Alice Schwarzer und der patriarchatskonforme Feminismus

Patriarchatskonformer Feminismus

Mein Kommentar bei zeit online noch weiter ausgeführt:

Alice Schwarzer wird seit Jahren von den Medien zur Feminismusikone hochstilisiert. Dabei berührt ihr Feminismus gar nicht den Kern des Patriarchats, nämlich, dass Mütter aus dem Zentrum der Gesellschaft hinaus gedrängt wurden und seitdem alle gesellschaftlichen Kernbereiche vom Mann als Vater her gedacht werden, sei es die Wirtschaft oder die Theologie. Das hat zur Folge, dass Emanzipation damit assoziiert ist, dass Frauen sich in ein Vätersystem bestmöglich einordnen. Je mehr Frauen das machen,was die Männer machen, desto emanzipierter gelten sie. Das ist absurd, weil ja gleichzeitig immer offensichtlicher wird, dass dieses hierarchisch-herrschaftliche Vätersystem, das Patriarchat, innerhab weniger Jahrtausende unsere Umwelt als Lebensbasis, an den Rand des Kollaps gebracht hat. Und so passt die Steueraffäre von Alice Schwarzer, die vor allem ein Zeichen für den fehlenden fürsorglichen Gemeinwohlfaktor unseres patriarchalen Gesellschaftsystems ist, sehr gut in die Denkweise dieser Fom des Feminismus. Reiche und mächtige Männer hinterziehen Steuern und reiche und mächtige Frauen machen das dann eben auch.

Alice Schwarzer, die seit Jahren die Fürsorgearbeit von Müttern und Großmüttern herabwürdigt, merkt bis heute nicht, dass sie damit vor allem dem Patriarchat in die Hände spielt. Tatsächlich reicht es in keiner Weise aus, dass Frauen nur das machen, was Männer schon machen. Was wir nämlich eigentlich brauchen, ist eine Gesellschaft, die die Einzigartigkeit der Frau, nämlich KInder zu gebären, und, sie in ihrer, unserer Spezies gemäßen besonderen Fürsorgebedürftigkeit zu versorgen, in den Mittelpunkt stellt. Das bedeutet:

Wir brauchen Matrifokalität, Mütter im Zentrum einer Gesellschaft.

Wirtschaft, Religion, Arbeitswelt müssen sich an den Müttern orientieren, denn nur sie garantieren, dass Leben weitergegeben wird, von Generation zu Generation und zwar im Gleichgewicht mit der Umwelt. Die patriarchalen Strukturen hingegen führen zu einem Ungleichgewicht der Geburten. Frauen in restriktiven patriarchalen Verhältnissen bekommen zuviel Kinder, weil es hier vor allem darum geht, die patrilineare Vaterlinie fortzuführen. Frauen in scheinbar entwickelten Ländern bekommen zu wenig Kinder, weil die Orientierung der Arbeitswelt an männlichen linearen Lebensläufen zu einem so hohen Stressfaktor führt, der der Fortführung der Generationenlinie im Wege steht. Nur eine grundlegende Patriarchatssystemkritik kann zu lebensverträglichen Veränderungen führen. Ein oberflächlicher Feminismus, der den Mann als Maß aller Dinge zum Maßstab nimmt, kann dies nicht!.

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