Männer wollen nicht daran erinnert werden, dass sie von Müttern geboren werden – und Frauen – lächeln das weg

Text: Dr. Kirsten Armbruster

Scroll down and you´ll find an english translation of this text, translated by  Deep L

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Foto: Franz Armbruster

Eine nackte Frau ist ein Sexsymbol – im Patriarchat.

Sex ist die wichtigste körperliche Erfahrung des Mannes.

Deswegen werden von patriarchalen Archäologen und patriarchatsdienenden Archäologinnen – andere gibt es bisher nicht – die nackten Frauenfigurinen, welche es im Paläolithikum und auch vom Neolithikum bis zum Mythologischen Muttermord zahlreich in allen Kulturen gibt, als Venusfigurinen oder gleich als Pornodarstellungen mit einem aus heutiger Sicht belächelten, sehr merkwürdigen, offensichtlich dicken Schönheitsideal interpretiert. Dass die da in der Steinzeit aber auch nicht genügend Fitness betrieben haben, so wie heute die dünnen, dünner, am dünnsten Frauen dieser fortschrittlichen Welt! Na ja, was ist aus der Steinzeit auch zu erwarten, rückständig, wie die da waren!

Der Mann als Jäger, der Mann als Ernährer, der Mann als großartiger Künstler der Höhlenmalereien, der Mann als Schöpfer und MA-cher dieser Welt! Männlich-eitle Lobeshymnen!  Und ja, die Höhle! Natürlich ein Ort des Sexkults, denn eine Höhle ist ja da, für den Phallus – zum Reinstecken, was sonst?  Wo soll der auch hin, der arme Phallus?

Und dazu: Die allzeit, dem heterosexuellen Mann sexuell gefügige Steinzeitfrau, – das Ideal patriarchaler Männlichkeit (Homophobie eingeschlossen), denn andere als nackte Spuren hat die Steinzeitfrau ja nicht hinterlassen. Im Gegensatz zum Mann mit all den  behauenen Steinwerkzeugen, die er, der Steinzeitmann, in emsiger Fleißarbeit als „jagender Jäger einer schon immer existierenden Paarungsfamilie“ hinterlassen hat! So fleißig dieser Steinzeitmann, so dass die gesamte „Vorgeschichte“, also die Geschichte bevor der Mann die „eigentliche Geschichte“ seiner Heldentaten aufschrieb, also eben diese Steinzeitgeschichte nach jedem einzelnen Steinbeschlagunterschied in unzählige „kulturelle“ Zeitschichten, wie Acheuléen, Aurignacien, Gravettien, Magdalénien (um nur die wichtigsten zu nennen), akribisch katalogisiert werden musste. Von der Frau hingegen – keine Spuren zivilisatorischer Tätigkeit – nun,  eben nur bis auf ein paar runde Nackte.

Dass es in den Höhlen der Steinzeit um wichtigere Dinge geht als Sex- und Phalluskult– nicht denkbar, denn eine wichtigere Körpererfahrung als Sex (oder deren theologische Inversion in sexuelle Askese und Enthaltsamkeit in allen Theologien dieser Welt), kann es nicht geben, denkt der Mann, der Mittelpunkt der von ihm geschöpften Welt. Welch ein Irrtum!

Mütter machen wesentlich existentiell wichtigere körperliche Erfahrungen als Sex in dieser Welt: 

Leben im eigenen Körper nabelgebunden wachsen lassen! Dieses neu entstehende Leben mit dem eigenen Blut und jeder auf das Kind ausgerichteten Zelle des eigenen Körpers 9 Monate, jede Sekunde, zu nähren, zu schützen, im Lebensrhythmus zu wiegen, es ins Leben zu sprechen, zu singen, zu tragen. Magie im eigenen Körper – neun Monate lang, ohne Unterbrechung, ohne Pause. Vollzeit. Und dann: die alles sprengende Kraft der Geburt. Diese aus dem Körper herausdrängende Lebensmacht! Durch nichts mehr aufhaltbar! Das Stillen und Nähren auch danach.

Sex kann schön sein, ja! Orgiastisch und berauschend, aber es ist nichts im Vergleich zum körperlichen Lebenseinschnitt von Schwangerschaft und Geburt.

Vergleichbar das Sterben – der Weggang aus dem Leben! Keine Bewegung mehr! Starre! Kälte.  Keine Umkehrbarkeit? Diese Fragen! Alle von uns gehen diesen Weg – den letzten, egal ob Mann, Frau, Intersexuell oder Transgender. Aktiv und letzendlich allein.

Das Leben schenken, die Geburt hingegen, kann nur eine – die MUTTER – aktiv.

 Um diese wichtigen Fragen geht es in den paläolithischen Höhlen dieser Welt. Das ist die Botschaft der nackten Frauen der Steinzeit. Es geht nicht um Sex. Es geht um die Heiligung von Mutterkörperlichkeit, um Nabelbindung, um Religion, denn Religion bedeutet nichts anderes als „Anbinden, losbinden und zurückbinden“. Und eben auch um Rückbindung – eine Hoffnung auf Wiedergeburt?

Das Patriarchat, beginnend mit der Tierzucht im Neolithikum, hat nur ein Ziel:

Die MUTTER zu verschleiern!

Alles im Patriarchat dient nur diesem einen Ziel: die verschleiernden und sexsymbolenthüllenden Kleidervorschriften als zwei Seiten derselben Medaille, die Ehe, alle Theologien, welche nur so tun, als seien sie Religionen, die Gesetzgebung von Vater Staat, die Leugnung und Un-Wert-Machung von Carearbeit, der Kapitalismus, die im Patriarchat akzeptierte Indoktrination, dass der Vater genauso wie die Mutter 50 % zur Lebensentstehung beiträgt und deshalb die Mann-Frau-Paarungsfamilie im Mittelpunkt menschlichen Lebens zu stehen hat. Alles in dieser heutigen Welt dient nur dazu, die Mutter zu verschleiern! Denn der patriarchale Mann will nicht daran erinnert werden, dass er von einer MUTTER ins Leben getragen wird. Dass nicht er, der Lebensmacher, der Schöpfer  ist, sondern dass die Natur dies nur und ausschließlich der  MUTTER anvertraut hat. Deswegen bekämpft er Natur – mit allen Mitteln.

Und wir von der patriarchalen Indoktrination vernebelten Frauen, auch wir Mütter – wir lächeln diese umfassende Leugnung und Zerstörung der Natur – einfach weg, harmoniesüchtig, wie wir von der Geißel und dem Hirtenkrummstab des Patriarchats gezüchtet und gezüchtigt wurden.

Wer sich von der Gehirnwäsche des Patriarchats befreien will, findet in meinen Büchern und in den zahlreichen Veröffentlichungen auf diesem Blog genügend nährende Nahrung: Mutternahrung, egal ob man oder frau, intersexuell oder transgender!

Von mutterbiologischen Tatsachen und männlichem „Samen“ – Wie das Patriarchat Mütter zu passiven Gefäßen degradiert

Gott MUTTER Darstellungen Paläolithikum

#GodMother -Lassen wir die Gott-Mann- Theologien hinter uns

Patriarchatskritik

Matrifokalität ist kein Matriarchat

Am Anfang war Gott MUTTER

Gott MUTTER Darstellungen vom Neolithikum bis zum Mythologischen Muttermord (1)

Gott die MUTTER – Eine Streitschrift wider den patriarchalen Monotheismus

Bücher von Kirsten Armbruster

Der Jacobsweg als Muschelweg von Gott der MUTTER

Rot wie Blut – Weiß wie Schnee – Schwarz wie Ebenholz – Die Religion von Gott der MUTTER

Die Schwarze Madonna von Alt-öttinG spricht:

An english translation of this text, translated by Deep L:

Men do not want to be reminded that they are born of mothers – and women – smile that away

Text: Dr. Kirsten Armbruster

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Photo: Franz Armbruster

A naked woman is a sex symbol – in patriarchy.

Sex is the man’s most important physical experience.

That is why patriarchal archaeologists and archaeologists serving patriarchies – there have been no others so far – interpret the naked female figures, which are numerous in all cultures in the Palaeolithic and also from the Neolithic to the Mythological Matricide, as Venus figures or even as pornographic representations with a very strange, obviously thick ideal of beauty smiled at from today’s point of view. That they didn’t do enough fitness in the Stone Age, just like the thin, thinner, thinnest women of this progressive world today! Well, what can we expect from the Stone Age, backward, like they were there!

The man as hunter, the man as breadwinner, the man as great artist of cave paintings, the man as creator and maker of this world! Male vain hymns of praise!  And yes, the cave! Of course a place of sex cult, because a cave is there for the phallus – to stick into, what else?  Where’s he gonna go, poor Phallus?

And to that: The Stone Age woman who is sexually submissive to the heterosexual man at all times – the ideal of patriarchal masculinity (including homophobia), for the Stone Age woman has not left behind any traces other than bare traces. In contrast to the man with all the carved stone tools that he, the Stone Age man, has left behind in industrious work as a „hunting hunter of an always existing mating family„! So diligently this Stone Age man, so that the entire „prehistory“, i.e. the history before the man wrote down the „actual history“ of his heroic deeds, i.e. precisely this Stone Age history after each individual stone fitting difference in countless „cultural“ time layers, such as Acheuléen, Aurignacien, Gravettien, Magdalénien (to name only the most important), had to be meticulously catalogued. From the woman on the other hand – no traces of civilizing activity – well, just only a few round nudes.

That the caves of the Stone Age are about more important things than sex and phallus cult is unthinkable, because there can be no more important body experience than sex (or its theological inversion into sexual asceticism and abstinence in all the theologies of this world), thinks the man, the centre of the world created by him. What a mistake!

Mothers have much more existentially important physical experiences than sex in this world: 

Let life grow in your own body corded! To nourish, to protect, to weigh in the rhythm of life, to speak it into the life, to sing it, to carry this newly emerging life with the own blood and every cell of the own body directed towards the child 9 months, every second. Magic in your own body – for nine months, without interruption, without pause. Full-time. And then: the all-explosive power of birth. This life power pushing out of the body! Nothing can stop it! Breastfeeding and feeding even after.

Sex can be nice, yeah! Orgiastic and intoxicating, but it’s nothing compared to the physical incision of pregnancy and birth.

Comparable to dying – the departure from life! Freeze! Stare! Cold.  No reversibility? These questions! All of us go this way – the last, no matter if man, woman, intersexual or transgender. Active and finally alone.

Only one – the MOTHER – can actively give life, the birth on the other hand.

 These important questions are dealt with in the Palaeolithic caves of this world. That is the message of the naked women of the Stone Age. It’s not about sex. It is about the sanctification of mother physicality, about umbilical ties, about religion, because religion means nothing else than „tying, untying and tying back„. And also about rebirth – a hope of rebirth?

Patriarchy, starting with animal breeding in the Neolithic, has only one goal:

To disguise the MOTHER!

Everything in patriarchy serves only this one goal: the veiled and sex-symbol-revealing dress regulations as two sides of the same coin, marriage, all the theologies which only pretend to be religions, the legislation of the father state, the denial and un-value-make of care work, capitalism, the indoctrination accepted in patriarchy that the father contributes just as much as the mother 50% to the creation of life and therefore the male-female mating family has to stand in the center of human life. Everything in this world today serves only to conceal the mother! For the patriarchal man does not want to be reminded that he is carried into life by a MOTHER. That not he, the maker of life, is the creator, but that nature has entrusted this only and exclusively to the MOTHER. That’s why he fights nature – with all means.

And we women clouded by the patriarchal indoctrination, we mothers too – we smile this comprehensive denial and destruction of nature – simply away, addicted to harmony, as we were bred and chastised by the scourge and the shepherd’s crook of patriarchy.

Those who want to free themselves from the brainwashing of patriarchy will find enough nourishing food in my books and in the numerous publications on this blog: Mother food, no matter if you are a woman or a man, intersexual or transgender!

See more:

Von mutterbiologischen Tatsachen und männlichem Samen; Wie das Patriarchat Mütter zu passiven Gefäßen degradiert

#GodMother -Lassen wir die Gott-Mann- Theologien hinter uns

Die höchste Form der patriarchalen Diskriminierung ist die Behauptung, dass Gott ein Vater und Religion männlich ist

Gott MUTTER im Paläolithikum

Gott MUTTER vom Neolithikum bis zum Mythologischen Muttermord (1)

500 000 Jahre Matrifokale Geschichte

Am Anfang war Gott MUTTER

Rot wie Blut – Weiß wie Schnee – Schwarz wie Ebenholz – Die Religion von Gott der MUTTER

 

 

 

 

 

 

Von den Nikoläusen und Weihnachtsmännern dieser Welt – Hokus Pokus Fidibus

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Text: Dr. Kirsten Armbruster: Naturwissenschaftlerin – Patriarchatskritikerin – Autorin – Bloggerin – Mutter; Foto: Franz Armbruster

Wir sind im Patriarchat darauf konditioniert unsere Wünsche an Männer zu richten. Schon als Kind schreiben wir Wunschzettel an den Nikolaus, den Weihnachtsmann, das Christkind – was auch immer letzteres sein soll. Wir lernen, dass in der Regel der Vater mehr Kapital erwirtschaften kann als die Mutter. Das heißt, die Erfüllung unserer Geldwünsche richten wir an ihn, den Vater, wenn abhanden gekommen – wie auch immer – an den Staat, der auch ein Vater ist, denn der steht für das Vaterland. Im Beruf sind wir wieder überproportional abhängig von einem Mann – als Chef. Wir wenden uns besonders vertrauensvoll an einen Chefarzt, der auch meistens ein Mann ist, an einen Politiker, der in dem emanzipierten Deutschland auch zu zwei Dritteln ein Mann ist. Und natürlich wenden wir uns an Gott, der in jedem Fall ein Mann ist, denn der Mutter wurde ja mit dem Mythologischen Muttermord die Göttlichkeit entzogen. Und natürlich wenden wir uns mit unseren Wunschzetteln an die Priester, Pfaffen und Gurus dieser Welt des MA- chbaren Scheins. Der Reflex funktioniert, weil gut konditioniert.

Aber wer ist der Nikolaus – der Weihnachtsmann, dem wir vertrauensvoll unsere Wünsche übereignen, auf dass Er MAcht mit Hokus Pokus Fidibus, was wir nicht schaffen, wir die Mütter, denen im Patriarchat die Macht weg-gezüchtigt wurde? Steckt hinter dem Nikolaus in seinen Mutterfarben – Rot wie Blut – Weiß wie Schnee – Schwarz wie Ebenholz – wirklich Coca Cola?

Nein – der Nikolaus und der Weihnachtsmann stehen, wie kaum ein anderer, für die widernätürliche Aneignung der Lebens-MAchungskräfte der Mütter durch das Patriarchat. Die heiligen Mutterfarben finden wir nämlich schon in den Höhlenmalereien der Steinzeit, wo es um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens geht, um den Kreislauf des Lebens, um das Werden und Vergehen, die Geburt und den Tod.

Mehr dazu in Rot wie Blut – Weiß wie Schnee – Schwarz wie Ebenholz – Die Religion von Gott der MUTTER

und in Warum der Storch bis heute die Kinder bringt

Wer sich nicht an die Steinzeit zurückbindet, der versteht den Ursprung von Religion nicht, was nichts anderes ist als Anbinden, Losbinden und Rückbinden an die LebensMAchungskräfte der Natur, welche den Müttern anvertraut ist.

Mehr dazu in: 500 000 Jahre Matrifokale Kultur- und Religionsgeschichte

und unter: Die höchste Form der patriarchalen Diskriminierung ist die Behauptung, dass Gott ein Vater und Religion männlich ist

und unter der Gott MUTTER Galerie des Paläolithikums: Gott MUTTER Darstellungen Paläolithikum

Wer die Botschaft der Höhlen der Steinzeit nicht versteht, geht dem Hokus Pokus der Nikoläuse und Weihnachtsmänner dieser patriarchalen Welt auf den Leim.

Rot wie Blut – Weiß wie Schnee – Schwarz wie Ebenholz sind die einst heiligen Mutterfarben und das ist kein Hokus-Pokus-Märchen dieser Welt, sondern die Realität des Lebens, in die alle von uns hineingeboren werden.

Geht den Nikoläusen dieser Welt nicht weiter auf den Leim!

Weiterführende Literatur:

Armbruster, Kirsten – Gott die MUTTER – Eine Streitschrift wider den patriarchalen Monotheismus, 2013

Armbruster, Kirsten: Das Muttertabu oder der Beginn von Religion, 2010

Armbruster, Kirsten: Der Jacobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland – die Wiederentdeckung der Wurzeln Europas, Teil 1, 2013

Armbruster, Kirsten: Der Muschelweg – Auf den Spuren von Gott der MUTTER – Die Wiederentdeckung der matrifokalen Wurzeln Europas, 2014

 

 

 

Meine Gedanken zu Notre Dame de Paris

800px-Ile_de_la_Cite_map_lang_huDie heilige Vulvainsel Ile-de-la-Cité in Paris; Foto: Creative Commons, GNU Free License

Der Name Paris kommt von dem Wort „parere„. Es bedeutet „gebären“ und zeigt bis heute das im Paläolithikum verwurzelte Matrifokale Verständnis dieses Ortes an – eine Landschaftsvulva im Fluss. Das Viertel gegenüber der Vulvainsel heißt bis heute Marais und hat ebenfalls mit der Silbe MA die Bedeutung von geheiligter Mutterkörperlichkeit bewahrt. Der Mutterbuchstabe M und der Mutterbuchstabe A stehen beide für die gespreizten Beine der Mutter bei der Geburt.

Die Buchstaben M und A sind typische Mutterbuchstaben, die aus der einst heiligen Mutterkörperlichkeit abgeleitet sind. Wir finden diese Mutterbuchstaben , ebenso wie das T bereits in den paläolithischen Höhlen als Geburts- und Wiedergeburtsbuchstaben aber nicht nur da, sondern auch im Neolithikum und bis weit in die Eisenzeit. Bild 1: Die gebärende Gott MUTTER mit typischem M-Symbol in der ältesten Tempelanlage der Welt, in Göbekli Tepe, Anatolien, Türkei; Nachzeichnung: Kirsten Armbruster;  Göbekli Tepe heißt nicht zufällig „Hügel mit Nabel„. (mehr dazu in „Armbruster, Kirsten: Der Jacobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland, S.150-155); Bild 2: Die gebärende Muttergöttin Medusa/Gorgo mit typischer M-Symbolik der gespreizten Beine bei der Geburt unterstützt von zwei Löwinnen als Hebammen;  Bild: Bronzerelief auf einem antiken Streitwagen, Perugia, 600 v.u.Z. , Nachzeichnung Franz Armbruster (mehr dazu in Armbruster, Kirsten: Das Muttertabu oder der Beginn von Religion, 2010).

Dieses typische Mutter-Gebär- Bild wird auch in der Kathedrale von Notre Dame in Paris aufgenommen durch die, auch nach dem Brand immer noch stehenden beiden Türme von Notre Dame, in der Mitte mit der typischen Rosette, die für den Kopf des Kindes steht, das bei der Geburt aus der Vagina-Vulva der gebärenden Mutter zu sehen ist. Der spitze Phallusturm ist den Flammen zum Opfer gefallen, denn er hat dort auch nichts zu suchen bei einer Geburt. Notre Dame hat bis heute die uralte paläolithische naturverbundene Matrifokale Religion von Gott MUTTER bewahrt. Dazu müssen nicht 13 ha Eichenwald gefällt werden, die jetzt ebenfalls den Flammen zum Opfer gefallen sind. Gott MUTTER zeigt sich überall in der Natur. Gott MUTTER ist Natur.Und die Gott MUTTER Kathedralen sind nichts anderes als die Nachbauten der Höhlen der Steinzeit. (mehr dazu in Armbruster, Kirsten: Der Jacobsweg, 2013 in dem Kapitel: Höhlen als Kathedralen der Steinzeit (S.119-175).

Das Pariser Becken war bereits im Paläolithikum von WildbeuterInnen besiedelt. Paläolithische Menschenspuren sind nämlich nicht nur in den Höhlen von Fontainebleue sichtbar, die von Marie König erforscht wurden. Auch im Süden des Pariser Beckens gibt es in der Höhle von Arcy-sur-Cure eine Gott MUTTER Darstellung im Fels, und in der benachtbarten Höhle Grotte du Renne finden sich viele Höhlenmalereien von Mammuts. Mammuts gehören zur Familie der Elefanten. Bis heute wissen wir alle, dass diese matrifokal leben, wie es für Säugetierarten natürlich ist.

Bild 1: Karte des südlichen Pariser Beckens zwischen Auxerre und Avallon mit den Höhlen Arcy-sur-Cure und der Grotte du Renne; die Höhlen werden seit 200 000 Jahren von Menschen als Mutterhöhlenheiligtümer genutzt und zwar nicht nur von Mulier-Homo sapiens, sondern bereits von Mulier-Homo neanderthalensis; In der Grotte du Renne gibt es viele Höhlenmlereien von Mammuts; Karte: Creative Commons Attribution- Share 4.0, International License; Bild 2: Gott MUTTER Darstellung aus der Höhle Arcy-sur-Cure, Foto: Kirsten Armbruster, Archäologisches Museum Ardéche in der Nähe der Höhle Chauvet, in der sich viele der ältesten Höhlenmalereien finden

Es ist auch kein Zufall, dass von der heiligen Vulvainsel in Paris der vierte Muschelweg, die sogenannte Via Turonensis bis in die Pyrenäen seinen Ursprung nimmt. Mehr dazu in meinem Muschelwegbuch in dem Kapitel “ Paris – Stadt der Heiligen Vulva“ (Armbruster, Kirsten: Der Muschelweg – Auf den Spuren von Gott MUTTER – Die Wiederentdeckung der matrifokalen Wurzeln Europas, 2014, S. 181-190).

Literaturverzeichnis:

Armbruster, Kirsten: Das Muttertabu oder der Beginn von Religion, 2010

Armbruster, Kirsten: Der Jacobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland – Die Wiederentdeckung der Wurzeln Europas, Teil 1; 2013

Armbruster, Kirsten: Der Muschelweg – Auf den Spuren von Gott MUTTER – Die Wiederentdeckung der matrifokalen Wurzeln Europas, 2014

 

 

 

Warnung – Mütterfalle Patriarchat

Text aus dem neuen Buch: Armbruster, Kirsten: „Mütterarmut – Eine Streitschrift wider eine von Männern definierte und nur am Mann orientierte Ökonomie, 2019, S. 96-101

Kinder zu bekommen, ist etwas Wunderbares. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Wunder. Das Wunder menschlichen Lebens, das durch den einzigartigen Körper von Müttern in die Welt getragen wird, während der Mann als biologischer Vater von den Aufwandsrelationen her gesehen, genetisch mit einem halben Chromosomensatz aus dem Zellkern des Spermiums, und auch vom Zeitaufwand der Spermienabgabe während eines Orgasmus her gesehen, im Vergleich zur Schwangerschaft, schätzungsweise 1 Prozent dazu beiträgt, dass dieses Lebenswunder real und lebbar wird. Das darf man aber nicht sagen im Patriarchat. Es wird aber höchste Zeit, das nicht nur zu sehen, sondern auch zu sagen, zu schreiben und hinauszuschreien in diese verquere Welt! (mehr in Armbruster, Kirsten: „Von mutterbiologischen Tatsachen und männlichem „Samen“ – Wie das Patriarchat Mütter zu passiven Gefäßen degradiert“ unter kirstenarmbruster.wordpress.com vom 08.02.2018 ) Von mutterbiologischen Tatsachen und männlichem „Samen“ – Wie das Patriarchat Mütter zu passiven Gefäßen degradiert

Die Logik des Lebens ist zwingend. Mütter gehören naturgemäß ins Zentrum einer Gesellschaft und Männer haben die Funktion, Mütter zu unterstützen, als Söhne, Brüder, Onkel, vätertaugliche Väter, egal ob biologisch oder nicht biologisch, in jedem Fall aber fürsorglich! Tatsächlich brauchen wir Matrifokale Männer und eine Abkehr von toxischer Männlichkeit! (mehr dazu in Armbruster, Kirsten: „Matrifokale Männer und Väter“ vom 14.01.2019) Matrifokale Männer und Väter

Im Patriarchat passiert das Gegenteil. Im Patriarchat ist Muttersein eine Falle. Das höchste Risiko, um in unerträgliche Lebenssituationen und ins gesellschaftliche Abseits zu geraten, und zwar nicht etwa, weil Mütter vielleicht zu blöd sind, um ihr Leben gut zu gestalten. Nein, denn die weltweite Mütterarmut zeigt, dass wir es nicht mit einem individuellen Problem von Müttern zu tun haben, sondern mit einem verfestigten strukturellen Problem:

Die einzelne Mutter ist nicht schuld. Es ist nicht ihr persönliches Versagen, wenn sie, in wie auch immer geartete große Probleme gerät. Nein, es handelt sich um ein komplettes gesellschaftliches Versagen und kann also auch nur gesamtgesellschaftlich gelöst werden.

Dazu fehlt bisher– selbst im Feminismus – jegliches Bewusstsein. Solange Mutterschaft jedoch nur unter diesen unzumutbaren patriarchalen Bedingungen lebbar ist, ist es höchste Zeit junge Frauen vor dieser Falle des Patriarchats zu warnen, anstatt sie durch das gesellschaftlich übliche Liebes-Romantik-Weißes-Brautkleid-Traumprinz-schönster-und-wichtigster-Tag-im-Leben-Märchen weiter unvorbereitet in diese strukturelle Falle zu locken und sie dann dort mutterseelenallein zu lassen.

Patriarchale Risikofaktoren für Mütter:

  • Finanzielle Abhängigkeit; Mütterarmut; in der Folge Altersarmut
  • Karriereknick, weil die staatlich zugesicherte Infrastruktur an Betreuungsmöglichkeiten von Kindern oder Pflegebedürftigen nicht ausreicht, qualitativ nicht zumutbar oder schlichtweg menschenunwürdig ist
  • Isolierung von sozialen Kontakten, welche durch den Beruf gewährleistet waren und nun durch ein häufig erzwungenes Hausfrauendasein nicht mehr fortgeführt werden können, weil die ausschließlich am Mann orientierte Ökonomie nicht durchlässig ist für eine gesellschaftliche Gemeinschaftsverantwortung und die Räume von Kindererziehung und Erwerbsarbeit widernatürlich abgetrennt hat
  • Völlige Überarbeitung durch Doppel- und Dreifachbelastung bei gleichzeitiger hochgradig diskriminierender Missachtung der Gesamtarbeitsleistung von Müttern
  • Armut, die sich exponentiell steigert, wenn eine Beziehung in die Brüche geht, in der Mütter in der Lebensrealität dann zu 90 % alles allein stemmen müssen und der Staat zahlungssäumige Väter gewähren lässt, als handle es sich bei nicht gezahlten Unterhaltszahlungen nicht um Existenzbedrohung, sondern um ein Kavaliersdelikt
  • Wohnungsnot aufgrund von Mütterarmut, insbesondere in Städten und insbesondere von alleinerziehenden Müttern
  • Ungerechte Besteuerung von Alleinerziehenden, de facto zu 90 Prozent von alleinerziehenden Müttern, weil Vater Staat nur die Ehe als Paarungsfamilienmodell finanziell fördert und nicht Mütter mit Kindern
  • Ausweglosigkeit bei häuslicher Gewalt, die Mütter oft zwingt in Gewaltsituationen viel zu lange auszuharren, weil sie finanziell miserabel abgesichert sind und oft nicht wissen, wo sie Zuflucht finden können aufgrund eines engen Wohnungsmarktes, der finanzielle Selbstauskünfte einfordert, welche Mütter oft nicht ausreichend nachweisen können
  • Entwürdigung durch eine neue skandalöse, mutterentmündigende Väterrechtssprechung, welche einen Vater, bar jeder biologischen Realität, gleichsetzt mit einer Mutter, zunehmend das Wechselmodell im Fall einer Trennung als Regelfall favorisiert und viele alleinerziehende Mütter terrorisiert mit der Panik eines Kinderentzugs wegen angeblich nicht ausreichender Kooperation mit dem Vater, selbst in Fällen häuslicher Gewalt
  • Rechtsterror durch eine finanziell ungleich besser aufgestellte Väterrechtsbewegung, welche die Rechtsprechung in den letzten Jahren kontinuierlich zu Ungunsten von Müttern verschoben hat
  • Entwürdigung durch eine Absprechung von Göttlichkeit bei gleichzeitiger Rollenzuweisung als Magd und Schuldige für den HERRN, eines HERRN, der sich durch ein fiktives Herrschaftssystem zum Gott aufgeschwungen und damit die Regeln der Natur manipuliert hat.

Im Patriarchat sind Mütter die Gruppe, die am stärksten ausgebeutet, diskriminiert und auf dem Mann-Gott-Arbeitsmarkt benachteiligt werden. Und die Diskriminierung von Müttern beginnt nicht erst mit einem realen Muttersein, sondern sie beginnt schon bei jungen Frauen, die noch gar keine Mütter sind, schon mit dem Potential von Frauen, dass sie eines Tages schwanger werden könnten. Sie endet auch nicht mit der Menopause, sondern setzt sich bis ans Lebensende fort, hier mit der Begründung, dass Mütter ja nichts gearbeitet hätten in ihrem Leben. Welch eine Verschwendung von Lebenskraft, noch dazu, wo Frauen körperlich und mental nicht nur viel früher reif sind im Vergleich zu den männlichen Geschlechtsgenossen, sondern auch evolutionsbiologisch sinnvoll, und inzwischen mit der Großmutterthese der amerikanischen Anthropologin Kristen Hawkins logisch erklärbar, auch viel länger leben als Männer. (mehr dazu in Armbruster, Kirsten: „Die Evolution frisst keine Kinder – eine anthropologische Revision“ vom 18.01.2018 unter kirstenarmbruster.wordpress.com) Die Evolution frisst keine Kinder – eine anthropologische Revision

Literaturverzeichnis:

Armbruster, Kirsten: „Die Evolution frisst keine Kinder – eine anthropologische Revision“ vom 18.01.2018 http://www.kirstenarmbruster.wordpress.com Die Evolution frisst keine Kinder – eine anthropologische Revision

Armbruster, Kirsten: „Von mutterbiologischen Tatsachen und männlichem „Samen“ – Wie das Patriarchat Mütter zu passiven Gefäßen degradiert“ vom 08.02.2018 unter kirstenarmbruster.wordpress.com Von mutterbiologischen Tatsachen und männlichem „Samen“ – Wie das Patriarchat Mütter zu passiven Gefäßen degradiert

Armbruster, Kirsten: „Matrifokale Männer und Väter“ vom 14.01.2019 unter kirstenarmbruster.wordpress.com Matrifokale Männer und Väter