Die Lüge, dass Mütter nicht arbeiten

Aus dem Buch: Armbruster, Kirsten: „Mütterarmut – Eine Streitschrift wider eine von Männern definierte und nur am Mann orientierte Ökonomie, 2019, S. 43-63, überall im Buchhandel und im Internet erhätlich, Print: 8,90 €; e-book: 3,99 €

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siehe auch: Bücher von Kirsten Armbruster

Mütterarmut weltweit

Neu: MÜTTERARMUT – das Buch

#MothersToo – Gegen Mütterarmut- Internationaler Frauentag 2019

 

Die Lüge, dass Mütter nicht arbeiten

Matrifokale Gesamthandwirtschaft als menschenartgerechte Ökonomie

Matrifokale Gesamthandwirtschaft ist die Wirtschaftsform, die dem Menschen als mutterzentriertem, der kollektiven Kooperation besonders bedürftigem Lebewesen gerecht wird, und auch die Wirtschaftsform, welche den größten Teil der Menschheitsgeschichte praktiziert wurde. Alle arbeiteten gemeinsam, um die Befriedigung der Bedürfnisse des menschlichen Individuums an Nahrung, Fürsorge, Sauberkeit, Wärme, Schutz, Geborgenheit, Schönheitssinn und Lebensfreude innerhalb des Lebensraums der Natur gemeinschaftlich aufzuteilen. Die Evolution hat den emotional modernen Menschen daher, anders als uns von der Kriegsrhetorik des Patriarchats implementiert, besonders stark mit friedlichen, empathischen, altruistischen, schenkbereiten und hypersozialen Fähigkeiten ausgestattet. (Mehr dazu in: Armbruster, Kirsten: Die Evolution frisst keine Kinder – eine anthropologische Revision; http://www.kirstenarmbruster.wordpress.com: 18.01.2018). Die Evolution frisst keine Kinder – eine anthropologische Revision

Die Matrifokale Gesamthandwirtschaft als menschenartgerechte Form der Ökonomie ist eine Wirtschaft der Gesamtgesellschaft und sie ist eine Ökonomie des Körpers. Damit ist sie nicht eine Ökonomie gegen die Natur, wie die heutige auf den patriarchalen Mann zugeschnittene Ökonomie, sondern sie ist eine Ökonomie im Einklang mit der Natur und auf der Basis der Natur, denn ohne Körper und ohne Natur existiert kein menschliches Leben auf der Erde. Der Körper ist das Zentrum unseres Erdenlebens.

Damit der Körper überleben kann, bedarf es der intensiven kollektiven Fürsorge. Die Fürsorgearbeit oder Care-Arbeit ist also die eigentliche Arbeit auf die Menschenleben angewiesen ist. Und diese Arbeit – die eigentliche Arbeit – ist eine zyklische Arbeit und damit eine im Einklang mit der Natur stehende Arbeit, auch hier im Gegensatz zur patriarchalen Arbeit, welche auf exponentielles Wachstum und damit auf Ausbeutung der Natur setzt. Das bedeutet in der Konsequenz, dass die patriarchale Ökonomie, welche den ökonomischen Mann als profit-, eigennutz- und wettbewerbsorientiertes und damit lebensfernes theoretisches Mensch-Maschinen-Modell ins Zentrum katapultiert hat, nicht auf das Leben, sondern auf Tod und Zerstörung setzt. Tatsächlich verstößt diese Form der Ökonomie, die inzwischen global propagiert und praktiziert wird, nicht nur permanent gegen die physikalischen Naturgesetze, denen wir auf der Erde unterworfen sind, denn unendliches Wachstum kann es auf dieser Erde nicht geben, sondern sie verstößt gleichermaßen auch gegen die biologischen Lebensgesetze, denen der Mensch als besonders fürsorge- und gemeinschaftsbedürftiges Lebewesen nun mal unterliegt.

So ,wie die Sonne jeden Morgen im Osten aufgeht und im Westen untergeht, und damit den Tageszyklus des Lebens bestimmt, so, wie die zunehmenden und abnehmenden Wachstumsphasen von Frau Mond unseren Monatszyklus bestimmen und die Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter den Jahreszyklus, so ist auch die Fürsorgearbeit zyklisch. Katrine Marçals formuliert in ihrem hervorragenden Buch „Machonomics“ treffend: (2016, S. 33)

„Der weggefegte Staub kehrt früher oder später zurück. Die gestopften Mäuler werden schon bald wieder hungrig sein. Und die Kinder, die man eben ins Bett gesteckt hat, wachen mitten in der Nacht wieder auf. Auf das Abendessen folgt der Abwasch, auf den Abwasch die nächste Mahlzeit und mit ihr neues schmutziges Geschirr“. (Marçals, Katrine: „Machonomics“, 2016, S. 33).

Diese ökonomisch versierte Journalistin, deren Buch Pflichtlektüre werden sollte, hat die Absurdität aller heute geltenden ökonomischen Mann-Theorien als menschenuntauglich, weil körperuntauglich entlarvt. Sie schreibt:

„Folglich sind wir trotz und nicht aufgrund unseres Körpers menschlich. An seinen Körper erinnert zu werden, heißt, an die Hilflosigkeit, an die unbedingte Abhängigkeit, die einen Teil der menschlichen Existenz ausmachen, erinnert zu werden. Daran, dass der Körper aus einem anderen Körper geboren wird und als schrumpeliges Neugeborenes seiner Umwelt schutzlos ausgeliefert ist. Ein menschlicher Körper, der stirbt, wenn er nicht geliebt wird. Der alles erwartet und alles braucht. Der durch Krankheit in die Abhängigkeit zurückgeworfen wird, der altert und stirbt“. (ebenda, S. 161/162).

Ein paar Zeilen weiter setzt die Autorin ihre Analyse fort:

„Unsere ökonomischen Theorien sträuben sich, die Realität des Körpers zu akzeptieren und versuchen, ihr mit allen erdenklichen Mitteln zu entfliehen. Der Tatsache, dass Menschen klein sind, wenn sie geboren werden, zerbrechlich, wenn sie sterben, dass sie bei einer Verletzung anfangen zu bluten, ganz gleich, wer man ist, woher man kommt, was man verdient und wo man wohnt. In unseren Körpern nimmt das seinen Ursprung, was uns gemein ist. Wir zittern, wenn uns kalt ist, schwitzen, wenn wir rennen, schreien, wenn wir einen Orgasmus haben oder ein Kind gebären. Durch unsere Körper nähern wir uns einander an. Und aus genau diesem Grund löscht der ökonomische Mann ihn aus und versucht uns weiszumachen, es gäbe ihn nicht. Wir betrachten ihn von außen, wie fremdes Kapital. Und dabei sind wir allein“. (ebenda, S. 162/163).

Die weitsichtige Autorin konstatiert:

„Die ökonomischen Theorien trennen uns von unseren Körpern“. (ebenda, S. 161).

Auch hier steht am Ende wieder der Tod. Der Selbstmord durch Überarbeitung, wie er in Japan oder auch in China immer wieder dokumentiert wird und in China aufgrund seiner Häufigkeit sogar einen eigenen Namen hat, nämlich guolaosi: Tod durch Überarbeitung. (ebenda, S. 124). Und vor dem Tod die Krankheit, welche sich auch in westlichen kapitalistischen Ländern immer häufiger in psychosomatischen Symptomkomplexen wie Depressionen oder Burn Out zeigt, und in den USA mit einem epidemischen Anstieg an Drogentoten durch Opiate in Verbindung steht, welche von Ärzten gegen Schmerzen verschrieben werden. Der Mensch ist eben keine Maschine, er reagiert mit Schmerzen, er reagiert mit Krankheit, und, wenn er den Schmerz gar nicht mehr aushält, dann stirbt er – auch der auf Gier und Konkurrenz getrimmte patriarchal-ökonomische Mann: vereinzelt und einsam!

Katrine Marçals schreibt:

„Der Mensch kann nicht nur an Nahrungs- oder Wassermangel sterben – sondern auch an Einsamkeit. Ein Baby, das nie hochgenommen und nie gestreichelt wird, wird nicht überleben. Selbst dann, wenn seine materiellen Bedürfnisse gestillt sind“. (ebenda, S. 170).

Die Ökonomieexpertin führt aber weiter aus.

„Nähme man den Köper als Ursprungsort der Ökonomie ernst, zöge das weitreichende Folgen mit sich. Eine auf den gemeinsamen Bedürfnissen menschlicher Körper basierende Gesellschaft würde sich von der Gesellschaft, wie wir sie heute kennen, markant unterscheiden. Hunger, Kälte, Krankheiten, unzulängliche Krankenpflege und Nahrungsmangel wären zentrale Problematiken der Ökonomie und nicht das, was sie heute sind: bedauerliche Nebenwirkungen eines Systems … Unsere ökonomischen Theorien sträuben sich, die Realität des Körpers zu akzeptieren und versuchen, ihr mit allen erdenklichen Mitteln zu entfliehen“. (ebenda, S. 162).

Die menschenartgerechte Matrifokale Gesamthandwirtschaft erfüllt die für die menschliche Existenz erforderlichen ökonomischen Grundbedingungen: Sie ist am Körper orientiert. Sie ist kollektiv und gemeinschaftsbasiert organisiert. Sie stellt die Mütter menschenartgerecht ins Zentrum, auch in der Ökonomie. Und damit ist sie natürlich und naturbasiert und auch deshalb die Lösung für die lebenskollabierende Form des Wirtschaftens des von patriarchalen Vaterblasen getriebenen patriarchal-ökonomischen Mannes, der jede Erdung und damit jeden Realitätssinn verloren hat.

 

Die Vaterblase und der ökonomische Raubbau des Patriarchats an der Mutter

 

Die menschenwidernatürliche, auf einem puerilen Gebärneid beruhende, egomanisch-konkurrenz- und Gier getriebene, phalluswachstumsorientierte und damit naturgemäß labile Vaterblase des Patriarchats hat hingegen diese menschenartgerechte, an der Natürlichen Integrativen Ordnung der Mutter orientierte Matrifokale Gesamthandwirtschaft ersetzt durch das „Teile und Herrsche Dogma“ des Patriarchats, das auf Raub aufgebaut ist, denn privare bedeutet nichts anderes als rauben. So wird deutlich, dass die Ökonomie des Patriarchats nichts anderes ist als Raubbau:

  • Raubbau an der Mutter
  • Raubbau an der Natur
  • Raubbau an Mutter Natur

Da die Natur evolutionsbiologisch und mutterkörperbiologisch die Mütter ins Zentrum der Menschenart gesetzt hat, beruht die Ökonomie des Patriarchats erstens auf dem Raubbau an den Körpermüttern, und zwar den Menschenmüttern und den Tiermüttern und zweitens auf dem Raubbau an der mütterlichen Natur insgesamt, denn nicht zufällig sprechen wir bis heute noch von Mutter Erde oder Mutter Natur.

Diesen natürlichen Gegebenheiten auf der Erde steht eine heute scheinbar fest etablierte, patriarchal-symbolische, künstliche naturabgetrennt-logosbasierte, wie Claudia von Werlhof es nennt, alchemistische Weltkonstruktion entgegen, (Werlhof von, Claudia: West-End – Das Scheitern der Moderne als Kapitalistisches Patriarchat und die Logik der Alternativen, 2001, S. 106-129), die sowohl bei griechischen Philosophen wie Aristoteles, Platon oder Sokrates, aber auch zeitgleich in Ostasien bei Konfuzius zu finden ist und von allen Welttheologien als Wertebasis unserer heutigen globalisierten Gesellschaft gott-autoritär verstärkt und internalisiert wird und durch imperialistische Kolonisation der gesamten Welt mit Gewalt aufgezwungen wurde.

Ina Praetorius hat in ihrem Essay „Wirtschaft ist Care“ diese von ideologischen Patriarchen und von der Natur abgetrennte, inzwischen globalisierte, patriarchale Männerfiktion in folgenden Kernaussagen zusammengefasst:

  • „Es gibt zwei Sorten von Menschen, freie und unfreie, und es gibt zwei Geschlechter, Männer und Frauen.
  • Männer sind wichtiger, klüger, stärker und freier als Frauen.
  • Der Maßstab, an dem sich die Definition des Menschlichen misst, ist der einheimische erwachsene Mann.
  • Es gibt Menschen – Ehefrauen, Kinder, Sklavinnen und Sklaven – die sich legitimer Weise im Besitz anderer Menschen – Herren, Herrinnen – befinden.
  • Dass es in diesem Sinne freie und abhängige Menschen gibt, entspricht dem natürlichen beziehungsweise göttlichen Gesetz (logos) und ist somit unabänderlich“.

 (Praetorius, Ina; Wirtschaft ist Care oder: Die Wiederentdeckung des Selbstverständlichen“, Heinrich-Böll-Stiftung: Schriften zu Wirtschaft + Soziales, Band 16, 2015, S. 13).

Damit sind die Frauen als Ehefrauen auf der Ebene von Sklavinnen und das ist ja der Sinn der Paarungsfamilien-Ehe: Müttersklavinnen zu schaffen, um als patriarchaler Mann einerseits von der eigentlichen Arbeit, der um den Körper herum situierten Arbeit, frei zu werden und gleichzeitig durch die Degradierung von Müttern als Sklavinnen väterliche Zugangsrechte zu erwirken auf die Früchte ihrer Körperarbeit, der Arbeit, welche ausschließlich ihr Mutterkörper fähig ist zu leisten, in einem biologisch perfekt abgestimmten Zusammenspiel aus ihrer körpereigenen Physiologie, ihrer Vulva, ihrer Vagina, ihren Eierstöcken, ihrer Gebärmutter, ihrer Eizelle, dem Zytoplasma ihrer Eizelle, den Zellorganellen im Zytoplasma ihrer Eizelle, den Genen im Zellkern dieser Eizelle, aber auch von den Genen in den maternalen Mitochondrien im Zytoplasma dieser Eizelle, der so genannten mitochondrialen DNA, anhand derer sich eine durchgehende matrilineare Genealogie bis zu unserer ältesten Ahnin in Afrika aufstellen lässt, welche die Mutter aller AfrikanerInnen und damit die Mutter aller heutigen auf der Erde lebenden Menschen ist. GenetikerInnen, wie Bryan Sykes, nennen diese genealogische Urmutter aller Menschen die mitochondriale Eva. (Sykes, Bryan; Die sieben Töchter Evas – Warum wir alle von sieben Frauen abstammen – revolutionäre Erkenntnisse der Gen-Forschung, 2003, S. 304).

Diese einzigartige Mutterkörperarbeit der Lebensentstehung wird durch das Patriarchat nicht nur durch männerzentriert-biologistische und eindeutig falsche, sogenannte wissenschaftliche aber tatsächlich bewusst irreführende Fortpflanzungsideologien unsichtbar gemacht. (Mehr dazu in: Armbruster, Kirsten: Von mutterbiologischen Tatsachen und männlichem „Samen“ – Wie das Patriarchat Mütter zu passiven Gefäßen degradiert“ http://www.kirstenarmbruster.wordpress.com vom 08.02.2018  Von mutterbiologischen Tatsachen und männlichem „Samen“ – Wie das Patriarchat Mütter zu passiven Gefäßen degradiert), sondern ebenso durch unsere Theologien, wird doch in patriarchal-monotheistischer Tradition, welche alle die fünf Bücher Mose anerkennen, behauptet, dass Gott der HERR bestimmt hat, dass eben diese Eva aus der Rippe Adams, dem angeblichen Erdling stammt, was nichts anderes bedeutet, als dass die mütterliche Körperarbeit negiert wird, nicht stattfindet, zur Unsichtbarkeit verdammt wird. Absolut lächerlich diese Vorstellung und dennoch ist dies die theologische Basis von Okzident und Orient.

Dazu passt, dass Papst Benedikt I. im Jahr 2006 in seiner Vorlesung über Glaube Vernunft und Universität auf den tiefen Einklang hinweist zwischen dem, was im besten Sinne griechisch ist und dem auf der Bibel gegründetem Gottesglauben. (Praetorius, Ina; Wirtschaft ist Care oder: Die Wiederentdeckung des Selbstverständlichen“, Heinrich-Böll-Stiftung: Schriften zu Wirtschaft + Soziales, Band 16, 2016, S. 16).

Der Gott welcher die Frau durch den muthos, das in der Öffentlichkeit gesprochene Wort, jeder sichtbaren Vernunft zum Trotz, aus der Rippe des Mannes schafft, verfügt dann ja auch, dass der Mensch, gemeint ist natürlich der Mann, sich die Erde untertan machen soll. Da der patriarchale Mann gelernt hat, zu gehorchen, seinem HERRN, tut er das bis heute in einem apokalyptischen Ausmaß. Er, der patriarchale Mann stammt schließlich vom Hirten ab. Er ist gewohnt gezüchtigt und eingefangen zu werden mit der Geißel des Hirten und dessen Krummstab und er ist ja über die vielen Generationen auch gezüchtet worden auf dieses toxisch-patriarchale Männerbild des HERRN, das nicht weinen darf, nicht einmal im Angesicht des unglaublichen Ausmaßes an Zerstörung, das dieses ideologische Patriarchatskonglomerat inzwischen angerichtet hat in dieser schönen Welt.

Dieses Patriarchatskonglomerat fußt auf der Versklavung der Mütter, der Menschenmütter und der Tiermütter und auf der Versklavung der Erde, indem es die Mutter unsichtbar macht: Unsichtbar in ihrer Körperlichkeit, unsichtbar in der Menschheitsgeschichte, unsichtbar als Gott MUTTER und Ursprung von Religion und auch unsichtbar in ihrer Arbeit und ihrem elementaren Beitrag zur Ökonomie, denn nicht nur die Arbeitsleistung von Müttern in der Fürsorgearbeit wird durch Totschweigen im Bruttoinlandsprodukt (BIP) unsichtbar gemacht, sondern auch die ökonomische Leistung der Erde selbst.

Katrine Marçals schreibt in ihrem Buch „Machonomics“ (2016) dazu:

„Eines der zahlreichen Probleme des Patriarchats liegt darin begründet, dass es zu inkorrekten ökonomischen Messungen führt … Gesetzt den Fall, man möchte sich einen realistischen Überblick über den Markt verschaffen, kann man beispielsweise nicht außer Acht lassen, was die Hälfte der Menschheit tagtäglich treibt“. (ebenda, S. 168).

Die Hälfte der Menschheit, das sind diese Frauen, welche im linken politischen Spektrum zum „Nebenwiderspruch“ degradiert werden und in politisch konservativen und rechten Kreisen im Privaten verbleiben sollen. Nur, dass Ökonomie und Arbeit eben nicht männlich sind, wie Marx mit seinem ausschließlichen Blick auf Produktion schieflagig fehlinterpretierte.

Tatsächlich ist das Private der vom patriarchalen Mann markierte Raum des Raubes, wenn frau die wahre Bedeutung des Begriffs privare als rauben wieder rückinternalisiert hat und damit versteht, dass das Haus und die Arbeit, die in diesem Haus stattfindet, patriarchatsdefiniert der Ort der Sklavinnen ist, weshalb Männer natürlich keine Hausarbeit machen können und Frauen und Kinder nicht zufällig in diesem Haus des Raubes besonderer Gewalt ausgesetzt sind, so, dass auch hierfür ein Begriff geschaffen werden musste, nämlich: „Häusliche Gewalt“. Das Haus der patriarchalen Paarungsfamilie ist der gefährlichste Ort für Frauen und Kinder. Das Haus ist patriarchatsgewollt der Raum in welcher die Versklavung der Frau stattfindet, der Raum, der außerhalb der Politeia, außerhalb des öffentlichen Raums liegt, welcher dem Mann vorbehalten ist, weshalb die Politik auch keinerlei Anstalten macht, die Arbeit, die in diesen Häusern geleistet wird, weder ideell, geschweige denn monetär zu erwähnen, noch zu würdigen.

Eine der wenigen Veröffentlichungen über diese große Arbeitsleistung von Müttern in unserer Gesellschaft, die in der Politeia, kaum ins öffentliche Bewusstsein gerückt wird, wurde von Christian Leipert und Michael Opielka in ihrem Beitrag „Erziehungsgehalt 2000“ vorgestellt. Hier können wir nachlesen:

„Bilden wir ein um die unbezahlte Haushaltsproduktion erweitertes Bruttoinlandsprodukt, entfällt auf die Haushaltsproduktion je nach Berechnung des Stundenlohns ein Anteil zwischen 29-47 % des Bruttoinlandprodukts. Rund zwei Drittel der unbezahlten Arbeit wird in unserer Gesellschaft von Frauen geleistet. In der Statistik ist diese Leistung jedoch bisher unsichtbar“. (Leipert, Christian; Opielka Michael: Erziehungsgehalt 2000, 1998, bereits zitiert in Armbruster, Kirsten: Starke Mütter verändern die Welt, 2007, S. 135).

Katrine Marçals nennt in ihrem Buch „Machonomics“ Zahlen aus Kanada, welche den Anteil an unbezahlter Arbeit zwischen 30,6 und 40, 1 Prozent beziffern, wenn diese Arbeit ins BIP mit eingerechnet werden würde. (Marçals, Katrine; 2016, S. 62). Wird sie aber nicht-der Politeia sei Dank!

Die Zeitung „DIE WELT“ nennt für Deutschland neuere Zahlen. Tobias Kaiser schreibt dort in seinem Beitrag „Hausarbeit von Frauen mehr als eine Billion Euro wert“ vom 13.05.2017:

„Die häusliche Arbeit von Frauen leistet einen beträchtlichen Beitrag zur Wertschöpfung in Deutschland. So haben laut Berechnungen der WELT AM SONNTAG Frauen im Jahr 2013 knapp 54 Milliarden Stunden unbezahlt gearbeitet. Zwar tauchen diese Stunden in der offiziellen Statistik nicht auf, doch würde ihre Arbeit regulär entlohnt, würden dafür Bruttolöhne von mehr als einer Billion Euro fällig. Zum Vergleich: Die gesamte in der offiziellen volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung erfasste Wirtschaftsleistung Deutschlands lag 2013 bei 2,54 Billionen Euro. Die Berechnung beruht auf einer Untersuchung des Statistischen Bundesamtes“… (Kaiser, Tobias: DIE WELT, 13.05.2017).  

Allen diesen Statistiken ist gemein, dass sie eine hohe Arbeitsleistung von Frauen, genauer gesagt von Müttern bestätigen, was Lisa-Marie Eckart, eine offensichtlich brav-patriarchal gezüchtete Autorin bei SPIEGEL ONLINE nicht darin hindert am 27.06.2018 einen Artikel zu schreiben mit der patriarchatskonformen Mütterbashing-Überschrift:

Wenn die Mutter nicht arbeitet, bleibt das Kind arm“.

Ohne patriarchale Gehirnwäsche hätte sie schreiben müssen:

Wenn die Arbeit von Müttern nicht bezahlt wird, bleibt das Kind arm“.

Denn tatsächlich kommt ja zu der eigentlich „Eine Billion Werten Hausarbeit von Frauen“ noch ein beträchtlicher Wert an bezahlter Arbeit hinzu, welche von Frauen und eben auch von Müttern geleistet wird, denn nach der OECD Studie vom 20.2.2017 sind in Deutschland 70 Prozent der Mütter zusätzlich erwerbstätig, 30 Prozent der Mütter arbeiten sogar Vollzeit, fast 40 Prozent in Teilzeit und die durchschnittliche Wochenerwerbsarbeit von Müttern beträgt 20 Stunden. Die frauendiskriminierende Lohnlücke in Deutschland beträgt zudem 21 Prozent, auch deshalb, weil dringend benötigte Berufsfürsorgearbeit in Berufen wie ErzieherInnen, KrankenpflegerInnen und AltenpflegerInnen trotz einer hohen Marktnachfrage, nicht nur miserabel bezahlt werden, sondern auch unter besonders ausbeuterischen Bedingungen stattfindet. (siehe hierzu auch: Winker, Gabriele; CARE REVOLUTION – Schritte in eine solidarische Gesellschaft“, 2015).

Dass die vom Neoliberalismus als Ökonomie-Götzen angebetete Markteffizienzhypothese gerade auch in diesem Bereich nicht funktioniert, denn sonst müsste ja eine stark gestiegene Nachfrage stark steigende Preise zur Folge haben, was aber ganz offensichtlich nicht der Fall ist, zeigt einmal mehr die Absurdität der patriarchalen Mann-Ökonomietheorien.

Diese patriarchalen Ökonomietheorien funktionieren deshalb nicht, weil sie an der Bedürftigkeit und der Abhängigkeit und letztendlich der Körperlichkeit der Menschenart vorbeigehen. Das bedeutet, dass alle diese ökonomischen patriarchalen Manntheorien realitätsfern sind. Sie sind nicht fähig, die Wirklichkeit zu erfassen. Deshalb produzieren sie auch eine Vaterblase nach der anderen. Finanzblasen, Bankenblasen, Immobilienblasen, Kriegsblasen. Allen diesen Vaterblasen ist gemein, dass sie vom Leben entfremdet und damit tief zerstörerisch sind.

Katrine Marçals analysiert treffend:

„Um wirtschaftlich florieren zu können, braucht eine Gesellschaft Menschen, Kompetenzen und Vertrauen. Das sind genau die Ressourcen, die vor allem durch unbezahlte Hausarbeit hervorgebracht werden. Glückliche und gesunde Kinder sind die Grundvoraussetzung für jede positive Entwicklung – auch die ökonomische. Der ökonomische Mann hingegen hat weder Kindheit noch Kontext. Er schießt aus der Erde wie ein Pilz. Und wenn die Theorie annimmt, dass wir alle sind wie er, bleibt ein beträchtlicher Teil der Ökonomie unsichtbar. In der Praxis ist der ökonomische Mann eine Möglichkeit, Frauen auszusperren“. (Marçals, Katrine, 2016, S. 63).

Zwei Kapitel weiter bringt Marçals das Problem des patriarchal-ökonomischen Mannes noch einmal auf den Punkt. Sie schreibt:

„Die tatsächliche Selbstwahrnehmung der Menschen hat keinen Platz in der heutigen Ökonomie. Die Theorien stützen sich lieber auf eine fiktive Figur, deren markanteste Charakteristik darin besteht, dass sie keine Frau ist“. (ebenda, S. 180).

Und der Feminismus begnügt sich damit, dafür zu kämpfen die Frauen in ein nicht funktionierendes, zerstörerisches System hineinzutreiben, anstatt das System des Patriarchats von seinen Grundfesten her zu hinterfragen und dessen lebens-, natur- und körperverachtende Strukturen zu entlarven.

Katrine Marçals ergänzt:

„Die Frau soll ihren Wert auf einem Arbeitsmarkt unter Beweis stellen, der sich noch immer vorwiegend auf den Bedürfnissen des Mannes gründet. Sie soll sich in Kategorien behaupten, die von und für Männer geschaffen wurden – auf Basis einer Wirklichkeit, die Frauen aussperrt“. (ebenda, S. 63).

Einsperren ins Private, den Raum des Raubes und ausschließen aus dem Raum der Politeia, der Öffentlichkeit, in dem Mann-Gott-Theologien und Mann-Ökonomie die ideologischen Rahmenbedingungen diktieren, in denen Gesellschaft stattzufinden hat, ist in der ideologischen Logosweltkonstruktion des Patriarchats ein und dasselbe. Es sind die zwei Seiten derselben Medaille und die Medaille, die glänzt in verführerischem Gold, ist nichts anderes als das Patriarchat, eine männerideologische Welt, in der Frauen und Kinder nur als Statisten vorgesehen und abgeschnitten sind von dem Gold, dem Geld, ohne die eine Existenz in einer privatisierten kapitalistischen Männerbesitz-Gesellschaft nicht möglich ist. Tatsächlich besitzen Frauen, ubiquitär gesehen, auch heute noch nur 1 Prozent dieses Männerbesitzkapitals, was nicht an den schlechten Leistungen der Frauen liegt, sondern am ideologischen Patriarchatskonglomerat.

Tatsächlich wird in der nicht aufgehenden Rechnung der patriarchalen Mann-Gott-Ökonomie aber nicht nur die Frau, insbesondere als Mutter ausgesperrt, sondern auch die Natur selbst, denn jedes ökonomische Handeln ist angewiesen auf die Natur. Harald Lesch und Klaus Kamphausen haben die Leistungen der Natur in ihrem Buch „Die Menschheit schafft sich ab – Die Erde im Griff des Anthropozän“ von 2018 aufgeführt und den von dem amerikanischen Professor für ökologische Ökonomie Robert Constanza bereits 1997 berechneten Wert für „Wasser, fruchtbare Böden, Ozeane voller Fisch, Lebensräume für Millionen von Tier- und Pflanzenarten, Nahrung, Rohstoffe, die Regulierung natürlicher Kreisläufe und nicht zuletzt den Erholungswert und die Schönheit der Natur“ aufgeführt. Dieser beläuft sich auf 33 Billionen Dollar jährlich, während die Summe der weltweiten Bruttoinlandsprodukte in diesem Jahr lediglich bei 18 Billionen Dollar lag“. (Lesch, Harald, Kamphausen, Klaus Die Menschheit schafft sich ab – Die Erde im Griff des Anthropozän, 2018, S. 241).

Die patriarchale Wissenschaft der Ökonomie ist offenbar nicht in der Lage, realitätsbezogen und damit wissenschaftlich zu arbeiten. Ihre Modelle sind nicht nur lebensuntauglich, sondern ganz offensichtlich verfügen sie auch nicht über die Grundkenntnisse der Mathematik. Sie berücksichtigen weder die weltweit geleistete gesellschaftliche Arbeit von Müttern und ihren wesentlichen Beitrag zur Weltökonomie, noch die Ökonomie der Natur selbst. Dieser Mütter-Raubbau, diese Mütterversklavung, die der Menschenmütter, die von Mutter Natur, aber auch der gnadenlose Raubbau an den Tiermüttern in einer skandalös-würdelosen Massentierhaltung der heutigen unökologischen Land-Wirtschaft ist ein global-ökonomischer Skandal.

Literaturverzeichnis:

 Armbruster, Kirsten: Die Evolution frisst keine Kinder – eine anthropologische Revision vom 18.01.2018 www.kirstenarmbruster.wordpress.com

Armbruster, Kirsten. Von mutterbiologischen Tatsachen und männlichem „Samen“ – Wie das Patriarchat Mütter zu passiven Gefäßen degradiert vom 08.02.2018 kirstenarmbruster.wordpress.com

Armbruster, Kirsten: Starke Mütter verändern die Welt – Was schiefläuft und wie wir Gutes Leben für alle erreichen, 2007

Eckart, Lisa-Marie: SPIEGEL ONLINE: Wenn die Mutter nicht arbeitet, bleibt das Kind arm: 27.06.2018

Kaiser, Tobias: DIE WELT: Hausarbeit von Frauen mehr als eine Billion Euro wert: 13.05.2017

Lesch, Harald; Kamphausen, Klaus: Die Menschheit schafft sich ab – Die Erde im Griff des Anthropozän, 2018

Marçals, Katrine: MACHONOMICS – Die Ökonomie und Frauen; 2016

Praetorius, Ina: Wirtschaft ist Care oder: Die Wiederentdeckung des Selbstverständlichen“, Heinrich-Böll-Stiftung: Schriften zu Wirtschaft + Soziales, Band 16, 2015

Sykes, Bryan: Die sieben Töchter Evas – Warum wir alle von sieben Frauen abstammen – revolutionäre Erkenntnisse der Gen-Forschung; 2003

Werlhof von, Claudia: West-End – Das Scheitern der Moderne als Kapitalistisches Patriarchat und die Logik der Alternativen, 2001

Winker, Gabriele: CARE REVOLUTION: Schritte in eine Solidarische Gesellschaft; 2015

Weiterführende Literatur:

Eisler, Riane: The Real Wealth of Nations – Creating a Caring Economics; 2007, 2008

Felber, Christian: Gemeinwohlökonomie, 2014

Helfrich, Silke, Bollier, David, Heinrich-Böll-Stiftung (Hg.): Die Welt der COMMONS – Muster Gemeinsamen Handelns; 2015

Mies, Maria: Patriarchat und Kapital: Frauen in der internationalen Arbeitsteilung, 1996

Mies, Maria: Krieg ohne Grenzen – die neue Kolonisierung der Welt, 2005

Mies, Maria; Shiva Vandana: Ökofeminismus: Die Befreiung der Frauen, der Natur und unterdrückter Völker – Eine neue Welt wird geboren, 2016

Ostrom; Elinor: Was mehr wird, wenn wir teilen – Vom gesellschaftlichen Wert der Gemeingüter, 2012

Scheidler, Fabian: Das Ende der MEGA MASCHINE: Geschichte einer scheiternden Zivilisation, 2016

Tazi-Preve, Mariam Irene: Das Versagen der Kleinfamilie – Kapitalismus, Liebe und Staat, 2017

Von Werlhof Claudia, Bennholdt-Thomsen, Faraclas, Nicholas (Hg.): Subsistenz und Widerstand, 2003

The english version of the text, translated by Deep L:

The lie that mothers don’t work

From the book: Armbruster, Kirsten: „Mütterarmut – Eine Streitschrift gegen eine von Männern definierten und nur am Mann orientierte Ökonomie, 2019, p. 43-63, available everywhere in bookstores and on the Internet, Print: €8.90; e-book: €3.99

see also: Books by Kirsten Armbruster

New: MOTHERARMUT – the book

#MothersToo – Against maternal poverty – International Women’s Day 2019

 

Matrifocal total agriculture as a human-type economy

Matrifocal total agriculture is the economic form that does justice to man as a mother-centered, collective cooperation of particularly needy living beings, and also the economic form that has been practiced for the greater part of human history. They all worked together to share the satisfaction of the human individual’s needs for food, care, cleanliness, warmth, protection, security, beauty and joie de vivre within nature’s habitat. Evolution has therefore, unlike us implemented by the war rhetoric of patriarchy, equipped emotionally modern man particularly strongly with peaceful, empathic, altruistic, gift-granting and hypersocial abilities. (Read more in: Armbruster, Kirsten: Evolution does not eat children – an anthropological revision; http://www.kirstenarmbruster.wordpress.com: 18.01.2018). Evolution does not eat children – an anthropological revision

The matrifocal total economy as a form of economy suitable for human beings is an economy of the total society and it is an economy of the body. Thus it is not an economy against nature, like today’s economy tailored to the patriarchal man, but it is an economy in harmony with nature and on the basis of nature, because without body and without nature there is no human life on earth. The body is the centre of our life on earth.

In order for the body to survive, intensive collective care is required. The welfare work or care work is therefore the actual work on which human lives depend. And this work – the actual work – is a cyclical work and thus a work in harmony with nature, also here in contrast to the patriarchal work, which relies on exponential growth and thus on the exploitation of nature. Consequently, this means that the patriarchal economy, which has catapulted the economic man into the center as a profit-, self-interest and competition-oriented and thus non-life theoretical man-machine model, does not focus on life, but on death and destruction. In fact, this form of economy, which is now globally propagated and practiced, not only permanently violates the physical laws of nature to which we are subjected on earth, for infinite growth cannot exist on this earth, but it also equally violates the biological laws of life to which man, as a living being in special need of care and community, is subject.

Just as the sun rises every morning in the east and sets in the west, and thus determines the daily cycle of life, just as the increasing and decreasing growth phases of the moon determine our monthly cycle, and the seasons spring, summer, autumn and winter determine the annual cycle, so too is the work of care cyclical. Katrine Marçals formulates this aptly in her excellent book „Machonomics“: (2016, S. 33)

„The dust swept away will return sooner or later. The stuffed mouths will soon be hungry again. And the children who have just been put to bed wake up in the middle of the night. Dinner is followed by washing the dishes, the next meal is followed by washing the dishes and with their new dirty dishes“. (Marçals, Katrine: „Machonomics“, 2016, p. 33).

This economically savvy journalist, whose book was to become compulsory reading, has exposed the absurdity of all economic man theories in force today as unfit for human beings because they are physically unfit. She writes:

„Consequently, we are human despite, and not because of, our bodies. To be reminded of one’s body means to be reminded of helplessness, of the absolute dependence that is part of human existence. That the body is born from another body and is at the mercy of its environment as a wrinkly newborn. A human body that dies if it is not loved. Who expects everything and needs everything. Who is thrown back into dependence by illness, who ages and dies“. (ibid., p. 161/162).

A few lines further the author continues her analysis:

„Our economic theories are reluctant to accept the reality of the body and try to escape from it by any means imaginable. The fact that people are small when they are born, fragile when they die, that they start bleeding from an injury no matter who you are, where you come from, what you deserve and where you live. What is mean to us originates in our bodies. We tremble when we are cold, sweat when we run, scream when we have an orgasm or give birth to a child. Through our bodies we approach each other. And for exactly this reason the economic man erases him and tries to make us believe that he does not exist. We look at it from the outside, like foreign capital. And we are alone in it“. (ibid., p. 162/163).

The farsighted author states:

„Economic theories separate us from our bodies.“ (ibid., p. 161).

Here, too, death stands at the end again. The suicide by overwork, as it is documented again and again in Japan or also in China and even has its own name in China due to its frequency, namely guolaosi: Death by overwork. (ibid., p. 124). And before death, the disease, which also in Western capitalist countries is increasingly manifesting itself in psychosomatic symptom complexes such as depression or burn-out, and in the USA is associated with an epidemic increase in drug deaths by opiates, which are prescribed by doctors against pain. Man is not a machine, he reacts with pain, he reacts with illness, and if he can no longer bear the pain, then he dies – even the patriarchal-economic man who is trimmed to greed and competition: isolated and lonely!

Katrine Marçals writes:

„Man can die not only from lack of food or water – but also from loneliness. A baby that’s never picked up and never stroked won’t survive. Even when his material needs are satisfied“. (ibid., p. 170).

However, the economics expert continues.

„If one took the body seriously as the place of origin of the economy, it would have far-reaching consequences. A society based on the common needs of human bodies would differ markedly from society as we know it today. Hunger, cold, disease, inadequate health care and lack of food would be central problems of the economy and not what they are today: regrettable side effects of a system … Our economic theories are reluctant to accept the reality of the body and try to „escape“ from it with all imaginable means. (ibid., p. 162).

Matrifocal total agriculture, which is suitable for human species, fulfils the basic economic conditions necessary for human existence: She’s body oriented. It is organised collectively and community-based. It places the mothers in the centre, also in the economy, in line with human needs. And thus it is natural and nature-based and therefore the solution for the life-collapsing form of economy of the patriarchal-economic man driven by patriarchal father bubbles, who has lost every grounding and thus every sense of reality.

 

The Father bubble and the economic overexploitation of the Patriarchate at the Mother

 

The unnatural, selfishness-competitive and greed-driven, pallus-growth-oriented and thus naturally unstable father bubble of the patriarchate, which is based on a puerile childbearing envy, is based on the unnatural nature of man, has however replaced this matrifocal total economy, which is oriented towards the natural integrative order of the mother, by the „sharing and domination dogma“ of the patriarchate, which is based on robbery, because privare means nothing other than robbery. Thus it becomes clear that the economy of patriarchy is nothing other than overexploitation:

  • Ruthless exploitation of the mother
  • Ruthless exploitation of nature
  • Ruthless exploitation of mother nature

Since nature has placed mothers at the centre of the human species in evolutionary biology and maternal body biology, the economy of patriarchy is based firstly on the overexploitation of the body mothers, namely the human mothers and the animal mothers, and secondly on the overexploitation of maternal nature as a whole, for it is no coincidence that we still speak today of Mother Earth or Mother Nature.

These natural conditions on earth are opposed by a seemingly firmly established, patriarchal-symbolic, artificially nature-separated-logos-based, as Claudia von Werlhof calls it, alchemical world construction (Werlhof von, Claudia: West-End – Das Scheitern der Moderne als Kapitalistisches Patriarchat und die Logik der Alternativen, 2001, S. 106-129), which can be found with Greek philosophers such as Aristotle, Plato or Socrates, but also at the same time in East Asia with Confucius, and which is God-authorarily strengthened and internalized by all world theologies as the value basis of our today’s globalized society and imposed by imperialist colonization on the entire world by force.

In her essay „Economy is Care“, Ina Praetorius summarized this patriarchal male fiction, now globalized and separated from ideological patriarchs and nature, in the following key statements:

  • „There are two kinds of people, free and non-free, and there are two sexes, men and women.
  • Men are more important, smarter, stronger and freer than women.
  • The yardstick by which the definition of the human is measured is the native adult man.
  • There are people – wives, children, slaves – who are legitimately in the possession of other people – masters, mistresses.
  • That there are free and dependent people in this sense corresponds to the natural or divine law (logos) and is therefore „unchangeable“.

 (Praetorius, Ina; Wirtschaft ist Care oder: Die Wiederentdeckung des Selbstverständlichen, Heinrich Böll Foundation: Schriften zu Wirtschaft + Soziales, Vol. 16, 2015, p. 13).

Thus women as wives are on the level of slaves and that is the meaning of mating family marriage: To create mother slaves in order to become a patriarchal man on the one hand free from the actual work, the work situated around the body, and at the same time, by degrading mothers as slaves, to obtain paternal access rights to the fruits of their body work, the work which exclusively their mother body is capable of performing, in a biologically perfectly coordinated interplay of their own physiology, their vulva, their vagina, their ovaries, the genes in the nucleus of this egg cell, but also from the genes in the maternal mitochondria in the cytoplasm of this egg cell, the so-called mitochondrial DNA, on the basis of which a continuous matrilineal genealogy can be established up to our oldest ancestor in Africa, which is the mother of all Africans and thus the mother of all people living on earth today. Geneticists, such as Bryan Sykes, call this genealogical mother of all humans the mitochondrial Eve. (Sykes, Bryan; The Seven Daughters of Eve – Why we all descend from seven women – revolutionary findings of genetic research, 2003, p. 304).

This unique mother-body work of the origin of life is made invisible by patriarchy not only by male-centred biologistic and clearly false, so-called scientific but actually deliberately misleading propagation ideologies. (Read more in: Armbruster, Kirsten: „From mother-biological facts and male „seed“ – how patriarchy degrades mothers to passive vessels“ http://www.kirstenarmbruster.wordpress.com of 08.02.2018 From mother-biological facts and male „seed“ – how patriarchy degrades mothers to passive vessels), but also through our theologies, since in patriarchal-monotheistic tradition, which all recognize the five books of Moses, it is claimed that God the Lord has determined that this very Eve comes from Adam’s rib, the alleged earthling, which means nothing other than that maternal bodywork is negated, does not take place, is condemned to invisibility. Absolutely ridiculous this idea and yet this is the theological basis of Occident and Orient.

In 2006 Pope Benedict I, in his lecture on faith, reason and university, pointed out the deep harmony between what is in the best sense Greek and the faith in God founded on the Bible. (Praetorius, Ina; Wirtschaft ist Care oder: Die Wiederentdeckung des Selbstverständlichen, Heinrich Böll Foundation: Schriften zu Wirtschaft + Soziales, Vol. 16, 2016, p. 16).

The God who creates the woman through the muthos, the word spoken in public, despite all visible reason, from the rib of the man, then also decrees that man, meant of course is the man, should subdue the earth to himself. Since the patriarchal man has learned to obey his Lord, he does so to this day on an apocalyptic scale. He, the patriarchal man, is descended from the shepherd. He is accustomed to being chastened and captured with the scourge of the shepherd and his crosier, and he has been bred over many generations to this toxic-patriarchal male image of the Lord, which must not cry, not even in the face of the unbelievable extent of destruction that this ideological patriarchal conglomerate has meanwhile caused in this beautiful world.

This patriarchal conglomerate is based on the enslavement of mothers, human mothers and animal mothers and on the enslavement of the earth by making the mother invisible: Invisible in their corporeality, invisible in human history, invisible as God MOTHER and origin of religion and also invisible in their work and their elementary contribution to the economy, because not only the work of mothers in caring work is made invisible by silence in the gross domestic product (GDP), but also the economic performance of the earth itself.

Katrine Marçals writes about it in her book „Machonomics“ (2016):

„One of the many problems of patriarchy is that it leads to incorrect economic measurements … If one wants to get a realistic overview of the market, one cannot ignore, for example, what half of humanity is doing every day“. (ibidem, p. 168).

Half of humanity are these women, who are degraded to a „side contradiction“ in the left-wing political spectrum and are to remain private in politically conservative and right-wing circles. Only that economy and work are not male, as Marx misinterpreted with his exclusive view of production.

In fact, the private is the space of robbery marked by the patriarchal man, when woman has re-internalized the true meaning of the term privare as robbery and thus understands that the house and the work that takes place in this house is defined patriarchally as the place of the female slaves, which is why men of course cannot do any housework and women and children are not accidentally exposed to special violence in this house of robbery, so that also for this a term had to be created, namely: „domestic violence„. The house of the patriarchal mating family is the most dangerous place for women and children. The house is patriarchally desired the space in which the enslavement of women takes place, the space that lies outside the politeia, outside the public space, which is reserved for men, which is why politics does not make any effort to mention or appreciate the work that is done in these houses, neither ideally, let alone monetarily.

One of the few publications about this great work of mothers in our society, which is hardly brought into the public consciousness in the Politeia, was presented by Christian Leipert and Michael Opielka in their contribution „Erziehungsgehalt 2000“. We can read about it here:

„If we add unpaid household production to the gross domestic product, household production accounts for between 29-47% of the gross domestic product, depending on the calculation of the hourly wage. Around two thirds of unpaid work in our society is done by women. In statistics, however, this performance is so far „invisible“. (Leipert, Christian; Opielka Michael: Erziehungsgegehalt 2000, 1998, already quoted in Armbruster, Kirsten: Starke Mütter verändern die Welt, 2007, p. 135).

In her book „Machonomics“, Katrine Marçals quotes figures from Canada that put the share of unpaid work at between 30.6 and 40.1 percent if this work were included in GDP. (Marçals, Katrine; 2016, p. 62). But won’t it be thanks to the Politeia!

The newspaper „DIE WELT“ mentions more recent figures for Germany. Tobias Kaiser writes there in his article „Housework of women worth more than a trillion euros“ from 13.05.2017:

„The domestic work of women makes a considerable contribution to value creation in Germany. According to calculations by WELT AM SONNTAG, women worked almost 54 billion hours unpaid in 2013. Although these hours do not appear in the official statistics, if their work were paid regularly, gross wages of more than one trillion euros would be due. By way of comparison, Germany’s total economic output recorded in the official national accounts amounted to 2.54 trillion euros in 2013. The calculation is based on a study by the Federal Statistical Office“… (Kaiser, Tobias: DIE WELT, 13.05.2017).  

What all these statistics have in common is that they confirm a high work performance of women, or more precisely of mothers, which does not prevent Lisa-Marie Eckart, an obviously well-behaved patriarchally bred author at SPIEGEL ONLINE, from writing an article on June 27, 2018 with the patriarchy-compliant Mütterbashing headline:

If the mother doesn’t work, the child stays poor.“

Without patriarchal brainwashing, she would have had to write:

If mothers don’t pay for their work, the child stays poor.“

In fact, in addition to the „one trillion values of domestic work done by women“, there is also a considerable value of paid work done by women and mothers, because according to the OECD study of 20 February 2017, 70 percent of mothers in Germany are additionally employed, 30 percent of mothers even work full-time, almost 40 percent part-time and the average weekly paid work of mothers is 20 hours. The wage gap in Germany, which discriminates against women, is also 21 percent, partly because urgently needed occupational care work in professions such as educators, nurses and geriatric nurses is not only miserably paid despite high market demand, but also takes place under particularly exploitative conditions. (see also: Winker, Gabriele; CARE REVOLUTION – Schritte in eine solidarische Gesellschaft“, 2015).

The absurdity of patriarchal man-economy theories once again shows that the market efficiency hypothesis adored by neoliberalism as an idol of the economy does not work in this area either, because otherwise a sharp rise in demand would have to result in sharply rising prices, which is obviously not the case.

These patriarchal economic theories do not work because they ignore the neediness and dependence and ultimately the corporeality of the human species. This means that all these economic patriarchal man theories are unrealistic. They are not capable of grasping reality. That’s why they produce one father bladder after another. Financial bubbles, bank bubbles, real estate bubbles, war bubbles. What all these father bubbles have in common is that they are alienated from life and thus deeply destructive.

Katrine Marçals analyses aptly:

„In order to flourish economically, a society needs people, skills and trust. These are precisely the resources that are generated primarily by unpaid housework. Happy and healthy children are the basic prerequisite for any positive development – including economic development. The economic man, on the other hand, has neither childhood nor context. He’s shooting out of the ground like a mushroom. And if the theory assumes that we are all like him, a considerable part of the economy remains invisible. In practice, the economic man is a possibility to „lock out“ women. (Marçals, Katrine, 2016, p. 63).

Two chapters further on, Marçals sums up the problem of the patriarchal-economic man. She writes:

„The actual self-perception of people has no place in today’s economy. The theories prefer to be based on a fictitious figure whose most striking characteristic is that she is not a woman“. (ibid., p. 180).

And feminism is content to fight to drive women into a non-functioning, destructive system, instead of questioning the very foundations of the patriarchal system and exposing its structures that despise life, nature and the body.

Katrine Marçals added:

„The woman should prove her worth in a labour market that is still primarily based on the needs of men. It should assert itself in categories created by and for men – on the basis of a reality that „excludes“ women. (ibid., p. 63).

To imprison into the private sphere, the space of robbery and exclude from the space of the politeia, the public sphere, in which Mann-Gott-theologies and man-economy dictate the ideological framework conditions in which society has to take place, is one and the same in the ideological logo world construction of patriarchy. They are the two sides of the same medal and the medal that shines in seductive gold is nothing more than patriarchy, a male ideological world in which women and children are intended only as extras and cut off from the gold, the money, without which an existence in a privatized capitalist male ownership society is not possible. In fact, women still own only 1 percent of this male capital, ubiquitously speaking, which is not due to the poor performance of women, but to the ideological patriarchal conglomerate.

In fact, in the unaccountable calculation of the patriarchal man-God economy not only woman, especially as mother, is excluded, but also nature itself, for every economic action depends on nature. Harald Lesch and Klaus Kamphausen listed the achievements of nature in their book „Humanity Abolishes Itself – The Earth in the Handle of the Anthropocene“ of 2018 and the value calculated by the American Professor of Ecological Economy Robert Constanza in 1997 for „water, fertile soils, oceans full of fish, habitats for millions of animal and plant species, food, raw materials, the regulation of natural cycles and, last but not least, the recreational value and beauty of nature“. This amounts to 33 trillion dollars annually, while the sum of the world-wide gross domestic products in this year was only 18 trillion dollars„. (Lesch, Harald, Kamphausen, Klaus Humanity abolishes itself – the earth in the grip of the Anthropozän, 2018, p. 241).

The patriarchal science of economics is obviously not in a position to work realistically and thus scientifically. Their models are not only unsuitable for life, but obviously they also do not have the basic knowledge of mathematics. They take into account neither the worldwide social work of mothers and their essential contribution to the world economy, nor the economy of nature itself. This overexploitation of mothers, this slavery of mothers, that of human mothers, that of mother nature, but also the merciless overexploitation of animal mothers in a scandalously dignified mass animal husbandry of today’s unecological agriculture is a global economic scandal.

See more:

Mütterarmut weltweit

Bibliography:

 Armbruster, Kirsten: Die Evolution frisst keine Kinder – eine anthropologische Revision vom 18.01.2018 www.kirstenarmbruster.wordpress.com

Armbruster, Kirsten. Von mutterbiologischen Tatsachen und männlichem „Samen“ – Wie das Patriarchat Mütter zu passiven Gefäßen degradiert vom 08.02.2018 kirstenarmbruster.wordpress.com

Armbruster, Kirsten: Starke Mütter verändern die Welt – Was schiefläuft und wie wir Gutes Leben für alle erreichen, 2007

Eckart, Lisa-Marie: SPIEGEL ONLINE: Wenn die Mutter nicht arbeitet, bleibt das Kind arm: 27.06.2018

Kaiser, Tobias: DIE WELT: Hausarbeit von Frauen mehr als eine Billion Euro wert: 13.05.2017

Lesch, Harald; Kamphausen, Klaus: Die Menschheit schafft sich ab – Die Erde im Griff des Anthropozän, 2018

Marçals, Katrine: MACHONOMICS – Die Ökonomie und Frauen; 2016

Praetorius, Ina: Wirtschaft ist Care oder: Die Wiederentdeckung des Selbstverständlichen“, Heinrich-Böll-Stiftung: Schriften zu Wirtschaft + Soziales, Band 16, 2015

Sykes, Bryan: Die sieben Töchter Evas – Warum wir alle von sieben Frauen abstammen – revolutionäre Erkenntnisse der Gen-Forschung; 2003

Werlhof von, Claudia: West-End – Das Scheitern der Moderne als Kapitalistisches Patriarchat und die Logik der Alternativen, 2001

Winker, Gabriele: CARE REVOLUTION: Schritte in eine Solidarische Gesellschaft; 2015

Weiterführende Literatur:

Eisler, Riane: The Real Wealth of Nations – Creating a Caring Economics; 2007, 2008

Felber, Christian: Gemeinwohlökonomie, 2014

Helfrich, Silke, Bollier, David, Heinrich-Böll-Stiftung (Hg.): Die Welt der COMMONS – Muster Gemeinsamen Handelns; 2015

Mies, Maria: Patriarchat und Kapital: Frauen in der internationalen Arbeitsteilung, 1996

Mies, Maria: Krieg ohne Grenzen – die neue Kolonisierung der Welt, 2005

Mies, Maria; Shiva Vandana: Ökofeminismus: Die Befreiung der Frauen, der Natur und unterdrückter Völker – Eine neue Welt wird geboren, 2016

Ostrom; Elinor: Was mehr wird, wenn wir teilen – Vom gesellschaftlichen Wert der Gemeingüter, 2012

Scheidler, Fabian: Das Ende der MEGA MASCHINE: Geschichte einer scheiternden Zivilisation, 2016

Tazi-Preve, Mariam Irene: Das Versagen der Kleinfamilie – Kapitalismus, Liebe und Staat, 2017

Von Werlhof Claudia, Bennholdt-Thomsen, Faraclas, Nicholas (Hg.): Subsistenz und Widerstand, 2003

#MothersToo – Gegen Mütterarmut- Internationaler Frauentag 2019

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Foto: Dr. Kirsten Armbruster – Patriarchatskritikerin – Autorin – Bloggerin

Wir müssen nicht perfekt sein, um politisch zu sein! Das bedeutet jede und jeder kann was tun!

Seit Jahren beschäftige ich mich denkend und schreibend mit den Begrifflichkeiten Carearbeit, Fürsorgearbeit, Sorgearbeit, Reproduktionsarbeit, kenne die diversen Forderungen auch monetärer Art, sowie die angedachte Anbindung an ein Bedingungsloses Einkommen (BGE) und finde sie allesamt unzureichend für ein modernes, patriarchatsbefreites Mutterbild. Ein Mutterbild,  das sich nicht einzwängen lässt innerhalb des patriarchalen Definitionsrahmens zwischen einer christlichen Magd des HERRN, der jede Göttlichkeit abgesprochen wurde, um Vaterschaft theologisch zu internalisieren, einer Reduktion der Mutter als Hausfrau auf die Arbeit im Haus, oder einer von den Nazis mit Mutterkreuzen dekorierten Reduktion der Mutter als Gebärmaschichne möglichst blonder Kinder, zwecks genügenden Kanonenfutters für das Patriarchat.

Genauso ungenügend ist die sich ewig im Kreis drehende Diskussion zwischen rechts und links, dienen sie doch beide dem Patriarchat, denn die größte Diskrepanz in der Kapitalverteilung ist nicht zwischen oben und unten, sondern zwischen Männern und Frauen, wovon Mütter, obwohl sie uns alle, egal ob männlich, weiblich, intersexuell oder transsexuell ins Leben tragen, am untersten Ende der Skala von  finanzieller Mittellosigkeit stehen. In meinem gerade erschienenen Buch über Mütterarmut, habe ich daher als Schwerpunkt die nur am Mann orientierten ökonomischen Strukturen angeprangert, aber auch Lösungen skizziert.

Eine Streitschrift wider eine von Männern definierte und nur am Mann orientierte Ökonomie

Überall im Buchhandel erhältlich: Taschenbuch: 8,90 € und in Kürze auch als e-book für 3,99 €; ISBN: 978 3 7528 5727 6

Als Ergebnis eines längeren Denkprozesses, der einem modernen Mutterbild Rechnung trägt und sich von patriarchalen Definitionszwängen befreit hat, komme ich zu der Forderung im Rahmen eines neuen POLITISCHEN MÜTTERBEWUSSTSEINS (POM), dass ein Müttereinkommen (ME) erforderlich ist, das sich in der Höhe am Median-Einkommen einer Gesellschaft orientiert und von der gesamten Gesellschaft solidarisch finanziert wird. Für Deutschland ergibt sich demnach als angemessene Forderung ein monatliches Mütter-Einkommen (ME) von 3000 € monatlich bis zum 21. Lebensjahr eines Kindes, denn so lange bedarf es der fürsorglichen Begleitung eines Menschenkindes.

Das Müttereinkommen ist nicht gekoppelt an die Kinderzahl, es ist nicht gekoppelt an Berufstätigkeit, sondern ermöglicht erst den finanziellen Freiraum für müttergemäße zyklische Berufstätigkeit und es ist auch nicht gekoppelt an Ausbildung, denn die Natur hat als Lehrmeisterin in Millionen Jahren Mütter evolutionsbiologisch hervorragend ausgebildet für ihre Tätigkeit als Mütter.

Mit einem gesamtgesellschaftssolidarischen Müttereinkommen (ME) haben wir ein wirksames politisches Mittel gegen Mütterarmut, die als Mütterarmut benannt werden muss, und nicht unter dem Deckmantel Kinderarmut zu verstecken ist, und, wir ermöglichen damit den Müttern auch für ihre eigene Rente zu sorgen, um Mütterarmut im Alter zu lösen und auch der Patriarchatslüge entgegen zu treten, die indoktriniert hat, dass Mütter angeblich nicht arbeiten. Deutschland, als stärkste Volkswirtschaft der EU könnte mit der Einführung eines Mütter-Einkommens (ME) den Anfang machen und in einem multilateralen Prozess könnte das Mütter-Einkommen, so wie vor 100 Jahren das Frauenwahlrecht, sich weltweit ausbreiten, orientiert am jeweiligen Medianeinkommen einer Gesellschaft.

 

Neu: MÜTTERARMUT – das Buch

Neu erschienen das Buch zum brisanten Thema „Mütterarmut“auf der Basis der Interdisziplinären Patriarchatskritikforschung und eines neuen Politischen Mütterbewusstseins (POM), denn Mutter zu werden ist wunderbar. Im Patriarchat verkehrt sich das Muttersein aber zu einer Falle. Keine Gruppe in unserer Gesellschaft wird so benachteiligt und diskrimiert wie Mütter. Das Ergebnis ist Mütterarmut – weltweit. Das ist ein Skandal. Es ist also höchste Zeit die #MeToo Debatte durch eine #MothersToo Debatte zu erweitern, denn es ist für uns alle von großer Bedeutung, wie eine Gesellschaft mit Müttern umgeht, denn schließlich werden wir alle von Müttern ins Leben getragen.

Mütterarmut

Eine Streitschrift wider eine von Männern definierte und nur am Mann orientierte Ökonomie

Ab sofort als Taschenbuch  und in Kürze auch als e-book überall im Buchhandel und im Internethandel erhältlich: Taschenbuch: 8,90 €; e-book: 3,99 €

Inhalt:

Erkennen, was ist

Patriarchatskritik

Matrifokalität und die Natürliche Integrative Ordnung der Mutter

Die Matrifokale Gesamthandwirtschaft – die älteste Ökonomie des Menschen

Keine Paarungsfamilie im Paläolithikum

Keine Mann-Ernährer-Ökonomie im Paläolithikum

Keine Jagdszenen im Paläolithikum

Die Lüge, dass Mütter nicht arbeiten

Matrifokale Gesamthandwirtschaft als menschenartgerechte Körperökonomie

Die Vaterblase und der ökonomische Raubbau des Patriarchats an der Mutter

Weltweite Mütterarmut, denn Privat-Einkommen (PE) ist Patriarchats-Einkommen (PE) ist Penis-Einkommen (PE

Mütterarmut weltweit

Mütterarmut in Deutschland

Warnung – Mütterfalle Patriarchat

#MothersToo – eine Erweiterung der #MeToo Debatte

Denken, was heute noch undenkbat erscheint

Literaturverzeichnis

Zur Autorin

Februar 2019, 120 Seiten; BoD

ISBN: 978-3-7528-5727-6

Taschenbuch: 8,90 €; e-book: 3,99 €