Kennzeichen des patriarchalen Umbruchs

DSC_6097Da nicht nur allgemein, sondern insbesondere auch bei den Matriarchatsfrauen eine große Unkenntnis herrscht über den herstorischen Umbruch von Matrifokalität zum Patriarchat und dort eindeutig patriarchale Kulte wie Heilige Hochzeit,  Blutopferkulte, Herosstrukturen, die mit einer vermännlichten Sonne einhergehen, als matriarchal fehlinterpretiert werden und diese patriarchale Interpretationsbasis auch in den neuen Mutterlandbriefen der Matriarchatsfrauen  beibehalten wird, veröffentliche ich jetzt noch mal folgenden Text, um der Verwirrung unter den Frauen entgegenzuwirken.

Equidenkrieger (Reiterkrieger) als Träger der patriarchalen Gewaltkultur und Kennzeichen des patriarchalen Umbruchs als pdf

Equidenkrieger als Träger der patriarchalen Gewaltkultur (pdf)

Mögen die Frauen endlich verstehen, wieviel sie durch die falsche Matriarchatsdefinition von ihrer eigenen vorpatriarchalen Geschichte verlieren. Leider beruht  das 2014 erschienene  Buch von Barbara Obermüller „Die weibliche Seite der Ur- und Frühgeschichte“ auch auf dieser patriarchalen Matriarchatsdefinition von Heide Göttner-Abendroth.

 

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20 Gedanken zu „Kennzeichen des patriarchalen Umbruchs

  1. Herzlichen Dank Kirsten!
    Als ich das Buch „Die Göttin und ihr Heros“ das erste Mal in den 80-ern, vor allem ihr Kapitel bzgl. Göttin und Heros, der im Herbst stirbt/geopfert und im Frühjahr wiedergeboren wird, las, dachte ich, was soll das denn?! Wir können als Frau oder „Mann“ reinkanieren. Als „Mann“ wäre ich von dieser Macht_über_Opfer_Demonstration äußerst bedient. Queenhausen.
    Nun, ich will nicht als „Mann“ inkarnieren, aber ich kann mich hineinversetzen. Letztendlich führte dieses Modell des Ungleichgewichts auch zur Umkehrung der Macht_über_Demonstration, zum Patriarchat.
    Damit hat die Frau an sich keine „Schuld“, da es am Anfang nur Frauen gab. Einige entschieden sich gemeinsam für das „Göttin und ihr Heros“-Modell. Beide tragen die Verantwortung/Antwort in sich. Jedes menschliche Wesen trägt letztendlich für sich selbst die Verantwortung/Antwort. Im Gruppenkarma tragen wir die gemeinsame Verantwortung/Antwort mit gezielten Grenzsetzungen.

    Es ist totaler Unfug samt Summe entsprechend gesteigerter Bezeichnungen, dass eine lebensspendende Göttin irgendein „Blutopfer“ oder ein „Opfer“ an sich verlangt!
    Wozu? Die Göttin_nen der Fülle formen und beleben alles. Sie brauchen keine Opfer bis Schlachtungen „ihnen zu Ehren“! Im Gegenteil es verstimmt über verärgert bis bezornt sie.

    Mensch sollte vernünftig überlegen, wer/welche solche Opfer braucht (z.B. in der Eso-Szene: Energieabzug, Missbrauch von Macht, im angeblichen „traditionellen Hexentum“ etc.).

    Der Begriff „Matriarchat“ ist für mich personnenlich nicht derart fremdbesetzt. Aber „Matrivitalität“, die mütterliche Lebenskraft, – Lebensfülle, – Lebendigkeit, gefällt mir besser.
    Sollen die reinkanierten „Väter“ doch wieder vitale Mütter werden, dann er_ledigt sich der Raub_bau des Ungleichgewichts.

    Ge_Bär_mütterliche Grüße! Roswitha

    • Wunderbar und stärkend dein Kommentar, liebe Roswitha und das Wort bezornen ist genial. Ja ich bin auch sehr bezornt, wenn ich davon lese, von diesem Opfer und dass die Matriarchatsfrauen wie besessen daran festhalten. Manchmal denke ich, sie projezieren ihren patriarchalen Frust auf dieses matriarchale Herosopfer. Es dürstet sie nach Blutrache. Denn anders ist das Festhalten an dieser patriarchalen Denk- und Handlungsweise, die sie unter Matriarchat verbuchen, nicht mehr nachvollziehbar! Vor allem nicht, weil seit Jahren die Patriarchatskritik- und die Matrifokalitätsforschung diesen matriarchalen-patriarchalen Irrsinn klar gestellt hat.

      • Dann sind sie keine Mütter, sondern frustrierte, patriarchale Töchter. Aber, es gibt immer einen Rückbindungsweg.

      • liebe kerstin
        mit je suis charlie ist dir ein guter frotzelnder kommentar zur patriarchalen auffassung des attentats gelungen ,dies freut mich sehr.
        jetzt lese ich aber gerade deinen kommentar zum patriachalen frust der matri.-frauen und dem dürsten nach blutrache. das ist doch sehr überzogen .
        der herostod ,der frühen zeit (spätmatriarchaler zeit) ist doch kein blutrausch, es ist eine geschichtlich nach zuweisende episode eingebettet in die zeichen der natur im jahreskreis . die göttin ,frau welt ,zeigte sich im winter gnadenlos und nahm auch das leben wieder zu sich. ewigkeit hatte nur die göttin und die menschen zeigten sich vergänglich..die göttin war auch nicht die frau ,sondern die ewige natur ,der heros verkörperte den sterblichen menschen und somit auch das vergehende wachstum auf der erde .die menschen sahen sich als teil hiervon und praktizierten dies um sich mit den phänomenen der erde zu verbinden .dies ist historische tatsache und wird auch von noch lebenden matriarchalen kulturen bestätigt und weil es dies gab, heißt es doch nicht,daß wir matriarchal forschenden frauen, es heute gut finden, das menschen geopfert werden. die historische tatsache muss doch genannt und in den damaligen zusammenhang gestellt werden. keine matriarchalforschende frau würde so eine praxis heute gut finden und auch damals gingen diese geschenke an die erde in stellvertreter über (tiere, oder naturalien)siehe die gefüllten körbe der bethen. ich könnte noch viel mehr darüber schreiben aber es ist ja auch gut verständlich bei heide göttner-abendroth forschungen nach zu lesen.nochmals : der herostod ist in matriarchalen zeiten historisch nachweisbar und nicht zuverwechseln mit den vorlieben der heutigen matriarchatforschenden frauen!!!
        freundschaftliche grüße claudia

  2. „Ja ich bin auch sehr bezornt, wenn ich davon lese, von diesem Opfer…“ Zeitlich, lange schon vor dem Christentum glaubten die Menschen im matriarchalen oder matrifokalen Sinne an eine göttliche Gestalt profan, d. h. Sie sahen, dass ein Kind aus dem Körper der Frau rauskam und fanden es göttlich. Mutter Erde war die Erst-Gebärende auf Erden. Es geschah in einem natürlichen Kreislauf des Leben. Herren gab es da nicht und sie hatten nicht dicke Kotos und Aktien!

    Christentum brachte Jesus als Opfer, das auf dem toten Baum aufgehängt wurde. Perverse Vorstellung! Und das soll ihr Gott sein? Warum hängt er da bei der ganzen Elend immer noch und steigt nicht machtvoll runter? – fragen „ketzerische“ Frauen wie ich. Und warum werden im Patriarchat Frauen grundsätzlich als Opfer (Dienerin) angesehen?! Diese ganze „Gottes-Vorstellung“ mit den Missbrauch-Elementen ist eine giftige Fratze!

    Ich als Frau bin Mutter und Tochter. Und ich kenne die patriarchalischen Ausweglosigkeiten bei diesen Rollen! Wo da Frauen sich im Gefängnis streiten, gewinnen die patriarchalisierten Männer als Zuhälter!

    Matriarchat als Begriff bezeichnet für mich eine Organisation des Lebens um die Mutter-Kind-Beziehung. Die menschlichen Kinder sind sowohl weiblich wie männlich. Das Patriarchat brachte die Vorstellung, dass der schöpferische Mann Vater mit dem Gebären schon selbst klar kommt. Na ja, am Anfang ne Maria… Mittels Geld kaufen sich die Patriarchen die Welt und die Frauen! Ich will nicht eine bessere Patriarchin werden!

      • es handelt sich hierbei um eine schrift mit diesem titel, von kerstin herausgegeben,
        freundschaftliche grüße,claudia

  3. Zitate Claudia Lodders:“der herostod ,der frühen zeit (spätmatriarchaler zeit) ist doch kein blutrausch, es ist eine geschichtlich nach zuweisende episode eingebettet in die zeichen der natur im jahreskreis . die göttin ,frau welt ,zeigte sich im winter gnadenlos und nahm auch das leben wieder zu sich. ewigkeit hatte nur die göttin und die menschen zeigten sich vergänglich..die göttin war auch nicht die frau ,sondern die ewige natur ,der heros verkörperte den sterblichen menschen und somit auch das vergehende wachstum auf der erde .die menschen sahen sich als teil hiervon und praktizierten dies um sich mit den phänomenen der erde zu verbinden.“

    „ewigkeit hatte nur die göttin und die menschen zeigten sich vergänglich“, aber das muss doch nicht durch ein Opferritual (Mensch, Tier, Pflanze) von Menschen real nachgeahmt werden!

    „mit den phänomenen der erde zu verbinden.“ kann ich z.B. durch die Art der natürlichen Todin-liebevollen-Sterbebegleitung. Mit der All-Täglichen Acht-Samkeit (Same gleich Ei_zelle).
    Göttin Natur und Göttin Erde schenken uns das Leben. Es ist ihr absolutes Recht* über menschenbenannte Naturkatastrophen die Materie der Erde zu wandeln. Finden solche statt, ist feinfühliger Mensch und Tier von ihr vorgewarnt und kann sich Sicherheit suchen.
    Das von Menschen gemachte Blutopfer besitzt keinen Ausweg!
    Bei einem Urlaub auf der Insel Stromboli dachte ich verspätet „Olala, ein noch aktiver Vulkan! Nicht wirklich mein Wohn-Aufenthaltsort.“ Insel. Bleibt nur die Flucht ins Wasser, das dann aber kochend heiß wird. Gekochte Roswitha, nein danke. Und ist auch nicht auf dem „Speiseplan“ der Göttinnen gewollt. Also muss ich / liegt es in meiner Verantwortung/Antwort die Plätze ihrer Wandlungsaktivitäten zu / achten, indem ich sie evt. meide!
    *Frauen und Abtreibung. Es ist das Recht der Frau allein über eine Abtreibung zu entscheiden. Ich als reinkarnierenwollendes Wesen besetze ihren Körper. Steht dies nicht im Einklang mit der Frau, entscheidet die Frau Mutter.
    Um eine Abtreibung zu verhindern, sollten sich Frauen nicht mit Hormonen schädigen, sondern nach dem Motto:“Stoppt das Sperma ohne Kinderwunsch“ – handeln.

    „die historische tatsache muss doch genannt und in den damaligen zusammenhang gestellt werden. (…) und wird auch von noch lebenden matriarchalen kulturen bestätigt (…)“ Richtig.

    Ist es nicht Aufgabe der Nennenden, dies zu reflektieren und ihre persönliche Sicht dazu kundzutun. Dies tat gemäß meiner Er_Innerung Heide Göttner-Abendroth nicht. So blieb das unnötige, grausame Blutopfer, der Macht_über_Anspruch der Göttin über ihren Heros bestehen.
    Reflektieren wir nicht die Hexenverfolgung?!

    Es gibt Schamanismus mit Blutopfern/Tieren. Das ist kein Göttinnen-Schamanismus, sondern nährt ab_wegige Geister. Zum Thema Geister habe ich besondere Er_fahrungen.

    Wissenschaft schafft welches Wissen? Be_Sinnung…

    Rituale sind allein für Menschen zur Bewusstmachung. Was mache ich mir/uns dadurch bewusst?
    In der christlichen Kirche z.B. nicht zur Bewusstmachung, sondern zur Man_i_pulation = Scherz:“Im Stehen pinkeln“/pullern/pulationen.

    • „es ist eine geschichtlich nach zuweisende episode eingebettet in die zeichen der natur im jahreskreis“

      Geht es noch Roswita?

      „..der heros verkörperte den sterblichen menschen…“

      Und die Menschen (weiblich und männlich) sterben immer noch!

      „…und somit auch das vergehende wachstum auf der erde .die menschen sahen sich als teil hiervon und praktizierten dies um sich mit den phänomenen der erde zu verbinden.”

      Die heute aktiven Investoren und gekauften Politiker wollen immer noch den u n b e g r e n z t e n Wachstum haben. Wie war die Frage mit haben oder sein?

      “ewigkeit hatte nur die göttin und die menschen zeigten sich vergänglich”, aber das muss doch nicht durch ein Opferritual (Mensch, Tier, Pflanze) von Menschen real nachgeahmt werden!“

      Und was muss der Mensch nachahmen?

      „Es ist ihr absolutes Recht* über menschenbenannte Naturkatastrophen die Materie der Erde zu wandeln.“

      So ne Katastrophen können glatt per Menschen-Hand (s. Politik von großen Herren wie Putinun Co.) hervorgerufen werden (s. die von C. von Werlhof erbrachte Initiative mit der planetarischen Bewegung zur Rettung von Mutter Erde!)

      „…ist feinfühliger Mensch und Tier von ihr vorgewarnt und kann sich Sicherheit suchen.“

      Ja klar, Putin und Co. kann sich auch in Sicherheit suchen.

      „Das von Menschen gemachte Blutopfer besitzt keinen Ausweg!“

      Das natürliche Blutopfer der Frauen bringt Leben!

      „*Frauen und Abtreibung“:

      Im matriarchalen/matrivokalen Sinne brachten Frauen Kinder zur Welt, wenn sie die Fürsorge der Gemeinschaft wussten. Sonst gebaren sie keine Kinder. Es mussten halt nicht Krieger und Steuerzahler für die herrschenden Männer geboren werden (grr.)

      „Um eine Abtreibung zu verhindern, sollten sich Frauen nicht…“

      Sie „sollten“ lediglich für sich selbst sorgen und die patriarchalischen Bestien nicht an sich heranzulassen!

      „(…) und wird auch von noch lebenden matriarchalen kulturen bestätigt (…)”

      Ja, es gibt noch Leben (auch) in der patriarchalisierten Welt!

      „Reflektieren wir nicht die Hexenverfolgung?!“

      In vielen Märchen sind die „Hexen“ immer noch die „teuflischen“ Wesen!

      „Wissenschaft schafft welches Wissen? Be_Sinnung…“

      Im Patriarchat?!

      „Man_i_pulation = Scherz:”Im Stehen pinkeln”/pullern/pulationen.“

      Es gibt Menschen, denen es Latte ist, was die Anderen von ihrem Urinieren halten. Mir ist es mittlerweile auch Wurst!

      • Liebe Starosczyk dein:“„es ist eine geschichtlich nach zuweisende episode eingebettet in die zeichen der natur im jahreskreis“
        Geht es noch Roswitha?“
        Da weiß ich nicht, was du mich fragen möchtest. Ich zitierte Claudia L. … Und aus meinen Kommentaren dürfte zu lesen seien, dass ich rein gar nix davon halte, da Gewaltakt.
        Notwehr ist berechtigt.

        „Das natürliche Blutopfer der Frauen bringt Leben!“ Damit meinst du die Lunablutung, denk ich oder? Die sehe ich nicht als „Blutopfer“, sondern als natürliche Lebensblut-Gabe.

        „So ne Katastrophen können glatt per Menschen-Hand (s. Politik von großen Herren wie Putinun Co.) hervorgerufen werden (s. die von C. von Werlhof (…)“
        Weiß ich, schreckt mich jedoch nicht. Dieses politisch-physikalische Kasperltheater!

        Angst sollte nicht die (eigene) Welt regieren. Wird halt alles rückgebunden trans_Form_iert, wenn`s nicht anders möglich ist 😉 . Sollen sie dann eben ihren rückgebundenen Weg durch die Zwischenwelten finden…
        Tod ist Naturgesetz, das Wie Menschenwerk.
        Gerlinde Schilcher schrieb zutreffend, sinngemäß „Wem gibst du deine Vagina/Wen nimmst du in dir auf und welche Geister gebierst du?“

        Wir sind alle materialisierte Geistinnen/Geister.

        Dein „Im matriarchalen/matrifokalen Sinne brachten Frauen Kinder zur Welt, wenn sie die Fürsorge der Gemeinschaft wussten. Sonst gebaren sie keine Kinder.“ trifft zu. Auch dafür ist nicht nur ein Kraut gewachsen.
        Heute schaut`s leider anders aus. Aber deswegen sollten sich Frauen kein „schlechtes Gewissen“ machen lassen, wenn sie sich für eine Abtreibung entscheiden.

        „In vielen Märchen sind die „Hexen“ immer noch die „teuflischen“ Wesen!“ Nicht nur in Märchen. Als ich z.B. bei der Abschlussfeier eines Sprachkurses ein Naturbild/Zeichnung von mir zeigte, gefiel es allen. Als ich den Titel „Hexen“ nannte, wurde eine Nigerianerin, mit der ich bis dato bestens auskam, mir gegenüber plötzlich äußerst verunsichert. Und sie hatte offensichtlich daran zu arbeiten, die mit mir erlebte Realität und den nigerianischen Hexenglauben/Voodoo in Einklang zu bringen.
        Liebe Grüße, Roswitha

      • „Notwehr ist berechtigt.”

        Ja, nun es könnte vielerlei verstanden werden. Wort-Verwirrungen brauchen wir nicht Nicht, dass Du mich falsch verstehst!

        „Gerlinde Schilcher schrieb zutreffend, sinngemäß “Wem gibst du deine Vagina/Wen nimmst du in dir auf und welche Geister gebierst du?”

        Wenn ich antworten darf: Bleibt mir alle vom Leib!

        „Heute schaut`s leider anders aus.“

        Es wäre nur recht.

  4. liebe roswitha,
    die matriarchalen kulturen, die ca. 6000 jahre vor unserer patriarchalen epoche so lange zeit friedlich
    von dorf bis städtebaukultur existierten, in denen es keine völkervernichtenden strukturen gab ,können doch nicht mit dem heutigen patriarchalen gesellschaften verglichen werden.
    der heutige raubkapitalismus mit den religionen, der alles in schutt und asche legt und die hexenverfolgungen, die den körper der frau in seine struktur presste, ist erst eine neuzeitliche erfindung, der auch unsere gefühle steuert.
    ich kann nicht kritisierend in eine zeit gehen, die kulturanfänglich war und eine ganz andere gefühlswelt und weltbild hatte. es geht zunächst mal um die erforschung dieser kulturschaffenden
    völker, wo alle schwestern und brüder waren ,weil ihre mutter die welt war.
    dies alles zu verdammen weil es im jahreszeitlichen zyklos den sogenannten herostod gab, der
    auch teilweise symbolisch durchgeführt wurde (z.b. verbringen in einer höhle oder wettspiele
    oder,oder) .
    nochmals, dies ist forschung und historisch und keine matriachalforschende frau würde heute dies
    in ritualen nachempfinden ,heute geht es doch um die achtung, bewahrung und rückbesinnung
    des lebens auf dieser schönen erde.
    und bringt nicht kirsten auch als wunsch den grünen mann ins spiel, doch auch eine umwandlung des heros als vertreter der naturkraft.
    freundschaftliche grüße, claudia

    • Liebe Claudia,
      ich habe gerade viel zu tun, von daher versuche ich nicht auszuufern…
      Ich „verdammte“ nichts, sondern sehe Blutopfer generell als patriarchal bzw. lebensfeindlich an. Wies gleich_zeitig auf die Rückbindungsmöglichkeit hin.
      Du schreibst selbst:“nochmals, dies ist forschung und historisch und keine matriachalforschende frau würde heute dies in ritualen nachempfinden ,heute geht es doch um die achtung, bewahrung und rückbesinnung des lebens auf dieser schönen erde.“ Diesen Zusatz vermisste ich bei „Die Göttin und ihr Heros“.
      Forschung ist im Übrigen bekanntermaßen niemals „objektiv“, da abhängig vom Horizont der Betrachtenden.
      Ich schätze Heide Göttner-Abendroths als Vorreiterinnen-Arbeit an sich so wie auch Alice Schwarzers Vorreiterinnen-Arbeit schätze, aber weder geht es mir um einen sei`s auch „nur“ rituellen Herostod – wozu?- noch um die Eingliederung von multitaskenden Frauen in patriarchalen Machtstrukturen als bestehendes bzw. Zukunftsmodell. Nicht mein Mutterkuchen.

      Zitat von dir:“ich kann nicht kritisierend in eine zeit gehen, die kulturanfänglich war und eine ganz andere gefühlswelt und weltbild hatte. es geht zunächst mal um die erforschung dieser kulturschaffenden völker, wo alle schwestern und brüder waren ,weil ihre mutter die welt war.“ Kann ich wohl. Was rechtfertigt einen Bruder- oder Schwesternmord, wenn nicht ausschließlich Notwehr? Dann steht vor dem „brüderlichen“ Blutopfer bei gesunder Gefühlswelt mit Sicherheit keine „Heilige Hochzeit“. Dies wäre un_heil.

      Aus der Geschichte zu lernen bedeutet Zukunft bewahren.

      Gefühle – geh fühlen und trage Schicht für Schicht (deiner) der Geh_schichte, des Geschichteten ab. Matrivitale Gefühle sind ur_sprüngliche Gefühle. Ur bedeutet Mutterleib (geklärt an anderer Stelle).
      Allein der Titel von Heides Buch „Die Göttin und ihr Heros“ beinhaltet das Ungleich_Gewicht des 2 – Geh_schlecht_er – Modells. Siehe auch dein „wo alle schwestern und brüder waren“. Ich erinnere mich nicht, dass in diesem Buch dieses Ungleich_Gewicht in irgendeiner Form aufgehoben wurde.
      Es wäre zur gesuchten Verdeutlichung der auswegslosen, menschengebastelten Hierarchie wie „Die Göttin und ihre Amazone“ und „Der Gott und sein Heros“ bei Gleich_Geschlechtlichen. Oder im eintrainierten Geschlechter-Rollenspiel der Inkarnationen „Butch und Femme“.
      Für mich ebenfalls alles Modelle von Queen- bzw. Kinghausen.
      Keine Auflösung hin zur Wesenhaftigkeit jedes ein_zell_nen, Ei_Gen_Art_igen bis Ei gemäß artigen 😉 Individuums in Er_Kenntnis der Grundform Frau und ihrer Variationen.
      Bei Kirsten Armbruster sind diese gegebenen, variationsreichen Körperausdrucksformen in der Natur der Muttergöttin integriert.

      „der heutige raubkapitalismus mit den religionen, der alles in schutt und asche legt und die hexenverfolgungen, die den körper der frau in seine struktur presste, ist erst eine neuzeitliche erfindung, der auch unsere gefühle steuert.“
      1980 hörte ich über eine Völkerkundlerin von den mutterrechtlichen Minangkabau* (Indonesien). Das Land gehörte der Sippe, war unveräußerlich. „Männer“ verdienten sich über ihr Kunsthandwerk Geld hinzu. Offizielle Besatzungstheologie der Islam. In einem kurz darauf folgenden Fernsehbericht sagten die Frauen sinngemäß:“Den Islam haben wir mit unseren Männern überlebt, ob wir die begehrensweckenden Bilder des Fernsehens überleben werden, ist fraglich.“
      Ein Wesen, dass als Frau inkarniert besitzt den freien Willen zu gebären oder nicht. Ein Wesen als „Mann“ nicht. Durch die Monatsblutung ist auch die nicht gebärlustige Frau eingebunden in den natürlichen Zyklus. Eine wie auch immer in heutiger Zeit geartete Innerung. Bei mir von der ersten Blutung an willkommen, trotz patriarchaler Einflüsse.
      Ich sehe einen Zusammenhang zwischen dem Gebärneid des patriarchal geprägten, nicht rückgebundenen „Mannes“ und „seiner“ Überproduktion an „Kunstprodukten“/künstlichen Produkten. Auch wie Angelika Aliti einmal schrieb:“Das Prinzip des Sperma“. Wie im Kleinen so im Großen. So der „Raubkapitalismus“. Lebensräumige Erde, Leben an sich ist nicht mehr unveräußerlich.

      Nicht zu verwechseln mit Göttin Erde. Sie ist sich selbst.

      Was sind also die Ur*_Sachen des Ungleich_Gewichts? Der Trennung in 2 – Geh_schlecht_er? Statt fried- und genussvolles Liebes_Leben ohne jegliches „Opfer“?

      Dein:“und bringt nicht kirsten auch als wunsch den grünen mann ins spiel, doch auch eine umwandlung des heros als vertreter der naturkraft.“ Tja, dazu könnte Kirsten etwas schreiben.

      Ich verstehe keinen „Mann“ – da Variation der Grundform Frau – als „umwandlung des heros als vertreter der naturkraft.“ Kein „Mann“ hat mich als Frau zu „vertreten“, das kann ich selbst. Welche Naturkraft soll er „vertreten“? Für mich ist seine Aufgabe / Auf_Gabe und somit das Aufgeben von patriarchalen Strukturen, die Identifizierung mit der ganzen Frau. An dieser Stelle mache ich meinen berüchtigten von außen benannten „Du und dein Karnickelrundschlag“ zum Tao – den Kreis der ganzen gebärfähigen Frau mit ausgeglichenen „ruhenden“ und aus dieser Ruhe heraus ausgeglichenen „aktiven Energien“ statt „passiv und aktionistisch“.
      Und zum „Tarok“. – In einer kürzlichen Fernsehsendung so genannt. Ich kenn`s als Tarot: Die Karte der Wagenlenkerin mit 2 Pferden. In dieser dortigen, alten Abbildung die Wagenlenkerin als Seele bezeichnet, die die 2 Pferde lenkt. Eins davon ist nicht voll_kommen. Rest Interpretations_Variationen samt Hinweis auf Gebärneid, der im 2-Geschlechter-Modell zementiert bleibt und zum TAO. Oooho!

      Ebenso freundinnenschaftliche Grüße! Roswitha

      * Ur = Mutterleib siehe Hiltrud Steinbarts „Im Anfang war die Frau“

  5. Um hier noch einmal etwas absolut klar zu stellen. Der Tod des Heros ist ein patriarchales Opfer. Heide hat hier schwere Fehler gemacht, indem sie das als matriarchal fehlinterpretiert hat. Hierzu habe ich ausführlich Stellung bezogen in meinen Büchern Gott die Mutter – Eine Streitschrift wider den patriarchalen Monotheismus (2013) und in dem Buch Matrifokalität (2014). Der Matriarchatsbegriff ist völlig untauglich um die vorpatriarchalen matrifokalen Strukturen nachzuzeichnen.

  6. Liebe Kirsten, ich veröffentliche dies bewusst hier, weil es Einblicke in die allgemein übliche, durchaus subjektive „Forschung und Wissen_schafft“ gibt. Ein weiterer, aktueller Beitrag zu deinem Buch „Der Jakobsweg – Kriegspfad eines Maurentöters oder Muschelweg durch Mutterland“
    Los geht`s:
    Sheela-na-gig auf dem „Jakobsweg“ im „Mindener Tageblatt“ vom 9.4.2015, S. 14:
    “Kultureller Import aus Irland?
    (…) In dem einen Beitrag geht um den Weg der Jakobspilger von Minden über Herford und Lippstadt nach Soest. Vera Brieske und Ulrike Steinkrüger erläutern, wie die historischen Routen rekonstruiert werden.
    Berenger (Anm. v. mir: Archäologe) befasst sich mit einem rätselhaften Felsrelief, das sich einen Kilometer westlich vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal am oberen Südhang des Wittekindsbergs befindet. Es stellt einen menschlichen Oberkörper dar ( Anm. v. mir: das Relief zeigt auch Bauch, Unterleib, Venus samt Oberschenkelansatz, also mehr als „Oberkörper“) und wurde vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert geschaffen. Freigelegt wurde es 1912 beim Anlegen eines Rastplatzes für Wanderer, schreibt der Archäologe.
    Bislang sei die bis zur Hüfte (Anm. v. m. s.o.) dargestellte Figur als männlich, mit kinnlangen Haaren oder Helm mit Wangenklappen angesehen worden.“

    Alles Männer oder was?! 😉 Patriarchale Forschung ist gar arg forsch!

    „Anfang 2012 entdeckte Berenger allerdings einen Artikel des archäologisch versierten Theologen Frederic Kurzawa über Sheela-na-gigs in England und Irland. „Keiner hat je das Felsenrelief von Barkhausen mit Sheela-na-gigs in Verbindung gebracht. Jedoch ist die Ähnlichkeit zwischen den Figuren aus der Abtei Fethard und Barkhausen so eindeutig, dass sie mir beim Blättern des Artikels sofort auffiel“, schreibt Berenger. Mit dem Begriff „Sheela-na-gig“ werden in England Steinreliefs bezeichnet, die eine Frau darstellen, die in sexuell provokanter Weise auf ihre Genitalien hinweist. (…).“
    „Sexuell provokant“ – tja, diese Art von heutigem „männlichen“ Denken, „männlich“ forschender Interpretation!
    Sheela-na-gig ist mager bis klapperdürr und alt. Sie zeigt ihre geöffnete Vulva. Meist spreizt sie ihre Venuslippen mit beiden Händen. Forsch diese Altgöttin!
    Für mich:“Hier sieh! Aus einem Frauenschoß bist du geboren und in den alten Frauenschoß der Todin kehrst du zurück!“ Nahtoderfahrene sprechen von Tunnelerlebnissen… 😉 . Mein Vaginalstein in Österreich außerhalb vom Blasenstein von St. Thomas… Rituale 😉
    Mehr zu Sheela-na-gig und ihren verwandten Göttinnen unter:

    http://www.artedea.net/sheela-na-gig/

    Siehe Link:„Irisch-keltische Göttin des Schutzes, der Geburt, des Todes, der Fruchtbarkeit, der Lebensfreude und der weiblichen Kraft
    Bekannt und sehr verbreitet sind vor allem die Abbildungen der Sheela-na-gig, auf denen sie grinsend ihre offene Vulva zeigt. Diese werden mehrheitlich in Irland, aber auch in Schottland, England und dem übrigen Europa gefunden. Meist handelt es sich dabei um Steinritzungen, Holzschnitte oder Reliefs, die an Kirchen und Brücken, an Burgen und an anderen bedeutenden mittelalterlichen Gebäuden zu finden sind.
    (…) Alle Darstellungen der Sheela-na-gig ähneln einander sehr. Sie zeigen eine nackte Frau, meist eher mager und alt mit einem zu ihrem kleinen Körper verhältnismäßig großen Kopf. Sie hockt oder steht mit gespreizten Beinen und präsentiert ihre Vulva. In vielen Fällen hält diese kleine Figur mit ihren Händen ihre Schamlippen auseinander. Meist grinst oder lächelt sie dabei mit übergroßen geöffneten Augen.
    (…) Der Göttin wird eine Unheil abwehrende Kraft zugeschrieben, was ihre Darstellung an heiligen Orten erklären würde. Von den KeltInnen ist bekannt, dass sie die Nachbildungen der weiblichen Genitalien zum Schutz verwendeten. (…)“ Schutz durch den Ur_Sprung des Kreislauf des Lebens!
    Da kann keine Phallus-Darstellung mithalten. Vor allem, wenn Mann nur sexuelle Provokationen im Kopp hat und somit selbst zum sexuellen Exhibitionisten (Duden sei dank!) wird.

    Siehe Artikel oben zum Felsrelief Sheela-na-gig:“(…) wurde vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert geschaffen.(…)“ und vergleiche „Frauen im Mittelalter – Das helle Zeitalter“ von Barabara Gröschke, taz 23.09.80, S. 9. Von mir in deinem Blog zitiert.

    Herzliche Grüße! Roswitha

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