in hand with the understanding of the Father as God to the Lord. The father is thus theologically linked to domination, and domination is historically linked to war. War is tied to weapons that were only slowly developed with the metal extraction in the Bronze Age and finally prevailed only in the Iron Age. Again, it shows that God the Lord can not be at the beginning of creation, but is a late invention in human history.

Europe is also apt to be assumed by politicians to have Christian roots. This, too, does not correspond to the historical facts, for Christianity reached large parts of Europe only between the 6th and the 8th century CE Christianity is not an organically grown religion in the fertile landscape of Europe, because it is rooted in the dry steppe landscapes of the shepherd nomads, which domesticated the raw fiber-utilizing ruminants in order to survive in such a vegetation. However, the imperialist Christian missionary of the world started from Europe and that is not a glorious chapter for Europe, but a shameful one.

The idea of ​​God the LORD was and is in truth a theology still useful today for the indoctrination and cementation of patriarchal power, that is, a political theology. One of the main concerns of this political theology was to abolish God's MOTHER, to replace her with God through the Lord, and at the same time to degrade the Mother to the handmaid of the LORD. The fact that once upon a time God has given the MOTHER in our culture is beyond any question. God the MOTHER, however, was never the Mistress. But that also means that it is based on a completely different understanding of divinity. Indeed, we can find God's MOTHER already in the caves and red ocher burials in the embryonic squat position of the Paleolithic, and here lie the very roots of religion and also the roots of Europe. In this context, another fact is significant: just as little as the image of God the MOTHER as LORD has ever given, nor has there ever been a matriarchy, a reign of mothers in reversal of patriarchy. And all historians agree on that as well.
The fact that these relationships are little known to the public and are not taught in schools shows that our society, which seems to be so well informed, has been subjected to a patriarchal brainwashing that is slowly beginning to crumble. This book is intended to help shake up the patriarchal cementations in order to pave the way for a more peaceful society. A more peaceful society between the sexes, a more peaceful society between the people who are fighting each other today, tuned by aggressive mono-ideologies of intolerance. The idea of ​​a monotheism that exposes the woman to impurity, that she has subordinated to the rule of the man and is also the basis for the doctrine: Only my God is the only true God, this monotheism is no matter whether Jewish, Christian or Islamic Expression, an essential cause of the patriarchal war era. Monotheism and war are not necessarily human in nature, but they are the result of a false development of femininity and masculinity, of fatherhood and motherhood and a related image of God. Jutta Voss remarks: "As long as the blood of the woman and with him the woman is demonized and in parallel the blood of the man, be it on the cross or in innumerable wars glorified, as long as there will be no cure" (Voss, Jutta, 2006, p 124). Let's stop demonizing the woman and glorifying the man. One step in this direction is to look behind the Potemkin facades of patriarchy, to complete our history, to see how it came to this, in its social impact disastrous demonization of the woman, while glorifying the man. Only in this way can we create the space to develop a future-oriented, differentiated and diversified image of man, and on this basis also pose the religious question of the future: what should be sacred to people? The cosmos, which today is under the dictates of patriarchy, could breathe easier. "