Gott MUTTER Darstellungen im Paläolithikum

Eine Auswahl an Gott MUTTER Darstellungen aus der Matrifokalen Religion von Gott MUTTER aus den Höhlen des Paläolithikums (Altsteinzeit) siehe hierzu auch:

500 000 Jahre Matrifokale Geschichte

Matrifokalität ist kein Matriarchat

Der vom Patriarchat verwendete Begriff Venusfigurinen für die Gott MUTTER Figurinen ist herstorisch nicht haltbar und nur der Sicht patriarchaler Archäologen geschuldet, die nackte Frauen nur als Sexobjekt wahrnehmen können, was die folgende Zusammenstellung der Fakten deutlich zeigt:

Das Patriarchat bezeichnet die zahlreichen, aus dem Paläolithikum stammenden Mutterfigurinen, als Venusfigurinen. Damit erkennen die archäologischen Schreiber zwar indirekt an, dass es sich bei den Darstellungen um den Ausdruck von Religion handelt, denn Venus ist ja die römische Liebesgöttin. Allerdings ist die Göttin Venus (griechisch die Göttin Aphrodite), eine der typischen Göttinnen aus dem viel späteren indoeuropäischen Patriarchat der Antike, bei den Römern unter der Leitung eines von Jupiter angeführten hierarchischen Götterpantheons, bei den Griechen von Zeus.

Zeus „gebärt“, der Überlieferung nach, die Göttin Athene aus seinem Kopf und den Gott Dionysos aus seinem Oberschenkel und er raubt und vergewaltigt Europa. Schon das zeigt deutlich die ausgeprägten patriarchalen Strukturen, die mit einer männlichen Gebär-Aneignung einhergehen. Tatsächlich offenbart der Begriff Venus aber noch mehr. Er ergibt sich nämlich aus der Tatsache, dass alle Mutterfigurinen nackt sind und außerdem keine einzige von ihnen ein Kind auf dem Arm trägt, wie wir es vom patriarchalen katholischen Patriarchat, der dem Hirtengott-HERRN dienenden Muttergottes, kennen. Die patriarchale Archäologie kann sich daher nackte Frauen, noch dazu ohne Kind auf dem Arm, nur als Sexobjekt vorstellen aus der heutigen interpretatorischen Sicht patriarchal geprägter heterosexueller Männer. Und so kommt es zu der patriarchal-archäologischen, falschen Interpretation, dass die Höhlen Orte eines Sexkultes waren und Archäologen jagen in diesem Verständnis jedem kleinsten zerbrochenen Steinschlegel als Phallussymbol hinterher, weil sie den erst in der Bronzezeit einsetzenden Phalluskult falsch interpolatorisch auf das Paläolithikum übertragen, was dann dazu geführt hat, dass der frühere SPIEGEL-Autor Matthias Schulz die Mutterfigurinen als pornographische Sexpuppen beschrieb.

Tatsächlich sind die Mutterfigurinen aus den paläolithischen Höhlen aber keine Sexobjekte, sondern sie stehen für die Würdigung und Anbindung der Menschenart an eine einzigartige Mutterkörperlichkeit, der wir alle unser Leben verdanken. Sie sind also Ausdruck der 500 000-jährigen Matrifokalen Wiedergeburtsreligion, denn aus der Höhle werden wir geboren und in die Höhle kehren wir zurück. Die Mutterfarben rot wie Blut, weiß wie Schnee, schwarz wie Ebenholz, die zahlreichen Vulvaausformungen und Vulvaritzzeichnungen, die vielen Höhlenmalereien von Mammalia-Tierarten und die, wie wir heute wissen,  überwiegend weiblichen Händeabdrücke, außerdem die bis heute mütterliche Konnotierung mit Mutter Erde und Mutter Natur sind deutliche Kennzeichen dieser Religion.

Um die Mutterkörperlichkeit angemessen zu würdigen und Mütter aus ihrer patriarchalen Degradierung zum Mütterobjekt zu befreien, nenne ich die Mutterfigurinen daher definitorisch ganz bewusst Gott MUTTER Darstellungen, denn es ist kein Zufall, dass die 3 monotheistisch-patriarchalen Theologien, aber auch der Buddhismus (Buddha wurde aus der Hüfte seiner Mutter Maya „geboren“) angeordnet haben, sich von Gott kein Bildnis zu machen, weil sie natürlich genau wussten, dass das ursprünglich Göttliche immer die MUTTER war, weil in der Bauchhöhle der MUTTER alles Menschliche ins Leben getragen wird und zwar nicht nur das Weibliche, sondern auch das Männliche, das Intersexuelle und das Transsexuelle. Die erst im Neolithikum der Tierzucht aufkommende Paarordnung (50 % Vater und 50 % Mutter), welche die spätere Basis der sogenannten „Heiligen Hochzeit“ als „patriarchales Vater-Sohn-Abstammungs-Königsmachtritual“ und die noch spätere Basis der in der Antike aufkommenden „römischen Familie“ auf der „Basis der Ehe“ ist, ist ja für den Menschen nicht stimmig, denn es ist ja nicht so, dass der Mann das Männliche ins Leben bringt und die Frau das Weibliche, und sonst nichts divers Geschlechtliches existiert, sondern es ist tatsächlich so, dass die Natur den Müttern das ins Leben Tragen der Menschenart als Integrative Ordnung der Mutter anvertraut hat und dem Vater als biologischen Beitrag das Spermium, welches mit einem haploiden Chromosomensatz aus dem Zellkern zur genetischen Varianz der geschlechtlichen Fortpflanzung beiträgt. Heute müssen wir das biologisch begründen, aber die Menschen im Paläolithikum konnten die mutterbiologischen Tatsachen der Menschenart und der Säugetierarten, die sie in ihre Höhlen malten, durch ihre Naturverbundenheit klar erkennen. Da wir heute durch die Patriarchatskritikforschung die manipulative Gehirnwäsche ablegen können, könnenwir uns auch jetzt wieder von der naturverbundenen Urspünglichkeit Gottes ein Bild machen, denn die Höhlen aus dem Paläolithikum sind Kathedralen der Matrifokalität. Sie zeigen das Verständnis der Heiligkeit von Mutterkörperlichkeit, von Menschenmüttern und Tiermüttern aus der Gruppe der Mammalia und damit den Ursprung von Religion im Gegensatz zu patriarchaler Theologie. Die patriarchale Archäologie hat aus den Höhlen Orte toxischer Männlichkeit gemacht, welche die Höhlen in der Vergangenheit wahlweise als Jagdheiligtümer (es gibt keine Jagddarstellungen in den paläolithischen Höhlen, mehr dazu in Armbruster, Kirsten: Mütterarmut, 2019, S. 31-42) oder als Orte eines phalluszentrierten, pornographischen Sexobjektkults interpretiert haben, da nackte Frauen von dieser Sorte von Männern nur als auf den Mann bezogene Sexobjekte gesehen werden. Die monotheistischen Gott-Vater-Mann-im-Zentrum-Theologien haben dann zusätzlich die Höhlen zur Hölle dämonisiert und das Rot der Abendsonne, welches täglich im Westen am Horizont scheinbar ins Innere in den Höhlen der Erde versinkt und am Morgen als Morgensonne, nach einer scheinbaren Wanderung durch die Schwärze der Höhlen und der Nacht, glutrot im Osten wieder aufgeht, diese uns von der Natur abtrennenden Theologien, haben diesen täglichen Naturzyklus eines mütterlich verstandenen Kosmos, zu Höllenfeuern erklärt, in der jeder und jede Höllenqualen erleiden muss, der sich dem Diktat dieser Patriarchatstheologien nicht beugt. Die Hexenverbrennungen der Inquisition legen darüber ein grauenvolles Zeugnis ab. Es ist Zeit, dass wir uns von diesen falschen, naturzerstörerischen und lebenszerstörenden Vorstellungen befreien.

Ich danke meinem Mann Franz Armbruster, der mich auf all meinen Forschungsreisen begleitet und meine Forschungen zur Patriarchatskritik und Matrifokalität fotografisch und zeichnerisch mit großem Engagement dokumentiert hat.

Archäologische Kulturstufen Paläolithikum/Altsteinzeit:

Abkürzungen: v.u.Z.: vor unserer Zeitrechnung

Acheuléen: 1,7 Mio. – 150.000 Jahre v.u.Z.

Aurignacien: 40.000 – 28.000 Jahre v.u.Z.

Gravettien: 28.000 – 20.000 Jahre v.u.Z.

Magdalénien/ Epigravettien:18.000 – 12.000 Jahre v.u.Z.

Magdalénien in Westeuropa / Epigravettien in Russland

Gott MUTTER Darstellungen aus dem Acheuléen

 

Bild 1: Gott MUTTER von Tan Tan, Marokko, bedeckt mit rotem Ocker; Datierung: 500 000 – 300 000 v.u.Z.; Bild 2: Gott MUTTER von Berekhat Ram aus rotem Tuffstein; Golanhöhen, Israel/Syrien; Datierung: 280 000 – 250 000 v.u.Z.; beide Bilder Nachzeichnungen von Franz Armbruster

Gott MUTTER Darstellungen aus dem Aurignacien in Europa entlang der Donau in Deutschland und Österreich

Die Donau erweist sich mit ihren zahlreichen vor allem Höhlen-Fundstellen von Gott MUTTER Figurinen, Matrifokalen Tieren und Musikinstrumenten aus dem Aurignacien und dem Gravettien als besonders geeignetes Durchwanderungs- und Siedlungsgebiet der paläolithischen WildbeuterInnen, was die Funde in der Nähe von Schelklingen, am Fuße der Schäbischen Alb in Deutschland, aber auch die Funde in Krems und Willendorf in Österreich verdeutlichen.

Gott MUTTER Darstellungen aus Deutschland, Aurignacien

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Informationstafel bei der Hohle Fels Höhle in der Nähe von Schelklingen zwischen Donau und den Erhebungen der Schwäbischen Alb, Foto Karte: Franz Armbruster

Die Gott MUTTER Darstellung aus der Höhle vom Hohle Fels bei Schelklingen, in Baden-Württemberg in  Deutschland zwischen der Donau und den Erhebungen der Schwäbischen Alb an dem Flüsschen Ach gelegen, das sich seinen Weg durch das Urdonautal gesucht hat, befindet sich die älteste Gott MUTTER Darstellung Europas die inzwischen auf 42 000 v.u.Z. datiert wird;  Die Höhle Hohle Fels selbst wirkt wie ein großer Gebärmutterraum. Dieser Eindruck wird dadurch verstärkt, dass rechts und links von dem großen Gebärmutterraum zwei kurze Wege abgehen, welche an die Eileiter von Müttern erinnert; das letzte Bild unten zeigt eine 42 500 Jahre alte Flöte aus einem Gänsegeier Knochen, die in der Höhle Hohle Fels erst am 16.09.2008 gefunden wurde; Fotos Franz Armbruster; Bild 2: Foto einer eigenen Replik

Die Ach entspringt westlich von Schelklingen in  einem bläulich schimmernden Quelltopf, wo heute das ehemalige Kloster Urspring steht, in dessen Kirche zentral eine Marienfigur zu finden ist, welche in ihrer Ausgestaltung an die Gott MUTTER Figurine aus der Höhle vom Hohle Fels erinnert.Tatsächlich ist ja die christliche Maria, die vom Patriarchat als Dienerin des HERRN missbrauchte und ihrer Göttlichkeit beraubte Gott MUTTER aus den Höhlen des  Paläolithikums; mehr dazu  in meinen Büchern:  Gott die Mutter (2013) ,  „Der Jacobsweg“ (2013) und Der Muschelweg (2014) Bücher von Kirsten Armbruster    Bilder: Kirsten und Franz Armbruster

In Sichtweite der Höhle vom Hohle Fels befindet sich in einem höher gelegenen  Abri die Fundstelle Geißenklösterle mit mehreren Schlupfsteinen; Über das Geheimnis der Schlupfsteine habe ich in meinem Buch „Der Jacobsweg“ von 2013  ausführlich (S. 41-57) geschrieben siehe Bücher von Kirsten Armbruster

Bilder: Abri Geißenklösterle mit Schlupfsteinen, Fotos: Franz Armbruster

 

Gott MUTTER Figurinen aus dem Abri Geißenklösterle bei Schelklingen, Datierung 40 000 v.u.Z. , Fotos Informationstafel vor Ort: Franz Armbruster

An dem Fundplatz Geißenklösterle konnten mehrere sakrale Gegenstände aus der Matrifokalen Religion von Gott MUTTER gefunden werden, unter anderem zwei Gott MUTTER Figurinen. Auf Bild 1 links sehen wir eine typische Gott MUTTER Figurine in der Gebärhaltung der gespreizten Beine und gleichzeitig erhobenen Armen in der sogenannten Adorantinnenstellung, die ich in meinem Buch „Das Muttertabu oder der Beginn von Religion“ (2010, S. 81-86) mit zahlreichen Beispielen unterlegt, bereits als Ka-Gebär-Anbetungshaltung beschrieben habe. Bücher von Kirsten Armbruster

Bild 2 rechts zeigt ebenfalls eine in den Höhlen des Paläolithikums typische Gott MUTTER Figurine als Bärinnenmutter. Bis heute finden wir in den Muttersprachen die enge Analogie der Bärinnenmutter und der Menschenmutter, denn „to bear“ heißt auch heute noch ins Leben tragen, gebären und das Wort Ge-Bär Mutter enthält auch heute noch das Wort Bär, siehe hierzu auch die Bärenmutter mit ihrem Jungtier im Bärenhöhenheiligtum aus der paläolithischen Höhle Ekain im spanischen Baskenland (mehr dazu in meinem Buch: Armbruster, Kirsten: Der Muschelweg, 2014, S. 74-96) ,  oder auch die Bärenmütter in typischer Gebärhaltung der gespreizten Beine aus dem Neolithikum in Chatal Höyük, in Anatolien in der Türkei oder die Bärenmutter in Gebärhaltung aus dem Iran.   Gott MUTTER Darstellungen vom Neolithikum bis zum Mythologischen Muttermord (1)

Desweiteren wurde im Geißenklösterle  die Figurinen eines Mammuts und eines Bisons gefunden. Mammuts gehören zur Familie der Elefanten und diese leben bis heute matrifokal und Bisons gehören aufgrund ihrer Mondsichelhörner. Bisons oder Wisente leben als Wildtiere in Mutterherden. Sowohl weibliche als auch männliche Tiere haben Mondhörner, welche die Sicheln von Frau Mond wiederspiegeln. Der monatliche Zyklus der Mondphasen steht in engem Zusammenhang mit dem monatlichen Zyklus der Frau.

Gott MUTTER Darstellungen und Darstellungen Matrifokaler Tiere aus der Vogelherdhöhle im Lonetal bei Niederstotzingen; Die dort gefundenen Tierdarstellungen zu denen ein Pferd (keine Abbildung), ein Mammut (keine Abbildung) sowie ein Bison (mittleres Bild rechts) und ein als Schneeleopard gedeutetes Tier gehören,  werden ebenso wie die linke Gott MUTTER Figurine im Aurignacien auf ein Alter von circa 40 000 Jahren datiert; die Gott MUTTER Figurine rechts oben stammt aus dem Magdalénien und gehört zu den in dieser Galerie  weiter unten unter Magdalénien aufgeführten Gott MUTTER Figurinen vom Typ Gönnersdorf (siehe dort); Bild 1: westlicher Eingang der Vogelherdhöhle: GNU FREE License; Gott MUTTER Figurine links aus dem Aurignacien und die Abbildung vom Bison: Creative Commons, Attribution-Share Alike 3,0 Unported License, User: Wuselig; Bild Schneeleopard unten rechts: Creatice Commons Attribution-Share Alike 3,0 Unported License, User:LokiLech

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Gott MUTTER Darstellung als Löwenmutter vom Hohlenstein aus der Matrifokalen Religion von Gott MUTTER mit ihrer starken Analogie zwischen Menschenmutter und Tiermutter, Datierung 40 000 v.u.Z.; Von vorne betrachtet erkennen wir bei der Löwen-Menschenmutter das typische M als Mutterbuchstabe, das sich durch die Vulvabetonung der Figurine deutlich abzeichnet.

Gott MUTTER Darstellung aus Österreich, Aurignacien

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Gott MUTTER vom Galgenberg auch Fanny vom Galgenberg genannt; Stratzing, Krems-Rehberg; Österreich; Datierung: 36 000-32 000 v.u.Z.;  Bild: Nachzeichnung Franz Armbruster

 

Vulvaritzzeichnungen aus dem Aurignacien, Dordogne, Frankreich:

 

Bild 1: bisher älteste bekannte Vulvaritzzeichnung; Abri Castanet, Sergeac, Dordogne, Frankreich; Datierung 37 000 – 35 000 v.u.Z.; Bild: Nachzeichnung Franz Armbruster; Bild 2, 3, 4 mehrere Vulvaritzzeichnungen aus dem Abri La Ferrassie; Dordogne, Frankreich; Fotos: Franz Armbruster Prähistorisches Museum Les Eyzies-de-Tayac, Dordogne, Frankreich

 

Bild 1: Vulvaritzzeichnung aus dem Abri Cellier; Dordogne, Frankreich; Foto: Franz Armbruster Prähistorisches Museum Les Eyzies-de-Tayac, Dordogne, Frankreich; Bild 2: Vulvaritzzeichnung Abri Blanchard des Roches, Sergeac, Dordogne, Frankreich; Foto: Franz Armbruster Musée Archéologie Nationale (MAN), St. Germain-en-Laye

 

Gott MUTTER Darstellungen aus dem Gravettien (27 000 v.u.Z. – 20 000 v.u.Z.)

 

Gott MUTTER Darstellungen aus Österreich, Gravettien

 

Gott MUTTER von Willendorf an der Donau (Wachau), Österreich, 25 000 v.u.Z. ; Foto eigene Replik: Franz Armbruster

Gott MUTTER Darstellungen aus Deutschland, Gravettien, 27 000 v.u.Z.

 

Gott MUTTER von Mauern, aus dem Wellheimer Urdonautal bei Neuburg, Bayern; Bilder 1-3: Franz Armbruster

Das Urdonautal ist heute ein Trockental; Die Gott MUTTER Fugurine von Mauern ist aus rot bemaltem Kalkstein und wurde in den Höhlen von Mauern gefunden; sie wird in der Literatur wie alle Gott MUTTER Figurinen aus der Matrifokalen Religion der Höhlen des Paläolithikums „Venusfigurine“ genannt, was einerseits zeigt, dass selbst die patriarchale Archäologie sich darüber im Klaren ist, dass es sich um eine „Göttin„, also um Religion handelt. Tatsächlich stammt der Begriff „Venus“ aber von der römischen Göttin Venus, also aus einer Zeit des Patriarchats der indoeuropäischen Reiterkrieger der Eisenzeit, die zwar noch Göttinnen kannten, die allerdings bereits unter der Herrschaft von Jupiter standen und wo in diesem bereits männlich dominierten, hierarchischen Götterpantheon insbesondere die Göttin Venus als Sexobjektprojektionsfläche  heterosexueller Männlichkeit diente. Bei der offiziellen Interpretation der roten Gott MUTTER Figurine von Mauern, geht die patriarchale, phalluszentrierte Archäologie aber sogar noch einen Schritt weiter in die falsche Interpretationsrichtung, denn sie behauptet, dass es sich bei der „Roten von Mauern“ um die Darstellung von männlicher und weiblicher Geschlechtlichkeit handeln würde. Dies ist absurd und zeigt einmal mehr die Ahnungslosigkeit von Archäologie, deren bedeutende Vertreter die paläolithischen Höhlen als „Orte der Sexualität“ interpretieren, weil „geheiligte Mutterkörperlichkeit“ in Verbindung mit einer Matrifokalen Wiedergeburtsreligion im Verständnis der für alle sichtbaren Natürlichen Integrativen Ordnung der Mutter, völlig jenseits vom Phallusdenken patriarchaler Archäologie liegt.  Tatsächlich sprechen aber der Fundort in den Höhlen von Mauern, die zudem über mehrere Schlupfsteine verfügen, sowie eine in dieser Tradition stehende kleine Kapelle im Ort mit einer Schwarzen Madonna, die immer für das heilige Tod-in-Leben-Umwandlungsverständnis der ursprünglichen Matrifokalen Religion von Gott MUTTER steht und bis heute in den Schwarzen Madonnen überdauert hat, ganz klar dafür, dass es sich auch bei der Roten von Mauern, um eben die Verehrung dieser heiligen Mutterkörperlichkeit handelt. Die Farbe Rot gehört zudem zu den typischen heiligen Mutterfarben „Rot wie Blut, weiß wie Schnee, Schwarz wie Ebenholz“ und nicht zuletzt zeigt sich auch bis heute in der Silbe „MA“ im Ortsnamen MAUERN, dass es sich hier um einen uralten Mutterort handelt. 

 

Gott MUTTER Darstellungen aus Frankreich, Gravettien:

 

Mehrere Gott MUTTER Darstellungen aus Brassempouy, Grotte du Pape, Pyrenäen, Aquitanien, Datierung Gravettien; Bild 1: Der Kopf der Frau von Brassempouy (La Dame à la capuche) ist die bisher älteste bekannte Ausführung eines Gesichts; der Kopf wurde zusammen mit 8 Gott MUTTER Figurinen in der Grotte du Pape gefunden; Die Gott Mutter Figurine von Bild 3 wird in der Literatur  auch als „La Manche Poignard“ und die von Bild 4 als „La Poire“ bezeichnet.  Fotos: Franz Armbruster Musée Archéologie Nationale (MAN), St. Germain-en-Laye

 

Bild 1: Gott MUTTER von Lespugue (Replik), Haute Garonne; das Original befindet sich heute im Musée de l ´Homme in Paris; Foto: Wikimedia Commons: User: José-Manuel Benito; Bild 2: Gott MUTTER von Renancourt bei Amiens, Nachzeichnung Franz Armbruster

Gott MUTTER Darstellungen als Felsreliefs aus der Dordogne in Frankreich, Gravettien

 

Bild 1: Gott MUTTER von Laussel mit dem 13 kerbigen Mondhorn, das auf den ursprünglichen 13 monatigen Mondkalender hinweist, der mit dem Menstruationszyklus der Frauen verbunden ist. Sowohl die Zahl 13 als auch das Menstruationsblut der Frauen galt deshalb in vorpatriarchalen matrifokalen Zeiten als heilig. Das Patriarchat hat den 13 monatigen Mondkalender durch den 12 monatigen  Sonnenkalender ersetzt, und sowohl die Zahl 13 als auch das Menstruationsblut der Frauen dämonisiert; das Original befindet sich heute im Musée   d ´Aquitaine in Bordeaux; Foto eigene Replik Franz Armbruster; Bild 2: Gott MUTTER aus dem Mutterhöhlenheiligtum von Cussac; Nachzeichnung Franz Armbruster; Bild 3: Gott MUTTER vom Abri Pataud bei Les-Eyzies-de-Tayac; Nachzeichnung Franz Armbruster

 

Weitere Gott MUTTER Darstellungen aus der Dordogne: Bild 1: Gott MUTTER von Monpazier; Bild 2: Gott MUTTER von Sireuil; Gulet de la Gazelle; Bild 3: Gott MUTTER aus der Grotte du Chien á Péchialet; Fotos: Franz Armbruster Musée Archéologie Nationale (MAN), St. Germain-en-Laye, Frankreich; Bild 4: Gott MUTTER von Tursac, Abri du Facteur, Nachzeichnung Franz Armbruster

Gott MUTTER Darstellungen aus Italien, Gravettien

Gott MUTTER Darstellungen aus den Grimaldihöhlen von Balzi Rossi an der Grenze Ventimiglia (Italien) und Menton (Frankreich), ursprünglich wurden in den Höhlen 18 Gott MUTTER Figurinen gefunden

 

Bild 1: Gott MUTTER La Losange; Bild 2: Gott MUTTER La Polichinelle; Gott MUTTER          L ´Ocré rouge; Bild 4: Gott MUTTER Bicephale; alle Bilder Nachzeichnungen Franz Armbruster; Bild 1 und 2 befinden sich heute im Musée Archéologie Nationale (MAN), St. Germain-en-Laye in Frankreich, Bild 3 und 4 in Privatbesitz in Montréal in Kanada

 

Weitere Gott MUTTER Darstellungen aus den Grimaldihöhlen von Balzi Rossi an der Grenze Ventimiglia (Italien) und Menton (Frankreich); Bild 1: Diese Gott MUTTER Figurine wird in der Literatur häufig  „La Jaune“ oder Venus von Menton genannt; alle vier Figurinen befinden sich heute im Musée Archéologie Nationale (MAN), St. Germain-en-Laye in Frankreich; die Fotos von Franz Armbruster stammen aus dem Museum

Weitere Gott MUTTER Darstellungen aus Italien, Gravettien

Bild 1: Gott MUTTER von La Marmotta; Lago Bracciano, Martignano; Bild 2: Gott MUTTER von Parabita bei Lecce, Adria, beide Bilder Nachzeichnungen Franz Armbruster

Bild 1: Gott MUTTER von Frasassi, Höhle bei Genga, Ancona; heute im Museo Acheologico Ancona; Nachzeichnung Franz Armbruster; Bild 2: Gott MUTTER von Trasimeno, Lago Trasimeno bei Perugia, Nähe Assisi, heute im Museo nazionale preistorico etnografico Luigi Pigorini Rom, Nachzeichnung Franz Armbruster; Bild 3: Gott MUTTER von Savigniano, Savigniano sul Panaro, Modena, heute im Museo nazionale preistorico etnografico Luigi Pigorini Rom, Bild: GNU Fee License, User Vincent Mourre

Gott MUTTER Darstellungen aus Tschechien und der Slowakei, Gravettien

 

Bild 1: Gott MUTTER von Dolni Vestonice, die älteste Keramikfigurine der Welt, Mähren Tschechien; Foto eigene Replik Franz Armbruster; Bild 2: Gott MUTTER von Petrokovice, Ostrava, Tschechien, Foto: Wikimedia Commons, Creative Commons Attribution-Share 3.0, User: Kozuch, crop by Ragimiri; Bild 3: Gott MUTTER von Moravany, Moravany nad Vahom, Slowakei; Bild: Wikimedia Commons; User: Martin Hlauka (Pescan)

Gott MUTTER Darstellungen aus Russland, Gravettien

Bild 1: Gott MUTTER Darstellungen aus Avdeevo in Russland;  Bild 2: ursprünglich 5 Gott Mutter Darstellungen aus Bouret, Sibirien, 15 km von der Fundstelle Malta, Sibirien, Baikalsee, 80 km von Irkutsk; Nachzeichnungen Franz Armbruster; Bild 3: Gott MUTTER aus Malta, Sibirien, Nähe Baikalsee; 80 km von Irkutsk, dort wurden 29 Gott MUTTER Figurinen gefunden, Foto eigene Replik Franz Armbruster

Ursprünglich 8 Gott MUTTER Darstellungen aus Gargarino am Don, Russland, Nachzeichnungen Franz Armbruster

Gott MUTTER Darstellungen aus Kostienki am Don, Russland; Nachzeichnungen Franz Armbruster nach: Claudine Cohen: La femme des origines, 2003, S. 109, 110 und 111;

Gott MUTTER Darstellungen aus dem Magdalénien (18 000-12 000 v.u.Z.)

Vulvaritzzeichnungen  aus dem Magdalénien aus Spanien

 

Berühmte Vulvaritzzeichnungen aus der Höhle Tito Bustillo, Ribadesella, Asturien, Spanien, Datierung: 22 000 – 10 000 v.u.Z.; Die Seite http://www.spain.info schreibt über die nordspanische Höhle Tito Bustillo:  „Fast die gesamte Fläche von El Tito Bustillo ist bemalt. Die Malereien variieren je nach Epoche und liegen teilweise übereinander, je nach dem Geschmack der jeweiligen Höhlenbewohner zwischen 22 000 und 10 000 v. Chr. (Anmerkung: v.u.Z.) . Unter den Tierdarstellungen (Pferde, Rentiere usw.) fällt besonders die eines Wals auf, die bei Höhlenmalereien äußerst selten vorkommt. Die bedeutendsten Zeichnungen jedoch symbolisieren den Körper der Frau: Unter Nutzung der natürlichen Felsvorsprünge werden die weiblichen Formen nachgebildet. Alle diese Malereien von Frauenkörpern befinden sich im gleichen Saal.“ Der Wal gehört wie fast alle anderen in den paläolithischen Höhlen dargestellten Tierarten zu der Gruppe der Mammalia, also zu den Säugetierarten. Das bestätigt einmal mehr, dass es sich bei den paläolithischen Höhlenmalereien insgesamt um Matrifokale Höhlenmalereien handelt, welche die Mutterkörperlichkeit insgesamt heiligten, und nicht eine vom heterosexuellen Mann als Mittelpunkt der Welt gedachte Sexualität, was noch einmal verdeutlicht, dass die paläolithischen Höhlen Kathedralen der Matrifokalität sind; Foto: Wikimedia Creative Commons, GNU-Free; User: Falconaumami

Gott MUTTER Darstellungen aus Frankreich, Magdalénien:

 

Bild 1: Gott MUTTER von Mas d ´Azil, Département Ariège, die Höhle Mas d ´Azil ist auch berühmt für ihre mit rotem Ocker bemalten Kieselsteine, die einer Vulva nachempfunden sind, Foto Franz Armbruster Musée Archéologie Nationale (MAN), St. Germain-en-Laye, Frankreich; Bild 2: Gott MUTTER von Laugerie -Basse bei Les-Eyzies-de-Tayac, in der Literatur wird sie auch als „Impudique“ bezeichnet, was schamlos bedeutet und eine der typischen patriarchalen Definitionen eines nackten Frauenkörpers entspricht, die Figurine befindet sich heute im Musée de l ´Homme in Paris; Nachzeichnung Franz Armbruster; Bild 3 und 4: Gott MUTTER Darstellungen aus dem Abri Roc-aux-Sorciers von Anglès-sur-l ´Anglin, Département Vienne, Nachzeichnungen Franz Armbruster

 

Gott MUTTER Darstellungen aus dem Abri de la Magdeleine des Ablis, Penne in Tarn; die zwei Darstellungen sind an zwei gegenüberliegenden Höhlenwänden platziert; Datierung: 13 000 v.u.Z.;  Bilder Nachzeichnungen Franz

Gott MUTTER Darstellungen Typ Gönnersdorf aus dem Magdalénien

Zahlreiche abstrahierte Gott-Mutter-Darstellungen aus dem Magdalénien ohne Kopf wurden in vielen Gebieten in Europa gefunden und dem Typ Gönnersdorf zugeordnet. In Deutschland wurden sie außer in Gönnersdorf in Andernach (Rheinland-Pfalz), in der Hohlensteinhöhle bei Ederheim im Donau-Ries (Bayern), in Petersfels (Baden-Württemberg), in der Vogelherdhöhle bei Niederstotzingen, Lonetal, Schwäbische Alb (Baden-Württemberg), in Oelknitz (Thüringen) und in Nebra (Sachsen-Anhalt) gefunden. In Frankreich am Fundort Laugerie-Basse (Dordogne), in Courbet (Tarn-et-Garonne), in Gourdan (Haute-Garonne); in der Schweiz in Monruz (Neuchatel); in Belgien in Mégarnie; in Tschechien in Pekarna, Býčí skála, Meziříčí und Dobranicevka (Mähren); in Russland in Eliseevitchi und in der Ukraine in Myzin. Die ebenfalls kopflosen weiblichen Ritzzeichnungen finden sich in Deutschland, neben Gönnersdorf, in Andernach, in der Hohlensteinhöhle bei Ederheim (Bayern), in Frankreich u.a. auf einem Felsblock von La-Roche-Lalinde und von Gare de Couze sowie in der Höhle Combarelles (Dordogne), in Fronsac, im Abri Murat in Rocamadour (Lot) und in der Grotte Courbet (Tarn-et-Garonne).

Gott MUTTER Darstellungen Typ Gönnersdorf aus Deutschland

 

Insgesamt 16 Gott MUTTER Darstellungen von Gönnersdorf in Rheinland-Pfalz mit der im Magdalénien typischen, stark stilisierten, vulvadreiecksförmigen Betonung der Beckenregion, ausnahmslos ohne Kopf. Außerdem 400 Frauendarstellungen als Ritzzeichnungen auf Schieferplatten ebenfalls ausnahmslos ohne Kopf. Da sie hier so zahlreich gefunden wurden, wird dieser Typ allgemein nach Gönnersdorf benannt; Datierung: 13 500 -11 000 v.u.Z.; Bild 1: GNU Free Documentation License, Wikimedia Commons, User: Bildersturm; Bild 2: Darstellung einer matrilinearen Ahninnenreihe aus Gönnersdorf; Plakette 65, Nachzeichnung Franz Armbruster aus Bosinski, Gerhard: „Femmes sans tete“, 2011, S. 95 ff.

Bild 1-4: Zahlreiche Darstellungen von einander zugewandten, sich auch körperlich berührenden Frauen, möglicherweise lesbischen Liebesbeziehungen auf zahlreichen Plaketten in Gönnersdorf; Nachzeichnungen  Franz Armbruster aus Bosinski, Gerhard: „Femmes sans tete“, 2011, S. 95 ff;

Weitere Gott MUTTER Darstellungen Typ Gönnersdorf aus  Deutschland

Bild 1 und 2: Gott MUTTER Darstellungen aus Andernach, Rheinland Pfalz; heute im  Landesmuseum Bonn; Fotos: Creative Commons, Attrib.-Share 3.0 Unported License; User: Bildersturm; Bild 3: Gott MUTTER Darstellung aus Petersfels, Brudertal Eiszeitbergen Engen bei Konstanz, Baden-Württemberg, heute im Badischen Landesmuseum Karlsruhe; Foto: Creative Commons, Attrib.-Share 3.0 Unported, 2.5 Generic license; User: Bildersturm; Bild 4: Gott MUTTER Darstellung aus der Vogelherdhöhle, Niederstolzingen, Lonetal, Baden-Württemberg; Bild: Nachzeichnung Franz Armbruster

 

Bild 1: Gott MUTTER Darstellungen aus Oelknitz, Thüringen, heute im Museum für Ur-und Frühgeschichte Thüringens in Weimar; Foto: Wikimedia Commons, GNU free license; User: Paul TTS; Bild 2: Gott MUTTER Darstellungen aus Nebra; Sachsen-Anhalt, Bild: Creative Commons, Attrib.-Share 3.0; User: Daly Galaxy

Gott MUTTER Darstellung Typ Gönnersdorf aus der Schweiz, Magdalénien

Gott MUTTER von Monruz (Neuchatel), Nordufer Neuenburger See; Schweiz; Foto: Wikimedia Commons, GNU free license; User: Y. André

Gott MUTTER Darstellungen Typ Gönnersdorf aus Frankreich, Magdalénien

Bild 1: Gott MUTTER Darstellung auf der Plakette „La Femme au Renne“ in Verbindung mit einem Rentier im Abri Laugerie Basse, Les-Eyzies-de-Tayac, Dordogne, Frankreich, Datierung: 14.000 v.u.Z.; Foto: Franz Armbruster, Musée Archéologie Nationale (MAN), St.-Germain-en-Laye; Bild 2: Felsritzzeichnung mehrerer Gott MUTTER Darstellungen Typ Gönnersdorf, La-Roche-La-Linde, Dordogne, Foto: Franz Armbruster Museum Les-Eyzies-de-Tayac; Frankreich

Gott MUTTER Darstellungen aus Russland und der Ukraine, Magdalénien/Epigravettien

Bild 1: Gott MUTTER aus Eliseevitchi, Briansk, Russland, Epigravettien, Foto: Creative Commons Attrib.-Share 3.0, User: Bullenwächter; Bild 2: zahlreiche Gott MUTTER Darstellungen aus Myzin, Ukraine, Epigravettien, heute im Archäologischen Museum in Kiew; Nachzeichnungen Franz Armbruster aus dem Buch Bosinski, Gerhard: Femmes sans Tete, 2011, 128/129

Gott MUTTER Darstellungen aus dem Neolithikum bis zum Mythologischen Muttermord, Teil 1 siehe:

Gott MUTTER Darstellungen vom Neolithikum bis zum Mythologischen Muttermord (1)