Die höchste Form der patriarchalen Diskriminierung ist die Behauptung, dass Gott ein Vater und Religion männlich ist

Text: Dr. Kirsten Armbruster – Naturwissenschaftlerin – Patriarchatskritikerin – Autorin-Bloggerin- Mutter; Beitragsbild oben: Felsritzzeichnungen aus La-Roche-La-Linde aus der Grotte de la Roche, Dordogne, Frankreich; Foto: Franz Armbruster Prähistorisches Museum Les-Eyzies-de-Tayac

Datierung: v.u.Z. heißt: vor unserer Zeitrechnung

 

Bild 1: Gott MUTTER vom Hohle Fels, Schelklingen, Schwäbische Alb, Deutschland, Aurignacien; 40 000 v.u.Z.; Creative Commons Attr. 3.0 Unported license, User Ramessos; Bild 2: Gott MUTTER von Dolni Vestonice; Tschechien, älteste Keramikkfigurine der Welt, Gravettien, 25 000 v.u.Z.; Creative Commons Attr. 2,5 Generic license, User Che; Bild 3: Gott MUTTER von Laussel mit dem 13 kerbigen Mondhorn als Kennzeichen des ursprünglichen 13-monatigen Monatskalenders, der im Einklang steht mit dem einst heiligen Menstruationsblut der Frauen, Dordogne, Frankreich, Gravettien 25 000-20 000 v.u.Z. , heute Prähistorisches Museum Bordeaux; Creative Commons Attr. 3.0 Unported License, User 129; Bild 4: Gott MUTTER von Willendorf, Wachau, Donau, Österreich; Foto Franz Armbruster: Museum Willendorf

Aus den Ergebnissen der Interdisziplinären Patriarchatskritikforschung wissen wir heute, dass die Behauptung, Gott sei ein Vater und Religion männlich, das Kernstück des Patriarchats ist. Tatsächlich können wir aus der Freilegung von mindestens 500 000 Jahren Matrifokaler Menschheitsgeschichte diese patriarchale Indoktrination als manipulative Gehirnwäsche bloss stellen, die nur den Zweck hat, männliche Herrschaftsmacht zu legitimieren. 500 000 Jahre Matrifokale Geschichte

 Gott MUTTER Darstellungen im Paläolithikum

Die ältesten Bestattungen der Menschheit fanden alle in Höhlen statt. Bestattungen sind ein wesentliches Kennzeichen des Menschseins und sind Ausdruck der ältesten Religion der Welt, die integrativ mütterlich verstanden wurde. Gott MUTTER steht also am Anfang von Religion, denn alles menschliche Leben wächst in der Bauchhöhle der Mutter heran und in der Rückkehr im Tod in die Erdmutterhöhlen schließt sich der Kreis des Lebens und öffnet den Weg zur Wiedergeburt. Die Höhlen mit ihren häufigen vulvaförmigen Formationen und Eingängen stehen für dieses religiöse Verständnis. Im Neolithikum bilden die Dolmen als vom Menschen geschaffene Höhlen die Begräbnisstätten; Fotos Franz Armbruster

Der wahrscheinlich erste männliche Gott, der mit seinen Händen seinen Penis umfasst, tritt nicht zufällig erst parallel zur ersten Domestikation von caprivoren Herdentieren um 8800 v.u.Z. in Sanliurfa in der Türkei auf, also zu einer Zeit in der Menschen anfingen, die Freiheit von Tieren durch die Tierzucht einzuschränken. Männliche Götter in ihrem Ursprung sind immer neolithische Tierzuchtgötter und auch der biblische Vatergott ist nicht zufällig ein Hirtengott mit Krummstab und Geißel, den Tierzuchtinsignien männlicher Macht, auf die auch heute noch der Krummstab des Bischofs zurückgeht. Tatsächlich ist aber die Implementierung männlicher Götter nicht die Erfindung von Religion, sondern die Erfindung von Theologie. Theologie ist die Basis männlicher Herrschaftsmacht und der Kampf männlicher Herrschaftsmacht ist immer ein Kampf gegen die Natur und gleichzeitig eine Verschleierung des Ursprungs von Religion, die immer menschenartgerecht Gott MUTTER zum Zentrum hatte.

Gott MUTTER Figurinen aus den Grimaldihöhlen von Balzi Rossi an der Grenze Ventimiglia (Italien)/ Menton (Frankreich); Datierung: Gravettien: 27 000 -20 000 v.u.Z.; alle Bilder Nachzeichnungen von Franz Armbruster

Die Natur spricht nämlich eine andere Sprache. Die Natur hat nicht den Vätern, sondern den Müttern in der Gruppe der Mammalia, der Säugetierarten, zu denen auch der Mensch gehört, die Weitergabe des körperlichen Lebens anvertraut. Der Vater trägt nur zu 1 Prozent zu dieser biologischen Körperleistung bei, denn nicht nur der heterosexuelle Liebesakt findet im Körper der Frau statt, sondern die gesamte Entwicklung des Lebens. Das Spermium trägt zudem nur mit einem haploiden Chromosomensatz aus seinem Zellkern zur Entstehung des neuen Lebens bei, während die Eizelle nicht nur über den Chromosomensatz im Zellkern verfügt, sondern auch über das  Zytoplasma mit seinen Zellorganellen, in der sich nicht nur die mitochondriale DNA befindet, die Grundlage der ATP-Bildung und damit des Energiestoffwechsels der Zelle, sondern auch alle anderen Zellorganellen über welche der gesamte Zellstoffwechsel läuft, also der Kohlenhydratstoffwechsel, der Fettstoffwechsel und die Proteinbiosynthese. (mehr dazu in dem Blogbeitrag: „Von Mutterbiologischen Tatsachen und männlichem „Samen“ – Wie das Patriarchat Mütter zu passiven Gefäßen degradiert“ vom Februar 2018). Von mutterbiologischen Tatsachen und männlichem „Samen“ – Wie das Patriarchat Mütter zu passiven Gefäßen degradiert

Die Mutter verfügt zudem über die einzigartige Fähigkeit den Embryo in ihrer Bauch-Höhle über die Nabelschnur mit in ihrem Körper gebildeten heiligen Nabelschnurblut 9 Monate zu nähren, es durch die Kraft ihrer heiligen Vagina-Vulva zu gebären und es durch die weiße Milch ihrer Brüste  sogar mehrere Jahre zu nähren. Naturverbundenen Menschen, wie wir sie im Paläolithikum, in der Altsteinzeit, noch weltweit finden, wäre es daher absurd erschienen, den Vater und den Mann ins Zentrum des Lebens zu stellen, wie wir es in unserer heutigen Gesellschaft weltweit als Basis finden.

Bild 1: Gott MUTTER von La Marmotta, Lago Bracciano, Martignano bei Rom, Italien; Bild 2:Gott MUTTER von Tursac, Dordogne, Frankreich; Bild 3: Gott MUTTER von Parabita bei Lecce; Italien; Bild 4: Gott MUTTER von Sireuil, Gulet de la Gazelle, Dordogne, Frankreich; Datierung von allen Gott MUTTER Darstellungen: Gravettien: 27 000-20 000 v.u.Z.; alle Bilder Nachzeichnungen von Franz Armbruster

Damit Menschen von der Natur so abgetrennt werden, dass sie glauben, dass Religion schon immer männlich war, ist eine extreme, gewaltbasierte manipulative Gehirnwäsche nötig, wie wir sie historisch durch die Forschungsergebnisse der Interdisziplinären Patriarchatskritikforschung mit Beginn des Metallzeitalters nachweisen können. Aber das lateinische Wort „Religare„ , das die Wurzel von Religion widergibt, hat bis heute bewahrt, dass Religion „Anbinden, Losbinden und Zurückbinden“ bedeutet. Das macht nur Sinn im mütterlichen Körper-Kontext. Das bedeutet Religion kann immer nur mütterlich sein:

Gott war also im Ursprung eine Mutter,

weshalb ich als führende Vordenkerin der Interdisziplinären Patriarchatskritikforschung in meinen Veröffentlichungen von Gott MUTTER spreche. Dass der Mann sich im Laufe des Tierzuchtneolithikums zu Gott erklärt hat, ist nie Religion, sondern immer nur Theologie.

Theologie ist der Beginn und die Basis des Patriarchats.

Bild 1 und 2 Gott Mutter Darstellungen aus dem Abri Roc-aux-Sorciers von Anglès-sur-l ´Anglin; Département Vienne, Frankreich; Datierung: 15 000 v.u.Z. ; Bild 3: Gott MUTTER Darstellung aus dem Abri Pataud; Les-Eyzies-de-Tayac; Dordogne, Frankreich, Datierung circa 21 000 v.u.Z.; alle Bilder Nachzeichnungen von Franz Armbruster

Wenn der Feminismus tatsächlich etwas gegen das Patriarchat bewirken will, muss er sich die Forschungserkenntnisse der Interdisziplinären Patriarchatskritikforschung als Basis von Patriarchatskritik zu eigen machen, denn erst dann hört die Symptomdokterei auf, in der sich der Feminismus heute aufgespalten hat. Die Basis des Patriarchats ist der Kampf gegen die Natur. Der Kampf gegen die Natur ist immer ein Kampf gegen den Körper der Mutter, denn tatsächlich werden wir ja alle im Körper einer Mutter ausgetragen.

Wenn ich die Mutter entehre und patriarchal missbrauche, dann lege ich die Basis von Gewalt gegen den weiblichen Körper. Die Gewalt gegen den weiblichen Körper, der als einziger in der Lage ist menschliches Leben weiterzugeben ist vielfältig, aber in der Summe ist diese Gewalt immer die Gewalt des Patriarchats gegen die Natur.

Vulva-Ritzzeichnungen bei Les Eyzies-de-Tayac, Frankreich

Vulva-Ritzzeichnungen bei Les Eyzies-de-Tayac, Frankreich

Vulvaritzzeichnungen aus dem Paläolithikum: Fotos: Franz Armbruster: Prähistorisches Museum Les Eyzies de Tayac, Dordogne Frankreich

Es ist die Missachtung der biologisch verankerten freien female choice, welche sich in vielen verschiedenen Gewaltformen äußert und immer in der Phalanx zwischen Theologie und Ökonomie begründet wird:

Gewaltformen, wie sexuelle Belästigung, welche ihre Berechtigung legitimiert durch theologische Schlampen und Keusche Jungfrauen Indoktrinationen. Gewaltformen wie Vergewaltigung jeglicher Form, Genitalverstümmelung,  Abtreibungsgegnerschaft,  verhüllende Kleidungsvorschriften genauso wie entblößende  Degradierung weiblicher Nacktheit als Sexobjekte, wie es auch die prähistorischen Archäologen tun,  Pornographie, Prostitution, Paarungsfamiliengesetze, häusliche Gewalt bis zu Frauenmord (Femizid), welcher oft verschleiert wird als „Familiendrama“ oder „männliche-Ehre-Beschmutzungsmord“ etc.. All das ist direkte Gewalt gegen den weiblichen Körper. Patriarchale Gewalt geht aber auch wesentlich von einer rein am Mann orientierten Ökonomie aus, welche jegliche Fürsorgearbeit entweder als nicht geldwert oder als geldminderwertig definiert, so dass Frauen und insbesondere Mütter in eine fatale ökonomische Abhängigkeit gezwungen werden, welche durch die am Neoliberalismus orientierte Berufs- und Kinder-Vereinbarkeitspolitik in keiner Weise gelöst wird , was die weltweite Mütterarmut eklatant zeigt. Gewalt richtet sich aber genauso gegen die Tiermütter in einer skandalösen landwirtschaftlichen Massentierhaltung und gegen die Natur insgesamt, was die ökologischen Schäden unserer Wirtschaftsweise überall verdeutlichen.

Gott MUTTER Ritzzeichnungen aus dem Abri de la Magdeleine des Ablis; Penne in Tarn, Frankreich; die Zeichnungen sind an zwei gegenüberliegenden Felswänden angebracht; Datierung 13 000 v.u.Z.; Nachzeichnungen  Franz Armbruster

Wollen wir wirklich etwas gegen das Patriarchat tun, müssen wir die Entstehungsgeschichte des Patriarchats begreifen, welche nämlich parallel läuft mit der Erfindung von männlichen Göttern, also der Erfindung von Theologie und dem Umbruch der männlichen Ökonomie vom Jägertum zum Hirtentum, welche mit einer Vaterschaftshybris einhergeht. Die gute Nachricht ist:

Das Patriarchat ist ein junges Phänomen in der Menschheitsgeschichte, und anders als behauptet, ist die Menschheitsgeschichte eine an der Natur orientierte matrifokale Kulturgeschichte, denn das Patriarchat ist weder Kultur noch Zivilisation, sondern eine Gewaltherrschaft basierend auf eben dieser linear-phalluswachstumsorientierten Vaterschaftshybris.

Bild: Nabelsteinpetroglyphen aus Laxe das Rodas, Nordspanien: Foto: Franz Armbruster

Besinnen wir uns wieder auf die Natur, besinnen wir uns wieder darauf, dass Mütter menschenartgerecht im Zentrum jeder menschlichen Gesellschaft stehen müssen und besinnen wir uns auf den mütterlichen Ursprung von Religion, dann verschwindet das Patriarchat so, wie sich der Nebel im Licht der Sonne auflöst. Dazu muss der Feminismus aber verstehen, dass er dem Patriarchat in die Falle gegangen ist, weil er, wie das Patriarchat selbst, auf die Gleichheit mit dem Mann setzt. Der Mann ist aber nicht das Original und die Frau die Kopie, sondern die Natur hat für die Menschenart evolutionsbiologisch die Natürliche Integrative Ordnung der MUTTER verankert, die besagt, dass alles menschliche Leben von der Mutter ausgetragen wird und zwar weibliches, männliches, intersexuelles und transgender. Das Denken in Paarkategorien ist also Teil der patriarchalen Indoktrination. Um diese Indoktrinationen zu durchblicken, müssen wir aber wieder lernen Biologie und Biologismus zu unterscheiden und dann verstehen wir auch, dass menschliche Kultur nur im Einklang mit der Natur funktioniert und, dass Menschsein wider die Natur keine Kultur ist, sondern gewaltbasierte Barbarei. An den Früchten werdet ihr dies erkennen!

Matrifokalität ist kein Matriarchat

Der Feminismus dient dem Patriarchat – Unbequeme Ansichten einer Patriarchatskritikerin

Die Lüge vom Urvater

Biologie statt Biologismus

Die Natürliche Integrative Ordnung der Mutter und die hierarchische Dualitätsideologie des Patriarchats

NEUERSCHEINUNG: Matrifokalität – Mütter im Zentrum – Ein Plädoyer für die Natur

Das Muttertabu oder der Beginn von Religion

Matrifokalität – Mütter im Zentrum als artgerechte Urform menschlichen Zusammenlebens

Bücher von Kirsten Armbruster

Matrifokalität – Mütter im Zentrum als artgerechte Urform menschlichen Zusammenlebens

Vorteile von Matrifokalität

#MothersToo – Gegen Mütterarmut- Internationaler Frauentag 2019

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Foto: Dr. Kirsten Armbruster – Patriarchatskritikerin – Autorin – Bloggerin

Wir müssen nicht perfekt sein, um politisch zu sein! Das bedeutet jede und jeder kann was tun!

Seit Jahren beschäftige ich mich denkend und schreibend mit den Begrifflichkeiten Carearbeit, Fürsorgearbeit, Sorgearbeit, Reproduktionsarbeit, kenne die diversen Forderungen auch monetärer Art, sowie die angedachte Anbindung an ein Bedingungsloses Einkommen (BGE) und finde sie allesamt unzureichend für ein modernes, patriarchatsbefreites Mutterbild. Ein Mutterbild,  das sich nicht einzwängen lässt innerhalb des patriarchalen Definitionsrahmens zwischen einer christlichen Magd des HERRN, der jede Göttlichkeit abgesprochen wurde, um Vaterschaft theologisch zu internalisieren, einer Reduktion der Mutter als Hausfrau auf die Arbeit im Haus, oder einer von den Nazis mit Mutterkreuzen dekorierten Reduktion der Mutter als Gebärmaschichne möglichst blonder Kinder, zwecks genügenden Kanonenfutters für das Patriarchat.

Genauso ungenügend ist die sich ewig im Kreis drehende Diskussion zwischen rechts und links, dienen sie doch beide dem Patriarchat, denn die größte Diskrepanz in der Kapitalverteilung ist nicht zwischen oben und unten, sondern zwischen Männern und Frauen, wovon Mütter, obwohl sie uns alle, egal ob männlich, weiblich, intersexuell oder transsexuell ins Leben tragen, am untersten Ende der Skala von  finanzieller Mittellosigkeit stehen. In meinem gerade erschienenen Buch über Mütterarmut, habe ich daher als Schwerpunkt die nur am Mann orientierten ökonomischen Strukturen angeprangert, aber auch Lösungen skizziert.

Eine Streitschrift wider eine von Männern definierte und nur am Mann orientierte Ökonomie

Überall im Buchhandel erhältlich: Taschenbuch: 8,90 € und in Kürze auch als e-book für 3,99 €; ISBN: 978 3 7528 5727 6

Als Ergebnis eines längeren Denkprozesses, der einem modernen Mutterbild Rechnung trägt und sich von patriarchalen Definitionszwängen befreit hat, komme ich zu der Forderung im Rahmen eines neuen POLITISCHEN MÜTTERBEWUSSTSEINS (POM), dass ein Müttereinkommen (ME) erforderlich ist, das sich in der Höhe am Median-Einkommen einer Gesellschaft orientiert und von der gesamten Gesellschaft solidarisch finanziert wird. Für Deutschland ergibt sich demnach als angemessene Forderung ein monatliches Mütter-Einkommen (ME) von 3000 € monatlich bis zum 21. Lebensjahr eines Kindes, denn so lange bedarf es der fürsorglichen Begleitung eines Menschenkindes.

Das Müttereinkommen ist nicht gekoppelt an die Kinderzahl, es ist nicht gekoppelt an Berufstätigkeit, sondern ermöglicht erst den finanziellen Freiraum für müttergemäße zyklische Berufstätigkeit und es ist auch nicht gekoppelt an Ausbildung, denn die Natur hat als Lehrmeisterin in Millionen Jahren Mütter evolutionsbiologisch hervorragend ausgebildet für ihre Tätigkeit als Mütter.

Mit einem gesamtgesellschaftssolidarischen Müttereinkommen (ME) haben wir ein wirksames politisches Mittel gegen Mütterarmut, die als Mütterarmut benannt werden muss, und nicht unter dem Deckmantel Kinderarmut zu verstecken ist, und, wir ermöglichen damit den Müttern auch für ihre eigene Rente zu sorgen, um Mütterarmut im Alter zu lösen und auch der Patriarchatslüge entgegen zu treten, die indoktriniert hat, dass Mütter angeblich nicht arbeiten. Deutschland, als stärkste Volkswirtschaft der EU könnte mit der Einführung eines Mütter-Einkommens (ME) den Anfang machen und in einem multilateralen Prozess könnte das Mütter-Einkommen, so wie vor 100 Jahren das Frauenwahlrecht, sich weltweit ausbreiten, orientiert am jeweiligen Medianeinkommen einer Gesellschaft.

 

#GodMother -Lassen wir die Gott-Mann- Theologien hinter uns

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Bild: Gott MUTTER Darstellung aus den Grimaldihöhlen von Balzi Rossi an der Grenze Italien/Frankreich (Ventimiglia/Menton), Gravettien (27 000-20 000 v.u.Z. );

Foto Beitragsbild oben : Gott MUTTER Darstellungen aus dem Abri Roc-aux-Sorciers; Angles-sur L ´Anglin, Département Vienne, 15 000 v.u.Z., beide Bilder: Nachzeichnungen Franz Armbruster

Anläßlich der Internationalen Frauenwoche 2019 und der gestrigen Ausstrahlung des Films „Gottes missbrauchte Dienerinnen“ bei Arte, wo, vorher von Priestern vergewaltigte Nonnen, die schwanger wurden sogar zur Abtreibung gezwungen wurden, hat die Kirche jede moralische Legitimation verloren.

Ich rufe alle die noch einen Funken Moral und Anstand in sich spüren auf, diese theologischen Orte der Misogynie, der Lüge und des Missbrauchs, die nur dazu dienten den Mann zu Gott zu machen, um väterliche Herrschaftsmacht zu legitimieren, zu verlassen. Stimmt mit euren Füßen ab: Geht! Es gibt keine Entschuldigung mehr diese Orte der Bigotterie weiter zu unterstützen!

Das, was seit 3000 Jahren, seit der erstmaligen Einführung von monotheistischen Mann-Gott-Theologien (650 v.u.Z.) zu Zeiten von König Josia, nach der Internalisierung des Mythologischen Muttermords (1100 v.u.Z.) passiert, ist ein Krieg gegen die Natur, ein Krieg gegen die seit dem Paläolithikum bekannte Religion von Gott MUTTER und ein Krieg gegen die Mütter, welche mit ihren einst heiligen Mutterkörpern täglich an das erinnern, was die ursprüngliche Bedeutung von Religion war und bis heute ist.

 

Gott-MUTTER Darstellungen aus dem Paläolithikum: Foto links: Vulvaritzzeichnung Abri La Ferrassie, Dordogne, Frankreich; Aurignacien; Prähistorisches Museum Les Eyzies-de-Tayac; Foto: Franz Armbruster; Foto Mitte: Gott MUTTER Darstellung aus den Grimaldihöhlen von Balzi Rossi, Italien/Frankreich; Gravettien; Nachzeichnung Franz Armbruster; Foto rechts: Gott MUTTER Darstellung von Cussac, Gravettien; Dordogne, Frankreich, Nachzeichnung Franz Armbruster

Religion – abgeleitet von dem lateinischen Verb „religare“ bedeutet nämlich bis heute nichts anderes als Anbinden, Losbinden, Zurückbinden. Die engste Bindung, die alle Menschen – egal ob männlich, weiblich, intersexuell oder transsexuell – haben, ist die Bindung zwischen Mutter und Kind im Körper der Mutter. Die Bindung beruht auf der blutpulsierten Nabelschnur, welche die Gott-Vater-Theologien auf der Grundlage von Gebärneid als zu zerstretende Schlange diffamiert haben.

Jedes Kind kommt aber an der Nabelschanur angebunden auf die Welt. Um dort ein eigenständiges Leben zu führen, muss es von der Mutter losgebunden werden. Im Zurückbinden an den Kreislauf der Natur, bestatteten die Menschen ihre Toten in Höhlen, denn der Mensch wird aus der Bauchhöhle der Mutter geboren und kehrt deshalb sinnvoller Weise im Tod in die Höhlen von Mutter Erde zurück.

Die Interdisziplinäre Patriarchatskritikforschung hat die Religion von Gott MUTTER längst frei gelegt. Verbinden wir uns wieder mit Mutter Natur und setzen die Mütter und die göttliche Mutter wieder ins Zentrum unseres Lebensverständnisses. Dazu müssen wir nichts glauben, sondern einfach nur die Augen öffnen für die Zyklen der Natur:

den Tageszyklus der Sonne mit den heiligen Mutterfarben Rot wie Blut, Weiß wie Schnee, Schwarz wie Ebenholz

den Monatszyklus, welcher mit 13 Mondmonaten dem einst heiligen Menstruationszyklus der Frau folgt, dem einzigen Blut, das ohne Verletzung fließt

den Jahreskreiszyklus, der jährlich ein Werden, Wachsen und Vergehen für jeden sichtbar anzeigt

Wenn wir anfangen die Gehirnwäsche des Patriarchats zu durchblicken, dann können wir uns aus den Fallen des Patriarchats befreien.

Der Weg beginnt mit dem bewussten Verlassen eins kranken widernatürlichen Systems.

Weiterführende Literatur:

Armbruster, Kirsten: Das Muttertabu oder der Beginn von Religion, 2010

 Armbruster, Kirsten: Gott die MUTTER; Eine Streitschrift wider den patriarchalen Monotheismus, Norderstedt, 2013 a

 Armbruster, Kirsten: Der Jacobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland? Die Wiederentdeckung der Wurzeln Europas – Teil 1, Norderstedt, 2013 b

 Armbruster, Kirsten: Matrifokalität – Mütter im Zentrum; Ein Plädoyer für die Natur; Weckruf für Zukunft, Norderstedt, 2014 a

 Armbruster, Kirsten: Der Muschelweg – Auf den Spuren von Gott der MUTTER; Die Wiederentdeckung der matrifokalen Wurzeln Europas; 2014 b

Armbruster, Kirsten: Je suis Charlène – Was Sie schon immer über Religion wissen wollten – Mit einem politischen Statement, 2015

Bott, Gerhard: Die Erfindung der Götter; Essays zur Politischen Theologie, 2009

Bott, Gerhard: Die Erfindung der Götter; Essays zur Politischen Theologie, Band 2, 2014

Uhlmann, Gabriele: Der Gott im 9. Monat – Vom Ende der mütterlichen Gebärfähigkeit und dem Aufstieg der männlichen Gebärmacht in den Religionen der Welt, 2015

 

 

 

 

 

Neu: MÜTTERARMUT – das Buch

Neu erschienen das Buch zum brisanten Thema „Mütterarmut“auf der Basis der Interdisziplinären Patriarchatskritikforschung und eines neuen Politischen Mütterbewusstseins (POM), denn Mutter zu werden ist wunderbar. Im Patriarchat verkehrt sich das Muttersein aber zu einer Falle. Keine Gruppe in unserer Gesellschaft wird so benachteiligt und diskrimiert wie Mütter. Das Ergebnis ist Mütterarmut – weltweit. Das ist ein Skandal. Es ist also höchste Zeit die #MeToo Debatte durch eine #MothersToo Debatte zu erweitern, denn es ist für uns alle von großer Bedeutung, wie eine Gesellschaft mit Müttern umgeht, denn schließlich werden wir alle von Müttern ins Leben getragen.

Mütterarmut

Eine Streitschrift wider eine von Männern definierte und nur am Mann orientierte Ökonomie

Ab sofort als Taschenbuch  und in Kürze auch als e-book überall im Buchhandel und im Internethandel erhältlich: Taschenbuch: 8,90 €; e-book: 3,99 €

Inhalt:

Erkennen, was ist

Patriarchatskritik

Matrifokalität und die Natürliche Integrative Ordnung der Mutter

Die Matrifokale Gesamthandwirtschaft – die älteste Ökonomie des Menschen

Keine Paarungsfamilie im Paläolithikum

Keine Mann-Ernährer-Ökonomie im Paläolithikum

Keine Jagdszenen im Paläolithikum

Die Lüge, dass Mütter nicht arbeiten

Matrifokale Gesamthandwirtschaft als menschenartgerechte Körperökonomie

Die Vaterblase und der ökonomische Raubbau des Patriarchats an der Mutter

Weltweite Mütterarmut, denn Privat-Einkommen (PE) ist Patriarchats-Einkommen (PE) ist Penis-Einkommen (PE

Mütterarmut weltweit

Mütterarmut in Deutschland

Warnung – Mütterfalle Patriarchat

#MothersToo – eine Erweiterung der #MeToo Debatte

Denken, was heute noch undenkbat erscheint

Literaturverzeichnis

Zur Autorin

Februar 2019, 120 Seiten; BoD

ISBN: 978-3-7528-5727-6

Taschenbuch: 8,90 €; e-book: 3,99 €