Die neun Botschaften Wilder Mütter

 

Urmutter von Dolni Vestonice1. Wilde Mütter wissen, dass die romantisierte Liebesheirat im Zuge von Hormonausschüttungen keine stabile Grundlage ist, um die nächste Generation der außergewöhnlich lang fürsorgebedürftigen Art Mensch gut zu versorgen und sie durchschauen, dass das politisch-theologische System der Heiligen Hochzeit nur dazu dient die ursprüngliche freie Sexualität der Frauen, die sogenannte female choice zu begrenzen, um es Vätern überhaupt erst möglich zu machen, ihren eigenen Nachwuchs zu erkennen.

2. Wilde Mütter sind keine domestizierten Hausfrauen, die ihren Männern und ihren Kindern und sicherlich auch nicht Gott dem HERRN dienen. Wilde Mütter wissen, dass die Art Mensch kollektiv abhängig ist Bauchgeborene zu sein, und so wissen die Wilden Mütter, dass sie der Nabel der Welt sind.

3. Wilde Mütter sind eng angebunden an die Natur und erkennen in der Natur die Weisheit, dass diese ihnen das Geheimnis des Lebens, die Seins-Macht anvertraut hat, die Fähigkeit, weibliches und männliches Leben in Geborgenheit zu gebären und zu nähren.

 4. Wilde Mütter durchblicken die völlig unzeitgemäße Hirtenideologie der monotheistischen Männer-an-die-Habens-Macht-Theologien, die sie, die Mütter, zu Dienst-Mägden und leeren, zu füllenden Gefäßen degradiert hat.

5. Wilde Mütter durchschauen auch die zwangsläufige Kollabierungs-Mathematik einer Exponentialkurve ständigen ökonomischen Wachstums innerhalb eines geschlossenen Ressourcensystems, denn die Anfänge der Mathematik entstanden aus ihrem Erfahrungsbereich und Dreieck, Viereck, Kreis und Kugel, aber auch Zahlen und Kalender ergeben eine Mathematik, die gepaart ist mit Weisheit, die immer zu einer Ökonomie der Kreisläufe führt.

6. Wilde Mütter kennen die stabile Familienbindung der matrilinearen Abstammung, die eine gute Basis für die nächste Generation bildet in einem verlässlichen Kollektiv ohne Zerreißproben in Ruhe heranzuwachsen.

7. Wilde Mütter wissen, dass die Haltung der Ökologie die einzige Basis ist, die ein weiteres Überleben der Art Mensch auf der Erde ermöglichen wird, denn die Ökologie ist an der Weisheit der Natur orientiert, sie versucht sie nicht technologisch zu beherrschen, sondern von ihr zu lernen und in Einklang mit ihr zu wirtschaften.

8. Wilde Mütter durchschauen die Gehirnwäsche einer patriarchal-ideologischen Geschichtsschreibung, die ihnen jegliche Bedeutung in der Vergangenheit abspricht und alles männlich okkupiert hat, was ganz offensichtlich ursprünglich mütterlich war, angefangen von der Religion bis zum Familienmodell.

9. Wilde Mütter wissen, dass sie alles können, was Männer auch können, dass sie aber zusätzlich auch gebären können und sie wissen daher sehr genau, dass sie nicht still, leise, passiv und bescheiden sein müssen, denn das widerspricht ihrer eigentlichen Natur, das aktive Zentrum menschlichen Lebens zu sein.

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5 Gedanken zu „Die neun Botschaften Wilder Mütter

  1. „Wilde Mütter durchblicken die völlig unzeitgemäße Hirtenideologie der monotheistischen Männer-an-die-Habens-Macht-Theologien, die sie, die Mütter, zu Dienst-Mägden und leeren, zu füllenden Gefäßen degradiert hat.“

    So werden – wie ich grade erfahren habe – heute im Patriarchat auch Mädchen durch eigene MÜTTER der Prostitution zugeführt! Pervers und leider wahr.

  2. Ich sehe es auch so, dass dieses Verhalten einzelner Mütter in dem mittlerweile imperialistisch ausgeprägten Patriarchat – die Zuführung der Tochter der Prostitution – sich fundamental von dem Verhalten der matriarchal orientierten wilden Mütter unterscheidet, die matrifokal leben – leben können.

    So ist es. Wir werden in dem System des „Gott Vaters“ patriarchalisch konditioniert und landen nicht selten als Sklavinnen für die reichen Herren der „Schöpfung“ bei der Profitierung der einzelner mittels Lebens-Energie Vieler. Ich könnte hier explodieren…

    Gerda Weiler sagt zu der Evolutions-Geschichte: „Frauen wurden in ihr weder erwähnt noch abgebildet: sie dienten angeblich nur der Reproduktion der Gattung. Dieses Bild von der ‚naturgegebenen Ordnung der Geschlechter‘ wurde auch der Tierbeobachtung unreflektiert zugrunde gelegt, die hemmungslos ‚Alpha-Männchen‘ und ‚Haremshalter‘ auf die Tierwelt projizierte.“

  3. Ps. “ Wilde Mütter wissen, dass sie alles können, was Männer auch können, dass sie aber zusätzlich auch gebären können und sie wissen daher sehr genau, dass sie nicht still, leise, passiv und bescheiden sein müssen, denn das widerspricht ihrer eigentlichen Natur, das aktive Zentrum menschlichen Lebens zu sein.“

  4. Liebe Kirsten, volle Zustimmung!

    Starosczyk:“So werden – wie ich grade erfahren habe – heute im Patriarchat auch Mädchen durch eigene MÜTTER der Prostitution zugeführt! Pervers und leider wahr.“
    Nicht nur heute, sondern seitdem die abscheuliche Gewalt des Patriarchats unerträglich für Frauen und „Männer“ wurde, siehe z.B. Hexen- und Ketzerverfolgung. Die Rückbindung ging verloren. Selbstverachtung, Selbsthass und selbige Projektion auf andere folgten.
    Angepasste Frauen sind wie hilflose, überforderte, ängstliche Töchter. Dies an die nachfolgende_n Generation_en weiterzugeben ist die „wahre Erb_`Sünde´“. Gleiches gilt für „Männer“.

    Wilde Mütter genießen ihr Ei_Gen_fließendes, natureingebundenes Leben und scheuen Groß-Mutter Tod nicht, da sie ein Übergang im Kreislauf des Lebens ist.

    Groß-Mutter Tod / Todin ist ein Naturgesetz. Das Wie des Sterbens, Menschenwerk.

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