Glaube ist die patriarchale Verschleierung von Wissen – Heilung patriarchal missbrauchter Begrifflichkeiten

Für mich ist der Begriff Glaube ein tief patriarchales Konzept, denn Glaube ist etwas, was ich nicht wissen kann, und deshalb eben glauben muss.  So sollen wir glauben, dass der Vater das Leben macht. Das ist absurd, denn tatsächlich wissen wir alle, dass die Mutter das Leben macht, und  der Vater  – nach den neusten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen über die Mütterlichen Effekte nur einen minimalen Anteil an der neuen Lebensentstehung hat und es somit kein Zufall ist, dass die Natur dem Vater kein sicheres Erkennungsmerkmal seiner Vaterschaft gegeben hat.

Der Begriff Göttin ist für mich ebenfalls nicht schlüssig, weil wir ja heute klar erkennen können, dass alle namentlich bekannten Göttinnen bereits in stark patriarchalen Götterpantheons des Metallzeitalters eingepfercht sind.

Der Begriff Urmutter den viele für die paläolithischen Mutterfigurinen verwenden, ist für mich durch meine Forschungen über den Muschelweg, den das Patriarchat Jacobsweg nennt, auch nicht mehr stimmig, noch dazu, weil die Frauen die den Begriff heute noch verwenden damit vor allem eine Ahninnenanbindung meinen. Ich sehe aber ein alles Leben integrierendes Konzept dem eine große Weisheit inne wohnt und dieses weise Lebenskonzept ist die Natur ohne die keine von uns existieren kann. Das Erkennen und die Akzeptanz dieser Weisen Lebensintelligenz ist für mich der ursprüngliche Gottesbegriff und ich sehe, dass dieses weise Lebenskompetenz eben die MUTTER ist und deshalb spreche ich von Gott MUTTER welche die Weisheit der Natur ist, an die wir uns wieder anbinden müssen als Menschheit, wenn wir überleben wollen. Und das ist der Ursprung von Religion im Unterschied zu den Theologien, die immer eine Abtrennung von der Natur bedeuten. Und ich widerspreche massiv dem Glauben dass die theologischen Schriften irgendeinen sinnstiftenden Nutzen haben. Sie dienen alle nur dazu, Natur zu verschleiern denn alle haben die Mutter als Zentrum des Lebens abgeschafft. Und hier schließt sich der Kreis zur Matrifokalität.

Nun haben gerade viele Frauen ein Problem mit dem patriarchalisierten Begriff von GOTT und verwenden deshalb lieber die Begriffe Göttin oder auch die Große Mutter, aber der Begriff Göttin ist nur die weibliche Form des Göttlichen und induziert als Gegenüber einen männlichen Gott. Aus der Interdisziplinären Patriarchatskritikforschung wissen wir aber , dass das erste Auftreten männlicher Götter mit der Tierzucht verknüpft ist und somit aufs engste mit dem Beginn des Patriarchats, dem es nie um Partnerschaft zwischen Frau und Mann ging, sondern um Herrschaft über die Frau und ihre einzigartigen Fähigkeiten der Lebensweitergabe. Und, dass es in der Zeit der Göttinnen um Herrschaft über die Frau und insbesondere die Mutter ging sehen wir an all den hierarchisch patriarchalen Götterpantheons an deren Spitze immer ein vergewaltigender/ und oder Kriegsgott steht.

Der Begriff Mutter ist genauso patriarchal verseucht wie Gott und Religion. Es sind vom Patriarchat schwerst missbrauchte Begriffe und zwar alle drei und deswegen lege ich sie frei, ganz bewusst, um die begriffliche Missbrauchserfahrung von Gott und MUTTER und Religion wieder zu heilen. Es ist sozusagen Konfrontationstherapie verbunden mit neuer patriarchatsbefreiter Mutterdefinitionsmacht. Und da sind wir bei einem weiteren Begriff, der vom Patriarchat schwerst missbraucht wurde, nämlich dem Begriff MACHT, den das Patriarchat deutunghoheitlich nur als Herrschaftsmacht indoktriniert hat. Im Deutschen können wir das Wort MACHT aber ganz einfach von dem wunderbaren Wort MACHEN ableiten. Machen ist ein aktiver und aktivierender Begriff und durch und durch positiv und dazu gehört für mich, dass Frauen eben nicht – wie uns das ebenfalls patriarchal missbrauchte Yin und Yang Bild vermitteln soll, passiv und zur OHN-MACHT verdammt sind, was das Ziel von Missbrauch ist, sondern dass Frauen eben als Mütter einzigartig LEBEN MACHEN können. Es ist die ihren Körpern innewohnende Seinsmacht, von der Erich Fromm schon geschrieben hat. Und MACHEN bedeutet für mich auch in Folge – gerade weil es ja bis heute Muttersprache heißt – dass wir die Sprache wieder reinigen müssen, so wie Vögel, die Opfer einer Ölpest geworden sind,  wieder gereinigt werden müssen.

Ich setze dem Missbrauch von Frauen und Müttern SprachMACHT entgegen und mache das ganz bewusst mit den am meisten vom Patriarchat missbrauchten Begrifflichkeiten. Damit wandle ich den Schmerz des jahrtausendalten Missbrauchs, damit die Frauen und Mütter wieder heil werden können, denn wir alle werden von Müttern geboren. Es ist unsere Natur. Und die Menschheit wird nur eine Überlebenschance in der Natur haben, wenn diese Missbrauchswunde wieder geheilt wird.

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Gott MUTTER vom Neolithikum bis zum Muttermord (1)

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Bücher von Kirsten Armbruster