Ein Plädoyer für die Natur

muxia-galicien1.jpgViele Menschen spüren heute, dass das patriarchal-weltschöpferische Logos-Experiment gescheitert ist, denn die Früchte dieser mütterbefreiten Herren sind verheerend für die Ganze Welt: Die Erde ist ein blutgetränktes Schlachtfeld geworden und das Schlachten der verschiedenen patriarchalen Spaltungsideologien nimmt kein Ende. Tatsächlich ist es höchste Zeit deren Wahnideologien, die die ganze Welt beherrschen wollen, in Frage zu stellen. Widerstand beginnt mit Fragen und so wollen wir anfangen Fragen zu stellen, Fragen folgender Art:

13 Fragen des Widerstands

1. Ist es im Sinne der Natur, dass weitgehend frauenbefreite und völlig kinderbefreite Männerräume, wie wir sie in den Machtzentren der Wirtschaft, der Theologie, der Politik und des Militärs finden, unser Leben beherrschen?

2. Ist es im Sinne der Natur, dass wir unser Leben rasend in einem Hamsterrad verbringen?

3. Ist es im Sinne der Natur, dass wir Fürsorgearbeit nicht als Arbeit honorieren und diejenigen, die diese lebensnotwendige Arbeit leisten von der ökonomischen Existenzsicherung durch unsere, von lebensisolierten Männerräumen definierte Erwerbsarbeit ausgrenzen, bzw. in unnatürliche, von Kindermitnahme abgetrennte Arbeitsformen hineinzwingen?

4. Ist es im Sinne der Natur, dass wir uns von einem patriarchatskonformen Feminismus, der nicht verstanden hat, dass die Kernfrage des Patriarchats die Mütterfrage ist, in ein nicht funktionierendes lebensfeindliches Vätersystem hineinzwingen lassen, weil der Grad an Emanzipation in dieser Denkweise der Grad der Patriarchatsanpassung ist?

5. Ist es im Sinne der Natur, dass wir schnellstmöglich unsere Ursprungs-Nabelblutsfamilien verlassen, um als Single oder gleich- bzw. heterosexuell orientierte Paarwesen vereinzelt/verzwei-felt unser Leben zu verbringen?

6. Ist es im Sinne der Natur, dass wir Familie nur als Paarungsfamilie von zwei Fremden und nicht mehr im Clankern konsanguinal, artgerecht ergänzt durch einen exogamen Clanbereich, zu dem auch fürsorgliche Väter gehören können, denken können?

7. Ist es im Sinne der Natur, dass wir die Betreuung unserer Töchter und Söhne und Enkel und Enkelinnen völlig fremden Institutionen überlassen, um sie einer maximalen Anpassung an ein Gesellschaftssystem auszuliefern, das schön längst seine Lebensunfähigkeit bewiesen hat?

8. Ist es im Sinne der Natur, dass wir uns Gott nur männlich oder transzendent außerhalb der Integrativen Ordnung der Mutter vorstellen?

9. Ist es im Sinne der Natur, dass wir den Tod tabuisieren und den Kreis des Lebens nicht mehr erkennen können?

10. Ist es im Sinne der Natur, dass wir die Erde als tote Materie betrachten, die wir nach Menschenbelieben ausbeuten können und sollten?

11. Ist es im Sinne der Natur, dass wir Lebensvielfalt zerstören, sei es durch Gift oder Ideologisierungen, die gleichermaßen zerstörerisch wirken?

12. Ist es im Sinne der Natur, dass wir Tiere qualvoll in Massen halten, um Maximalbedürfnisse an Fleischkonsum zu Minimalkosten zu befriedigen?

13. Ist es im Sinne der Natur, dass wir die Mütter-Großmütter-Ahninnenlinie aus dem gesellschaftlichen Bedeutungsbewusstsein verdrängt haben?

Natur ist etwas völlig anderes als uns das Patriarchat vorgaukeln will.

Natur ist Schönheit, Wildheit, Vielfalt, Weisheit, Zeit, Wandlung

Natur ist atemberaubend.

In den poetischen Worten von Starhawk finden wir Natur treffend beschrieben. Da heißt es:

Ich bin die Schönheit der grünen Erde
und die weiße Mondin unter den Sternen
und das Geheimnis der Wasser.
Ich rühre deine Seele an,
damit sie sich erhebe und zu mir komme.
Denn ich bin die Seele der Natur,
die dem Weltall das Leben schenkt.
Von Mir kommt alles her,
in Mich kehrt alles zurück.
(Starhawk,aus Noble, Vicki, 2006)

Aus dem Buch: Armbruster, Kirsten: Matrifokalität – Mütter im Zentrum – Ein Plädoyer für die Natur, 2014, S. 56-59

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2 Gedanken zu „Ein Plädoyer für die Natur

  1. Danke Kirsten!!!

    „12. Ist es im Sinne der Natur, dass wir Tiere qualvoll in Massen halten, um Maximalbedürfnisse an Fleischkonsum zu Minimalkosten zu befriedigen?“

    Mit Sicherheit nicht!
    Wir Verbraucher_innen haben durch unsere Art des Kaufes die Macht, den Markt zu bestimmen! Einzelverantwortlichkeit.
    Ohne Nachfrage schwindet bzw. ändert sich zwangsläufig das Angebot.

    Ich habe mich äußerst gefreut, als ich über die Nachrichten vor einiger Zeit erfuhr, dass die NRW-Regierung beschlossen hatte, das „Schreddern der männlichen Küken von Legehennen“ zu verbieten!
    Doch heute WDR, Aktuelle Stunde, diese Grausamkeit geht weiter!:
    „Rechtsstreit um Tierschutz: Das große Küken-Schreddern
    Von Fabian Wahl
    Bis zu 50 Millionen männliche Küken werden jährlich in Deutschland getötet – aus Profitgründen. NRW-Landwirtschaftsminister Remmel dringt auf eine Verschärfung des Tierschutzgesetzes und stößt auf massiven Widerstand. Dabei liegen Alternativen so nah. (…)“

    http://www1.wdr.de/themen/politik/toetung-maennlicher-kueken-100.html

    Fabian Wahl s.o.:“(…) Der Autor: Fabian Wahl
    … ist während seiner Recherchen auf die Bruderhahn Initiative gestoßen. Diese funktioniert so: Der Verbraucher zahlt 4 Cent mehr für das Ei eines Huhns und finanziert dadurch die Aufzucht des Bruderhahns.“

    Ende der 70-er wurde ich als damalige Städterin Vegetarierin, da ich mir bewusst machte, dass ich kein Tier töten könnte. Mit dem Landleben mit Tieren veränderte sich allmählich meine Haltung und ich aß wenig, ausgewähltes Fleisch bis schließlich durch Schaf-Ziegen-Hobbie selbstversorgend (keine „Produktion“!). Das Geld für den Unterhalt der Tiere verdiente ich durch Außenarbeit. Diese Tierhaltung musste ich aufgrund eines Unfalles aufgeben. Blieb seltenes Bioland-Fleisch. Vor 3 – 4 Jahren sah ich eine Dokumentation (ARD Report Mainz oder München?) über diese „biologische“ Tierhaltung und meinte zu einer Freundin:“Jetzt muss ich wieder Vegetarierin werden.“
    Fleisch verschließt und manchmal muss ich mich egoistisch – mit Respekt und Dankbarkeit für das Tier – verschließen, um den Wahnsinn dieser Zivilisation auszuhalten.
    Kurz nach jenem Fernsehbericht erfuhr ich „per Zufall“ im Ziegencafe von einem sich hinzugesellenden Bekannten, dass es hier in der Nähe einen „Archehof“ gibt. Geführt von einem sehr lieben, natureingebundenen Paar. Über meine eigene Schaf-Ziegen-Haltung lernte ich, dass trotz Geburtenkontrolle (Böcke während der Brunftzeit abtrennen), ohne Tod – hier auch seltene Schlachtung, die ich begleitete, – kein junges Leben nachkommen kann (sonst Überbevölkerung). Aus 2 Schaf- und 2 Ziegendamen wurden bis zu meinem Unfall immerhin 30 interessante Wesen, von denen ich so Einiges erfuhr 😉 …

  2. Per Zufall:
    Mose 1, Mose, 6. Tag:”Und Gott sprach: Wir wollen Menschen machen nach unserm Bild uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh auf der ganzen Erde, auch über alles, was auf Erden kriecht! (Psalm 8.6-9) 27 Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich schuf er sie.”

    Herr_schen sollen sie… bis junges Leben vergasen, schreddern, foltern, morden, ausrotten?!
    Wie ist das mit:”Du sollst nicht töten.”?!

    Interessant:”Wir wollen Menschen machen nach unserm Bild uns ähnlich; (…)” – Wir!
    Wer ist “Wir”?!

    “Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles Gewächs auf Erden gegeben, das Samen trägt, auch alle Bäume, an welchen Früchte sind, die Samen tragen; sie sollen euch zur Nahrung dienen; aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was auf Erden kriecht, allem, was eine lebendige Seele hat, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah also.” Samen, Früchte sollen den Menschen zur Nahrung dienen.Die Zeichen der Ähre/Ex-Grassamen und der Weinrebe z.B..

    Tieren und Vögeln – “allem, was eine lebendige Seele hat (…)”!
    Diese “lebendige Seele” wurde bald darauf nicht nur den XX-Frauen, sondern auch den “Tieren” von den Xy-Kirchen“männern“ abgesprochen.

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